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Red Dead Redemption 2: Review

  Playstation 4 

Ganze acht Jahre ist es her, dass wir mit John Marston durch Rockstar Games' Interpretation des Wilden Westens reiten konnten. Nun legt die Spieleschmiede mit Red Dead Redemption II den lang erwarteten zweiten Teil des Open-World-Abenteuers vor, der die Vorgeschichte zum Vorgänger erzählt. Ob es sich dabei um ein Paradies für Cowboys handelt oder eindeutig Greenhorns am Werk waren, verraten wir euch im Test.

Das Ende einer Ära

Wir schreiben das Jahr 1899 und steuern mit großen Schritten auf das nächste Jahrhundert zu. Die Ära der Cowboys geht langsam, aber sicher ihrem Ende entgegen, da die Zivilisation und ihre Gesetze den Lebensraum der Outlaws zunehmend einschränken. Doch einige Gesetzlose lehnen sich noch immer gegen die neue Welt auf und versuchen, ihre Freiheit mit allen Mitteln zu verteidigen. In der Introsequenz lernen wir eine Gruppe ebensolcher Menschen kennen. Sie befinden sich auf der Flucht und kämpfen sich auf der Suche nach einem Unterschlupf durch einen dichten Schneesturm. Eine verlassene Unterkunft für Bergarbeiter wird wenig später dazu dienen.

Um in der Kälte überleben zu können, begeben sich zwei Männer der Gruppe, die auf die Namen Arthur und Dutch hören, auf die Suche nach Lebensmitteln, sodass wir uns wenig später auf dem Rücken eines Pferdes mitten im tiefsten Schnee wiederfinden. Hier bietet uns Rockstar Games einen der atmosphärischsten Spieleinstiege seit Langem. Die gnadenlose und zugleich wunderschöne Winterlandschaft, die wir im Dunkeln und nur im Schein einer schwachen Öllampe erkunden, sowie die Gruppe von Ausgestoßenen, die in den Tagen zuvor schon einige Gefährten verloren haben, berühren von Beginn an. Es dauert nicht lange, bis wir bei unserer Suche nach Nahrungsmitteln auf ein bewohntes Haus in der Nähe stoßen, in dem eine Art Feier stattfindet. Statt sympathischer Siedler, die uns mit ein wenig Proviant ausstatten, befinden sich dort allerdings fremde Outlaws, die ebenfalls vor dem Gesetz geflohen und in der Hütte untergetaucht sind. So kommt es umgehend zur ersten richtigen Schießerei, gefolgt von einer Prügelei im angeschlossenen Stall, sodass innerhalb weniger Minuten alle grundlegenden Gameplay-Aspekte vorgestellt werden. Im Anschluss können wir außerdem unsere Verhörfähigkeiten unter Beweis stellen, indem wir ein Mitglied der feindlichen Gruppe windelweich schlagen, um an Informationen zu kommen. Am Ende haben wir auch die Chance, über sein Schicksal zu entscheiden, wie es an vielen weiteren Stellen im Spielverlauf auch der Fall sein wird.

Nachdem die ersten Nahrungsmittel gesammelt sind und die Gruppe im provisorischen Lager grundlegend versorgt ist, macht das Spiel einen kleinen Zeitsprung und stellt uns kurz darauf vor die nächste Herausforderung. So wird Arthur erneut nach draußen in die nach wie vor schwierigen Witterungsverhältnisse geschickt, um einen vor Tagen verschollenen Gefährten vor dem eisigen Tod zu bewahren. Wie wir wenig später herausfinden, handelt es sich dabei nicht um irgendjemanden, sondern um keinen Geringeren als John Marston, den Protagonisten aus dem ersten Teil. Da Red Dead Redemption II bekanntermaßen ein Prequel ist, ist John, den wir nach einer schier endlosen Wanderung durch den dichten Schnee blutend am Boden finden, aber ein gutes Stück jünger. Zudem spielt er hier nur eine kleine Nebenrolle, ganz im Gegensatz zu Arthur Morgan, den wir fortan auf seinen Abenteuern begleiten. Nach einem umfassenden, geradlinigen Einführungskapitel entlässt uns das Spiel in die riesige offene Spielwelt, sobald wir das Lager in Horseshoe Overlook erreichen. Von diesem Moment an erwarten uns zahlreiche Quests unterschiedlicher Auftraggeber, die wie in Teil 1 in beliebiger Reihenfolge abgearbeitet werden können.

Red Dead Redemption 2
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Daniel Walter

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Daniel Walter am 08 Nov 2018 @ 12:19
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