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Star Trek - Bridge Crew: Review

  Playstation 4 

Sind wir bald da?

All dies wäre allerdings ohne den Ingenieur nicht möglich, denn er ist dafür zuständig, die Energie je nach Bedarf zwischen Antrieb, Waffen und Schilde zu verteilen. Beispielsweise kann der Warp nur gezündet werden, wenn dem Antrieb genügend Energie hinzugefügt wird. Waffen und Schilde funktionieren zwar immer, sind jedoch mit entsprechender Energiezufuhr weitaus effektiver. In Stresssituationen mag der Job des Ingenieurs recht spannend sein, doch die meiste Zeit verbringt auch er damit, abzuwarten, bis etwas passiert. Wir erlebten mitunter über fünf Minuten Leerlauf, die wir mit den Ellenbogen auf den Armaturen abwartend verbracht haben. Immerhin sieht das im Spiel ganz witzig aus.

Den wohl undankbarsten Posten hat jedoch der Kapitän. Dieser hat zwar eine weitaus umfassendere Übersicht über das Schiff, kann aber in keinster Weise damit interagieren. Seine Zeit verbringt er damit, im Questlog herumzuscrollen, die Aufgaben vorzulesen und ab und zu den Alarmknopf zu drücken, um seine Mitspieler zu erschrecken. Hier wären mehr Interaktionsmöglichkeiten mit dem Computer schön gewesen, Solitär zum Beispiel.

So reist ihr also untätig durch den Weltraum, entweder unterwegs auf einer der Hauptmissionen oder auf der zufallsgenerierten "Ongoing Voyage". Die meiste Zeit verbringt ihr damit, von A nach B zu fliegen und hier und dort ein paar Sachen zu scannen und dabei immer mal wieder auf klingonische Schiffe zu treffen, die ihr entweder attackiert oder zu umgehen versucht. Warum ihr das alles macht, wisst ihr die meiste Zeit nicht, denn das Spiel hat zwar eine Story, wird aber so unspektakulär und nebenher erzählt, dass diese schnell in den Hintergrund rückt. Nach ca. drei bis vier Missionen habt ihr das Gefühl, dann auch schon alles gesehen zu haben. Und damit liegt ihr gar nicht mal so falsch, denn das Spiel zeichnet sich durch ein hohes Maß an Monotonie und Wiederholung aus.

https://www.youtube.com/watch?v=gE8EL71vCHU

Bei der Betrachtung der einzelnen Rollen und des Missionsdesigns wird sehr schnell das Kernproblem des Spiels klar. Es gibt wenig zu tun, und das, was es zu tun gibt, ist meist unspektakulär und repetitiv. Das Einzige, was das Spiel ein wenig rettet, ist die sehr gut umgesetzte Bewegungserfassung des Körpers. Denn anders als in den meisten VR-Spielen aus der Ego-Perspektive, seid ihr mehr als nur ein paar fliegende Hände, sondern ein ganzer Mensch (oder Vulkanier) mit Armen, Beinen, Torso und allem, was so zu einem gesunden, vollständigen Körper dazugehört. Das sieht nicht nur gut aus, sondern lädt, gepaart mit dem integrierten Voicechat, dazu ein, jede Menge Quatsch zu machen. Die Stärke des Spiels liegt in der Interaktion zwischen den Spielern und hat uns oft genug zum Lachen gebracht. Doch das kann lediglich als schönes Feature angesehen werden und nicht als Ersatz für eine gute und spaßige Spielmechanik.

Neben dem Online-Modus kann das Spiel auch alleine gespielt werden. Hier müsst ihr die Funktion des Kapitäns einnehmen und könnt mithilfe von Befehlsrädern euren Crew-Mitgliedern Anweisungen geben. Dies kann jedoch nur als katastrophal bezeichnet werden, denn dadurch besteht das gesamte Spiel daraus, wild herumzugestikulieren und Befehle zu rufen, ohne selbst irgendwo Hand angelegt zu haben. Zwar könnt ihr auch in die anderen Rollen hineinschlüpfen und die Aufgaben selbst übernehmen, dies ist aber aufgrund des Fokus des Zusammenspiels der einzelnen Posten kaum zu bewältigen und endet in einem endlosen Hin--und-her-Gehüpfe zwischen den Crew-Mitgliedern. Die mit einem Update hinzugefügte Sprachsteuerung ist dabei leider auch keine Hilfe, da diese nur auf Englisch existiert und bei uns auch schlichtweg nicht funktioniert hat.

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Jakob Gustavs am 11 Jul 2017 @ 16:26
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