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Sniper Elite 4: Review

  Playstation 4 

Vorteile für die PS4 Pro

Ohne Tadel hingegen ist das Leveldesign. Beschauliche Städtchen, architektonisch strenge Kasernen und zubetonierte Werftanlagen geben sich die Klinke in die Hand und sind wunderbare Kulissen für eure Einsätze. Doch Obacht! Nur Besitzer einer PlayStation 4 Pro kommen in den vollen Genuss aller Details. Käufer einer früheren Revision müssen mit reduzierter Sichtweite, weniger scharfen Texturen und häufigeren Rucklern vorliebnehmen, wenngleich der Gesamteindruck noch immer gut ist. Die Ladezeiten auf der Pro-Variante der Sony-Konsole sind zudem etwas geringer, was im Falle eines unfreiwilligen Ablebens den Wiedereinstieg beschleunigt.

Wo wir bei Details sind, ein Wort zu NS-Symbolen. Rebellion hat nicht nur in der Fassung für den deutschen Spielemarkt auf diese verzichtet, auch die internationalen Versionen kommen ohne historisch akkurate Bemalungen aus, und geht einen ähnlichen Weg wie das tolle Wolfenstein – The New Order: Wehrmacht und SS kriegen Runen auf die Uniformen genäht, die stilistisch ihren Vorbildern ähneln, aber die Jugendschützer hierzulande nicht auf den Plan rufen. Da mag der eine oder andere eine Träne vergießen und "Zensur!" hinausbrüllen wollen, dem Spielspaß abträglich ist die Entscheidung nicht.

Im Koopmodus eine intensive Erfahrung

Erfreut euch stattdessen am gelungen Kooperativmodus. Sniper Elite 4 bietet die gesamte Kampagne als Zwei-Spieler-Erlebnis an (leider nicht über Splitscreen), und zwei zusätzliche Missionen, die gerne Zuwachs erhalten dürfen: Ein Spieler übernimmt die Rolle des Scharfschützen und legt sich auf erhöhter Position auf die Lauer, während sein Kumpan die Wehrmacht sabotiert und dafür ohne durchschlagkräftige Schießeisen auskommen muss. Ein Horde-ähnlicher Spielmodus für bis zu vier Spieler und ein Strauß altbekannter Shooter-Modi wie (Team-)Deathmatch und eine Abwandlung, in welcher die zurückgelegten Distanzen der eingeschlagenen Kugeln in die Wertung einfließen, sorgen für Kurzweil.

Ein weiterer Spielmodus mit ausschließlichen Distanzgefechten und diverse Modi, die an Battlefields Rush erinnern, runden das Paket für Mehrspielerfreunde ab. Rebellion bietet sicher kein auf Mehrspielermodi fokussiertes Paket im Stile eines Perfect Dark. Die Qualität der vier respektive sechs Karten, der erwähnten Spielmodi, des Balancings und des Netcodes ist aber so gut, dass sie selbst knallharte Battlefield- und CoD-Fans für einige Runden gut unterhalten kann.

Zocker besagter großer Marken dürften sich angesichts der geschmeidigen Steuerung wohlfühlen, beim Schwierigkeitsgrad aber schier verzweifeln. Ohne Zielhilfe und mit physikalisch korrekter Ballistik kratzt Sniper Elite 4 schließlich scharf am Simulationsgenre; die jederzeit zuschaltbaren Helferlein und eine auf Wunsch simplere Physik garantieren jedoch, dass kein Frust aufkommt.

Sniper Elite 4
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Daniel Wendorf am 27 Mrz 2017 @ 06:30
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