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Uncharted: The Lost Legacy: Review

  Playstation 4 

Malerische Kulisse

Das zweckgebundene Damengespann macht sich daher auf den Weg in einen abgelegenen Winkel Indiens, um dort den wenigen Hinweisen bezüglich des Verbleibs der Kostbarkeit nachzugehen und dieses noch vor ihrem Widersacher zu erreichen. All dies läuft natürlich nach dem bewährten Uncharted-Rezept ab, schmeckt aber aufgrund der unterschiedlichen Anteile der altbekannten Abenteuerzutaten glücklicherweise noch lange nicht fad. So erwartet uns in Indien abermals eine gut ausgewogene Mischung aus einer spannenden Geschichte, spritzigen Dialogen, schwindelerregenden Kletterpartien, den wohl knackigsten Rätseln der Serie, den bekannt vielseitigen Gefechten und derben Actionszenen – und das alles vor einer absolut herausragenden Kulisse, die einfach nur als traumhaft bezeichnet werden kann.

So bewegen wir uns, wahlweise zu Fuß oder auf dem Sitz unseres Jeeps, erstmals in einem Teil der Reihe in einer großen und weitläufigen Welt und können frei entscheiden, wo wir hin und was wir erkunden wollen. Das konnten wir ansatzweise bereits in A Thief's End, hier wurde dieses Element jedoch noch stärker als Spielelement fokussiert, was ein wunderbares Gefühl von Abenteuer- und Erkundungsdrang bei uns erzeugen konnte. Es hat uns großen Spaß gemacht, am Steuer kurz unsere Landkarte aufzufalten und zu schauen, wo wir uns mit unserem Gefährt wohl am besten durch die Wildnis schlängeln können – und auf dem Weg zu unserem angepeilten Ziel aufgrund unseres Schatzsucherdranges dann doch noch unzählige Male anzuhalten, um noch ein wenig zu Fuß durch die malerische Prärie zu stiefeln und dabei sogar noch das eine oder andere schicke Fotomotiv vor die Smartphone-Kamera zu bekommen.

https://www.youtube.com/watch?v=-PhhiKPHTWM

In der traumhaft designten Spielwelt sowie der eher abenteuerlastigen Spielbalance mit vielen Kletterpassagen und fordernden Rätseln findet der Titel seine größten Stärken. Doch trotzdem weiß The Lost Legacy seinen Vorgänger in unserem Empfinden letztendlich doch nicht zu übertrumpfen. Denn obwohl es sich auch bei Chloe um eine nicht uncharismatische Persönlichkeit handelt, stimmt die Chemie zwischen ihr und ihrem Sidekick Nadine in unserer Wahrnehmung nicht so recht, sodass wir einige Dialoge und auch Witze als etwas gestelzt empfanden. Weiterhin fanden wir es ein wenig schade, dass sich Chloe spielmechanisch von ihrem männlichen Pendant in keiner Weise unterscheidet, außer, dass sie mit ihren Haarklammern Schlösser zu öffnen vermag. Abseits davon schossen und boxten wir auch mit Chloe reihenweise Söldner um, holten Helis vom Himmel oder drängten mit riskanten Fahrmanövern Gegner von der Straße. Hier hätte ein klein wenig Abwechslung wohl für die perfekte Würze gesorgt – dies ist jedoch wirklich ein Jammern auf hohem Niveau, da der Titel im Großen und Ganzen wirklich zu überzeugen weiß.

Auch über den wunderbaren Einzelspielermodus mit seinen zahlreichen Sammelaufgaben hinaus können sich Serienfans bei The Lost Legacy austoben. So ist auch in diesem der bereits aus A Thief's End bekannte spaßige und flotte Mehrspielermodus enthalten, der kompetitive sowie kooperative Gefechte bietet. Entweder kann ganz klassisch oder im Rahmen des Überleben-Modus das Können gemessen und mit den Belohnungen unaufhörlich individualisiert werden. Wer auf flotte Multiplayer-Gefechte steht, kann auch hier noch einmal viel Zeit verbringen. Das Herz des Spiels befindet sich aber, wie auch typisch für alle Uncharted-Teile, definitiv in der Kampagne. Vor allem in Anbetracht des verhältnismäßig günstigen Preises bekommt man hier ein vollwertiges und starkes Abenteuer geboten, was sich Serienfans sowie Neulinge unbedingt einmal anschauen sollten.

Uncharted: The Lost Legacy
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Jessica Rehse am 22 Aug 2017 @ 14:08
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