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Tekken 7: Review

  Playstation 4 

Mit Tekken 7 geht die beliebte Prügelei rund um das Iron-Fist-Tournament in die nächste Runde. Ob die erfolgreiche Spielereihe auch auf der aktuellen Konsolengeneration bestehen kann, zeigen wir euch in unserem Test.

Ein Paradies für alle Japan-Fans, aber nicht für jeden

Mit "Die Mishima-Blutfehde" hält der aktuelle Teil der Reihe wie gewohnt eine Kampagne für uns bereit, in der die klassischen Kämpfe in einen Story-Kontext gepackt werden. Zum Einstieg beobachten wir einen Kampf zwischen Kazuya und seinem Vater Heihachi, der schon einige Jahrzehnte zurückliegt. Dementsprechend ist der ansonsten stets ergraute Heihachi noch in der Blüte seiner Jahre, und Kazuya ist noch ein Kind. Der Kampf ermöglicht uns nicht nur ein (Wieder-)Vertrautwerden mit der Steuerung des Beat 'em ups, sondern erklärt uns außerdem, warum Vater und Sohn ein Problem miteinander haben. Nach Abschluss des Kampfes, den Kazuya natürlich verliert, wirft ihn sein Vater mit aller väterlicher Liebe, die er zu geben imstande ist, von einem Felsen in eine Schlucht. Allerdings nicht, ohne ihm die Worte "Vielleicht besiegst du mich ja im nächsten Leben" mit auf den Weg zu geben.

Nach einem Zeitsprung erhalten wir einen kurzen Überblick darüber, was in der Zwischenzeit alles passiert ist. Wir erfahren, dass Jin, Kazuyas Sohn, nicht nur die Bestie Azazel erweckt und besiegt, sondern auch gleich die ganze Welt in einen Krieg verwickelt hat. Dieser wird zwischen den beiden Unternehmen Mishima Zaibatsu und G-Corp geführt, die nichts anderes als die Weltherrschaft im Visier haben. Jin selbst ist erst einmal im Nahen Osten untergetaucht – Aufenthaltsort unbekannt. Da sein Verschwinden die feindliche G-Corp gestärkt hat, taucht plötzlich sein Großvater Heihachi auf, um die Kontrolle über Mishima Zaibatsu an sich zu reißen. Ob die daraus resultierende Familienzusammenführung ein voller Erfolg wird und wie sich diese auf den Verlauf des Krieges auswirkt, offenbart sich uns in einer pathetisch inszenierten Geschichte, die einiges an Filmmaterial für uns bereithält.

Zusammenfassend lässt sich hier in Bezug auf die Story sagen, dass diese vor japanischem Pathos und Klischees nur so trieft. Auch sorgt die Fülle an Sequenzen leider dafür, dass die eigentlichen Kämpfe in der Kampagne sehr stark in den Hintergrund rücken, wodurch wir wirklich größtenteils dasitzen, um uns die zugegebenermaßen grafisch nicht mehr ganz taufrischen Videos anzusehen. Zudem verliert man aufgrund der ständigen Perspektivwechsel innerhalb des Story-Modus ganz gerne einmal die Orientierung, was die ohnehin recht flache Geschichte leider nicht besser macht. Was hingegen positiv hervorgehoben werden muss, ist die Tatsache, dass man im Verlauf der Story nicht nur gegen andere klassische Tekken-Charaktere antreten muss, sondern es auch mit "normalen" Feinden wie gewöhnlichen Soldaten zu tun bekommt, die uns auch des Öfteren mit Schusswaffen gegenüberstehen.

Viel Altbewährtes und einige Neuerungen

Außerhalb des Story-Modus gelangt Tekken 7 allerdings definitiv zu altbewährter Stärke. Die gewohnt anspruchsvolle Steuerung, die uns Unmengen an Kombos für jeden einzelnen Charakter ermöglicht, sollte alteingesessene Beat-'em-up-Spieler fordern und zufriedenstellen. Bei den übernommenen Charakteren aus älteren Teilen werden erfahrene Tekken-Fans schnell merken, dass sie ihre alten, auswendig gelernten Kombos auch im aktuellen Teil der Reihe einsetzen können. Daher fühlt es sich zu jeder Zeit so an, als würde man nach langer Abwesenheit wieder nach Hause kommen.

Aber auch für Neueinsteiger haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen. So gibt es innerhalb des Story-Modus, der wahrscheinlich für jeden Neuankömmling die erste Anlaufstelle sein sollte, die so genannte Story-Hilfe. Diese lässt sich durch Halten der linken oberen Schultertaste aufrufen und blendet die verfügbaren Standardattacken des jeweiligen Charakters sowie ihre Controller-Belegung ein. Dies erleichtert Neulingen, die sich noch keine Gedanken über anspruchsvolle Kombos machen wollen, den Einstieg in die Beat-'em-up-Welt. Eine weitere Neuerung ist der so genannte Rage-Modus. Dieser bietet die Möglichkeit, mächtige Spezialattacken durch Drücken einer einzigen Taste einzusetzen. Er ist einsatzbereit, sobald die Lebensleiste der Figur von einer roten, blinkenden Umrandung umgeben ist, und wird im Rahmen einer kurzen Sequenz ausgeführt.

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Daniel Walter

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Daniel Walter am 19 Jun 2017 @ 10:09
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