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Gravel: Review

  Playstation 4 

Anspruchsloses Geschaukel

Anders als frühere Milestone-Titel überrascht Gravel insgesamt mit einer recht arcadelastigen Ausrichtung. Wer hier eine Simulation erwartet hat, dürfte enttäuscht werden. Das Fahrgefühl ist stimmig, aber eben reinrassig Arcade, da ändern auch die zu- und abschaltbaren Fahrhilfen recht wenig. Auch das Schadensmodell der Fahrzeuge ist bestenfalls rudimentär. Im schlimmsten Fall verbeult sich eure Motorhaube oder der Stoßfänger etwas und es verzieht euch die Spur. Echte Totalschäden haben wir jedenfalls nicht erlebt. Die teils riesigen Sprünge über Sanddünen in Namibia haben die Aufhängung unserer Fahrzeuge nicht mal gekratzt – trotz der erstaunlich harten Landung.

In die gleiche Kerbe schlägt das Leveldesign. Die teils malerischen Landschaften sind hübsch gestaltet und je nach Tageszeit sehr stimmig beleuchtet, insgesamt wirken die Kurse aber nicht wie aus einem ernsthaften Offroad-Racer, sondern eher wie aus einem frühen Need-for-Speed-Teil. Alles ist eine Ecke bunter und eine Spur greller, als man es erwarten könnte. Hinzu kommt, dass Gravel für ein Offroad-Rennspiel erstaunlich steril rüberkommt. Wir hätten uns viel mehr Schlammspritzer oder aufwirbelnden Sand gewünscht. Auch die Fahrzeuge selbst sind sogar bei Rennen über feuchtes Erdreich kaum verdreckt, und die wenigen Spuren auf der Karosserie sind beim Durchfahren der kleinsten Pfütze wieder weg.

Gravel Screenshot

Euphemistisch formuliert ergibt sich mit Gravel ein Offroad-Rennspiel der alten Schule: arcadiges Fahrgefühl, bunte Strecken, geringer Anspruch. Gravel will nicht fordern, es will nur unterhalten. Fähigkeiten, Tuning, eine ernsthafte Karriere, das alles gibt es hier nicht. Leider gilt das auch für einen Splitscreen-Modus, der sich bei diesem Spiel förmlich aufgedrängt hätte. Immerhin könnt ihr online gegen eure Freunde antreten.

Warum die Entwickler bei so viel Besinnung auf die gute alte Zeit dennoch mit kleinen, meist unsinnigen oder unverschämten kostenpflichtigen DLCs um sich werfen, obwohl der Titel selbst schon zum Vollpreis in den Laden kommt, ist leider gänzlich unverständlich. Was euch hier für zusätzliches Geld bereits zum Launch des Spiels angeboten wird, ist beinahe schon frech.

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Tobias Kuehnlein am 13 Mrz 2018 @ 06:32
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