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Call of Duty - Black Ops III: Review

  Playstation 4 

Dass die Auswahl mit "nur" 13 Karten vergleichsweise klein ist, täuscht etwas über die Qualität der Maps hinweg, zumal sie von kaputten Seaworld-Parks über Nobelvillen bis zu einem Wald mit riesigen Bäumen reichen. In der Dimension sind sie klein bis mittelgroß, stets verwinkelt und von Treyarch so konzipiert, dass Camper kaum eine Chance haben, sich überhaupt irgendwo einzurichten oder durchzuschnaufen. Prima. Zeitweilig erinnern die Gefechte dennoch an rivalisierende Hühnerhaufen und nicht an den knallharten Frontkampf muskelbepackter Stereotyp-Soldaten – Battlefield ist im direkten Vergleich gemächlicher, taktischer, anspruchsvoller und belohnt Teamwork, statt exzellenter Einzelspieler im Team. An Modi geben sich Altbekannte die Klinke in die Hand: (Team-)Deathmatch, Domination oder Kill Confirmed sind nun seit Jahren fester Bestandteil der CoD-Reihe, der neue Modus "Geleitschutz" wirkt wie ein Abklatsch von "Walker Assault" im noch erscheinenden Star Wars Battlefront. Für Kurzweil ist also gesorgt, innovativ oder neu ist das Gebotene jedoch nicht.

Zombiemodus der Extraklasse

Für Koop-Begeisterte hat Treyarch außerdem eine neue, wesentlich größere Zombiekarte implementiert. In "Shadows of Evil" nehmt ihr es mit den Untoten in einer fiktiven US-Stadt in den 1940er-Jahren auf. Meisterhaft ist, wie die teilnehmenden Charaktere ihr Ego herausstellen und in einer an den Film noir angelehnten Geschichte gegen immer stärker werdende Zombiewellen ankämpfen. Die deutsche Vertonung geht dabei voll in Ordnung, das akustische Highlight verbirgt sich auf Englisch. Das Star-Ensemble aus Jeff Goldblum (Independence Day), Heather Graham (Hangover), Ron Perlman (Hell Boy, Sons of Anarchy), Robert Picardo (Star Trek: Voyager) und Neil McDonough (Band of Brothers) gibt sich mit süffisanten Kommentaren Saures, während das Ende durch qualvolle Zombiebisse naht – geleitet werden sie von einer mysteriösen Stimme, die ihnen ihr Schicksal vorhält und verrät, wie sie sich diesem entziehen können. Während "Shadows of Evil" schon groß ist, macht die zweite, für Vorbesteller und Season-Pass-Besitzer exklusive Map "The Giant" ihrem Namen alle Ehre und erschlägt mit ihren Ausmaßen. Weitere Karten kommen mit den künftigen Erweiterungen.

Technische Oberklasse

Zwar wird Black Ops III auch auf Xbox 360 und PlayStation 3 angeboten, diese Version enthält aber lediglich die Mehrspieler- und den Zombiemodus. Mist natürlich für all die Zocker, welche die cineastische und tolle Kampagne erleben wollen. Die bleibt PlayStation 4, Xbox One und dem PC vorbehalten; ein Blick auf die Grafik verrät aber auch, wieso das so ist. Im Gegensatz zu Advanced Warfare mussten die Designer sich nicht mehr mit Kompromissen herumschlagen und packen die Geschichte in einen optischen Overkill, der vielleicht nur von Killzone: Shadow Fall mit seinen vielen Lens Flares und Glanzeffekten übertroffen wird. Die lebensnahe Mimik, die Lippensynchronität und die glaubhaften Bewegungen sind State of the Art, während wir uns aber einige weitere Physikspielchen gewünscht hätten. Die meisten Objekte bleiben wie festgeleimt dort, wo die Designer sie platzierten. An Abwechslungsreichtum mangelt es Black Ops III nicht, ebenso wenig an genialen Designeinfällen wie die "eingefrorenen" künstlichen Erinnerungen oder psychedelischen Traumsequenzen.

Call of Duty - Black Ops III
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Daniel Wendorf am 17 Nov 2015 @ 09:53
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