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Red Dead Redemption 2: Review

  Playstation 4 

Auch das Verhalten der Tiere muss an dieser Stelle lobend erwähnt werden. Wenn wir sie nämlich während einer Mission irgendwo abstellen und mehrere Pferde nebeneinander stehen, bewegt sich jedes Tier auf individuelle Art und Weise. Bei den Haaren konnten wir hier und da kleinere Ungereimtheiten entdecken, da sich einzelne Partien bei der Drehung des Kopfes nicht wirklich mitbewegt haben. Im Großen und Ganzen wurde aber auch hier gute Arbeit geleistet. Ebenfalls überzeugen konnte die Darstellung der Wetterphänomene sowie deren stetige Veränderung. So spürt man förmlich den kalten Schneesturm, der einem ins Gesicht schlägt und den Schnee um uns herum aufwirbelt, kurz nachdem man sich bei hellem Sonnenschein durch die strahlend weiße schneebedeckte Landschaft bewegt hat. Außerdem kommen sowohl die Pferde als auch die Fußgänger deutlich langsamer voran, wenn sie durch hohen Schnee laufen müssen, was den Realismus noch weiter unterstreicht.

Selbstverständlich müssen wir unser Cowboy-Dasein nicht nur im dichten Schnee fristen, sondern finden uns auch auf weiten Steppen, in stimmungsvollen Wäldern oder in imposanten Gebirgslandschaften mit hervorragend in Szene gesetzten Wasserläufen wieder. Und zudem in kleineren und größeren Städten. Dadurch wird es bei unserer Reise niemals langweilig, und wir halten immer wieder inne, um die Schönheit der Landschaft zu bewundern. Wie bei Rockstar-Titeln üblich, gibt es auch diesmal keine deutsche Sprachausgabe, sondern lediglich deutsche Untertitel. Dies ist in Anbetracht der hohen Qualität der englischen Vertonung aber überhaupt kein Problem, denn sie schafft es, den einzelnen Figuren schon allein durch die Sprache einen gewissen Charakter zu verpassen.

Das Leben eines Cowboys

Die zahlreichen Schießereien fühlen sich in Red Dead Redemption II sehr vertraut an. Die Zielhilfe, die im Menü an die eigenen Vorlieben angepasst werden kann, unterstützt uns sowohl zu Fuß als auch vom Pferde aus beim Anvisieren der Feinde. Zudem können wir wieder das sogenannte "Dead Eye" nutzen, das für einen kurzen Moment die Zeit verlangsamt und ein exaktes Anvisieren mehrerer Ziele gleichzeitig ermöglicht. Bei Volltreffern können wir uns außerdem auf eine dramatische Killcam mit Zeitlupenansicht freuen. Die Waffen lassen sich komfortabel über das Waffenrad anwählen und wechseln. Hierbei sei noch erwähnt, dass wir nur eine Hauptwaffe mitführen können, die sich während der Kämpfe auch nicht wechseln lässt. So müssen wir uns im Voraus für eine Waffe entscheiden und diese auswählen, indem wir uns an unserem Sattel entsprechend ausrüsten.

Aber auch abseits der Schießereien und Schlägereien gibt es für abgehalfterte Cowboys im Wilden Westen einiges zu tun. So erobern wir von Feinden besetzte Lager oder stoppen fahrende Züge, um sie nach Vorräten, Geld und Waffen zu durchsuchen. Wir jagen flüchtende Feiglinge, um sie wenig später mit dem Lasso zu fangen, oder gehen auf die Jagd, um die eigenen Vorräte aufzustocken. Hier muss dann selbst der alteingesessene Cowboy mal zu Pfeil und Bogen greifen, um beim Jagen die Tiere nicht zu verscheuchen. Dank der neuen Adlerauge-Ansicht ist es möglich, Fährten von Tieren aufzunehmen und sie vorsichtig zu verfolgen, um am Ende erfolgreich zu sein. Beim Reiten müssen wir außerdem darauf achten, nicht zu waghalsig unterwegs zu sein, da wir sonst auch gern mal mitsamt Pferd auf der Seite liegen. Darüber hinaus geht es in Red Dead Redemption II immer darum, das Lager am Laufen zu halten. So können wir die Cowboy-Community zum Beispiel unterstützen, indem wir wie oben beschrieben auf die Jagd gehen oder bei Schuldnern Geld eintreiben.

Red Dead Redemption 2
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Daniel Walter am 08 Nov 2018 @ 12:19
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