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No Man's Sky: Review

  Playstation 4 

Unendliche Weiten

Die ersten Stunden von No Man's Sky gehen rasch vorüber und ziehen einen schnell in ihren Bann. Nach der ersten Erkundung des Planeten folgt der erste Flug ins All – ein tolles Gefühl. Man weiß vor lauter Vorfreude gar nicht, welchen der im Sonnensystem vorhandenen Planeten man zuerst ansteuern soll. Dabei hat man in dieser Zeit immerhin noch ein paar Aufgaben vor sich. Wenn man das Sternensystem verlassen möchte, muss man sich um einen entsprechenden Antrieb kümmern, weshalb man hier und da einige Basen besuchen und Gegenstände sammeln muss. Danach steht einem das ganze Universum offen. Zumindest, wenn man sich um den entsprechenden Treibstoff kümmert, denn immerhin muss alles, was benutzt wird, mit Ressourcen auch wieder aufgeladen werden.

Doch spätestens nach ein paar Stunden verfliegt der Duft des Neuen und es folgt die Ernüchterung. Das erfolgt gewissermaßen Knall auf Fall, denn während man zunächst noch mit dem Bauen des Antriebs und der Verbesserung seines Raumanzugs beschäftigt ist, gehen einen alsbald die Aufgaben aus. Die Macher haben stets betont, dass man sich in No Man's Sky einen eigenen Sinn suchen muss und dass es keinen roten Faden gibt. Das ist richtig, doch sprechen schnell mehrere Punkte für einen Motivationsverlust. Zum einen ist da die Gestaltung der Welten. Es ist klar, dass man bei unzähligen zu bereisenden Planeten nicht bei jedem selbst Hand anlegen kann. Daher handelt es sich hier um zufallsgenerierte Planeten. Diese sehen dank der speziellen und recht farbenfroh gehaltenen Optik des Spiels durchaus gut aus. Es gibt Planeten, auf denen es sehr kühl ist, was sich auch bei der Gestaltung bemerkbar macht. Genauso gibt es Gebiete, die sich viel Wassers erfreuen, weshalb eine ordentliche Flora und Fauna vorhanden sind. Je nach Umweltsituation ist auch der Körper belastet, weshalb man in der Kälte etwa schneller die eigene Lebensenergie aufladen muss.

No Man's Sky Bild
Schnell hat man aber alle Variationen gesehen; die Gestaltung ähnelt sich zu sehr, als dass man das Interesse verspürt, wirklich jeden einzelnen der gigantischen Planeten zu erkunden. Ein weiterer Grund ist, dass es schlichtweg kaum etwas zu erkunden gibt. Es gibt keine Städte, die Tierwelt bleibt blass, und Geheimnisse gibt es auch nur sehr selten. Spätestens nach dem dritten oder vierten ausführlichen Ausflug auf einen Planeten merkt man, dass sich genaues Hinsehen kaum lohnt. Das ist wirklich schade und raubt einem damit die Hauptmotivation.

Doch was macht man sonst noch innerhalb des Spielgeschehens? In der Tat leider nicht viel. Während man die meiste Zeit damit beschäftigt ist, Ressourcen für Antrieb und Energie zu besorgen, ist man natürlich noch gut damit beraten, den Raumanzug aufzuwerten, um widrige Verhältnisse besser zu überstehen. Ebenso findet man häufig neue Pläne für Waffen und Zusatzgegenstände, für die man abermals Ressourcen sammeln muss. Man kann aber auch zu Raumstationen reisen und dort gewisse Dinge kaufen und mit den sehr raren Lebensformen kommunizieren. Deren Sprache kann ebenso nach und nach erlernt werden, was das Handeln erleichtern dürfte. Einen Anreiz bietet das aber kaum, da die Interaktion mit anderen Lebewesen viel zu sehr auf der Strecke bleibt.

Optisch kann No Man's Sky wie bereits angedeutet durchaus Gefallen finden. Die bunten Welten sehen auf den ersten Blick ordentlich aus, und auch die Effekte können sich sehen lassen. Dennoch erblickt man schnell auch einige Makel, die sicherlich nicht hätten sein müssen. Viele Objekte laden erst sehr spät nach, was die Atmosphäre besonders beim Fliegen beeinträchtigt. Ebenso fragt man sich, wieso keine richtige Physik integriert wurde. Schießt man sich quer durch das Fundament eines Rohstoffs, bleibt dieser einfach in der Luft hängen. Das wirkt oftmals sehr merkwürdig.

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Daniel Dyba am 09 Sep 2016 @ 17:36
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