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Ghost Recon 2: Review

  Playstation 2 


Problematisch wird das Ganze schon bei der Suche nach Deckung. Für gewöhnlich verschanzt sich ein Soldat gerne hinter Büschen, was dank den Tarnanzügen durchaus sinnvoll ist. Bei Ghost Recon 2 auf der Playstation 2 ist diese Technik leider absolut nutzlos. Gegner haben selbst auf grosse Distanz keine Schwierigkeiten damit, euch auch im dicksten Dickicht einen Treffer zwischen die Augen zu setzen. Wenn dann kein massiver Fels in der Nähe ist, kann die Mission schon getrost als gescheitert angesehen werden. Schade, dass der Spieler nicht auch ein paar Röntgenferngläser spendiert bekommen hat!

Taktik? Haben wir nicht!

Da die Botanik nichts nutzt, verlagert sich die Taktik darauf wirklich massive Deckung zu finden. Allerdings ist selbst das schon schwer genug. Besonders peinlich wird es, wenn ein so ambitionierter Taktikshooter unfreiwillig lustig wird. Der Ladescreen gibt einem wichtige Tipps, grob formuliert zum Beispiel Die Deckung ist für sie überlebenswichtig!. In der darauf folgenden Mission dürft ihr dann über ein völlig offenes Flugfeld laufen! Mitten auf dem Feld angekommen, wird gegenüber ein MG Nest besetzt. Deckung? Wo denn? Einbuddeln? Da hilft nur eines: Langsam vorwärts tasten und notfalls wieder zurücklaufen.

Dass das Spiel nur wenig Taktik bietet, wird spätestens bei den sehr offensichtlich in die Landschaft gespawnten Gegnern deutlich. In den ersten Missionen habt ihr oft die Möglichkeit, Feinde noch anhand des Radars zu entdecken. Auch in Zelten werden Bösewichte angezeigt. Doch wenig später durchstreift ihr ein Gefängnis, wo eure Gegner absolut offensichtlich durch einen Auslösepunkt auf der Karte direkt vor eurer Nase ins Level gesetzt werden. Egal ob eine Deckung für euch in der Nähe ist oder nicht.

Zusammen mit dem starren Missionsverlauf geht dann endgültig jeder Anflug von Taktik den Bach runter. Alleine durch das Spawnen der Gegner habt ihr schon keine Chance den Feind geschickt zu umgehen, oder ihn von hinten anzugreifen. Eigentlich wichtige Dinge für ein taktisches Spiel! Stattdessen liefert ihr euch pausenlos frontale Feuergefechte, die sich weniger wie Ghost Recon oder Rainbow Six spielen, sondern vielmehr wie ein normaler 08/15 Shooter!

Das alles wäre vermutlich nicht so schlimm, wenn Ghost Recon 2 zumindest ein anständiges Speichersystem hätte! Gespeichert wird nur am Ende einer Mission. Während den 5 bis 15 Minuten langen Aufträgen gibt es keine Speicherpunkte! Das alleine wäre auch nicht unbedingt schlimm, durch die obigen Kritikpunkte ufert das Spiel allerdings in ein ziemliches Trial & Error - Erlebnis aus. Selten kommt ihr wirklich durch gute Taktik weiter. Stattdessen lernt ihr irgendwann nur noch auswendig, wo neue Gegner kommen. So dauert es meistens nicht lange, bis eine Mission vollkommen langweilig und uninteressant geworden ist. Auch der Wiederspielbarkeitswert tendiert dadurch gegen null! Wer nicht gerade an Gedächtnisschwäche leidet, wird beim zweiten Durchspielen vermutlich gemütlich durch die Levels laufen.

Ghost Recon 2
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Admin am 10 Mrz 2005 @ 16:02
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