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Battleborn: Review

  Playstation 4 

Auf in die Arena

Dass Battleborn vom Entwickler Gearbox stammt, lässt sich an einigen Punkten direkt erkennen. Nebst dem zumindest zwar nicht immer funktionierenden Humor ist da vor allem die Optik, die gewisse Parallelen zu anderen Projekten des Entwicklers erlaubt. Abgesehen von den bereits erwähnten Comicsequenzen, die wirklich toll aussehen und immer wieder ein Highlight darstellen, ist es die Optik des gesamten Spiels, die im Comicstil daherkommt und in vielen kräftigen Farben erstrahlt. Da Battleborn mit Realismus ohnehin nicht viel gemein hat, passt das ganz gut. Allerdings ist der knallige Stil sicherlich nicht jedermanns Sache.

Dabei kann man der Technik insgesamt nur wenige Vorwürfe machen. Etwas nervig erscheint allerdings die Tatsache, dass die aufdringlichen Effekte dafür sorgen, dass in vielen Kampfsituationen die Übersicht letztlich flöten geht. Schade, denn bei hohem Gegneraufkommen ballert man nur noch wild umher, ohne ein Ziel wirklich fokussieren zu können. Nichtsdestoweniger machen die Auseinandersetzungen durchaus Laune, was vorrangig daran liegt, dass sie recht dynamisch daherkommen. Das liegt einerseits an den vielen verschiedenen Charakteren, die sich allesamt unterschiedlich spielen und immer mit eigenen Spezialangriffen auftrumpfen können. Dabei schaltet man nach und nach immer neue Helden frei und bekommt damit etwas Anreiz, weiterzuspielen.


Für die Dynamik förderlich ist aber auch das Rangsystem. Jeder Charakter kann ganz simpel durch fortschreitenden Stufenaufstieg dauerhaft verbessert werden. Aber auch in einer Partie kann man im sogenannten Helix-System aufsteigen. Dabei werden zwei Stränge mit offensiven und defensiven Eigenschaften geboten, wobei man sich stets zwischen beiden entscheiden muss. Das Aufstufen innerhalb der Helix geht ziemlich flott, sodass man schnelle Ergebnisse erzielt. Allerdings werden die Werte nach einer Partie jedes Mal wieder zurückgesetzt, sodass zumindest in diesem Bereich Chancengleichheit besteht. Das bedeutet allerdings nicht, dass man mit einem hohen Charakterrang keine Vorteile hat. Ganz im Gegenteil, denn hier lohnt es sich durchaus, lange am Ball zu bleiben, um etwa bessere Ausrüstung zu erlangen.

Allerdings tragen die wenigen Maps und die gerade einmal drei Modi nicht unbedingt zu einer passenden Langzeitmotivation bei. Hier haben die Macher von Battleborn leider zu sehr am Inhalt gespart. Dennoch machen die vorhandenen Bereiche Laune. Es gibt einen klassischen Capture-Modus, bei dem es ganz ums Erobern geht, und in einem weiteren Bereich muss man die KI-Schergen sicher in einen hart umkämpften Bereich führen, um zu punkten. Beim Überfall hingegen geht es abermals im Team zur Sache. Das Ziel besteht darin, die feindlichen Wächter auszuschalten, die allerdings besonders gut gepanzert sind. Nette Modi, die aber wie erwähnt deutlich mehr Karten bräuchten. Zudem muss man anmerken, dass beim Spielen von Battleborn viel Zeit investiert werden muss. Einerseits dauert es oft sehr lange, bis ein Spiel endlich startet, und auf der anderen Seite sind die Partien selbst recht langgezogen.

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Daniel Dyba am 20 Jul 2016 @ 20:22
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