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Plants vs. Zombies - Garden Warfare 2: Review

  Playstation 4 

Keine Konkurrenz zu Battlefield und Call of Duty – aber zu Splatoon?

Solche Taktikspielereien sind auf dem Papier gehaltvoll, in den laufenden Partien nur theoretisch vorhanden. Statt Battlefield oder Call of Duty als Vergleich zu bemühen, soll ein anderer Titel herhalten: Splatoon. Nintendos Farb-Shooter mit Tintenfisch-Kids in der Hauptrolle mag zunächst wie ein schlechter Scherz anmuten, ist er doch zuckersüß und ohne ausufernde Gewaltdarstellungen. Nintendo verstand es aber besser, die Fähigkeiten einzelner Teammitglieder zu bündeln und Teamplay in den knackigen 2-Minuten-Matches zu belohnen. In Garden Warfare 2 werden hingegen die Spieler honoriert, die in waghalsigen Ein-Mann-Vorstößen auf alles ballern, was sich bewegt. Unterstützt werden die PvZ-Rambos durch Schieflagen im Balancing, die eklatanter kaum sein könnten. Gewisse Pflanzenklassen (etwa Rosi) sind dank effektiver Primärwaffe, Sekundärattacke (Lähmung) und Spezialangriff (Verwandeln der Gegner in eine Ziege, die sich nur mit Rammstößen zur Wehr setzen kann) in Summe derart mächtig, dass anstürmende Gegner nur das Nachsehen haben können. Die Probleme potenzieren sich, wenn ein Team fast ausschließlich solch übermächtige Klassen einsetzt.

Der Rush-Modus ist nicht der einzige Spielmodus in Garden Warfare 2. Die Copycat schlug zu und bietet den aus Call of Duty bekannten Kill-Confirmed-Spielmodus und das aus Counter-Strike bekannte Match der Bomben legenden Terroristen gegen die Anti-Terror-Einheiten.

Plants vs. Zombies - Garden Warfare 2 Bild
Nach jeder Partie erwerbt ihr mit eurer Spielerwährung Stickerpakete, deren Inhalt stets zufällig zusammengestellt wird. Einfluss auf den Inhalt habt ihr nicht und so schaltet ihr neue Varianten bereits freigespielter Charaktere frei, werdet in künftigen Matches von einem KI-Kumpan begleitet oder erhaltet neue Angriffsmöglichkeiten. Andere Spiele bieten hier ein Stufensystem, dessen Belohnungen schlüssig gestaffelt werden. Garden Warfare 2 bemüht eben den Zufall und langweilt durch den entstehenden lahmen Spielfortschritt. Abkürzungen gibt es nur mit einer Ausnahme: Den Import eines Charakters aus dem Vorgänger.

Doofer Humor für Kids

Abwandlungen der drei Grundmodi erhöhen die Modiauswahl, wirklich Neues oder Überraschendes findet sich nur abseits und versteckt. Hierzu gehört der Einzelspielermodus, der als übergeordneter Hub der Mehrspielerschlachten fungiert. Ihr könnt die von Zombies und Pflanzen gleichermaßen belagerte Stadt Suburbia frei erkunden und kleinere Aufträge für Deppie Dave erledigen. Zumeist Escort-Missionen, das Überstehen von Wellenangriffen oder schnöde Laufe-von-A-nach-B-Quests, mögen diese Aufträge keine Spieleabende füllen, sind aber ideal, um sich mit der Steuerung und den Fähigkeiten der unterschiedlichen Klassen vertraut zu machen und auch mal vom stressigen Online-Geballere abzulenken. Der Vergleich zu Splatoon ist angebracht – denn hier wie dort dient die Kampagne dem „Einfühlen“ ins Gameplay. Die Geschichte rund um zwei Organisationen, die aus dem Verborgenen heraus Pflanzen und Zombies für sich einnehmen wollen, zündet jedoch nicht, auch Deppie Daves Kommentare und die vielen Zwischensequenzen motivieren höchstens zu einem Fremdschäm-Grinsen. Ein Humor, der womöglich nur bei Kindern zündet.

Plants vs. Zombies - Garden Warfare 2
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Daniel Wendorf am 12 Apr 2016 @ 18:58
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