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Just Cause 4: Review

  Playstation 4 

Die Hauptmissionen kommen immerhin etwas spannender daher. Hier werden erst konkret die unterschiedlichen Klimazonen bewusst, denen man vor allem zu Beginn kaum begegnet. So geht es später auch in verschneiten wie sandigen Regionen zur Sache. Auf der anderen Seite kommen hier die von den Machern angepriesenen Naturgewalten innerhalb der Hauptmissionen zur Geltung. Es wirkt in der Tat schon nett, wenn man das erste Mal auf einen Tornado trifft oder man sich vor Blitzen in Acht nehmen muss. Der anfängliche Reiz verfliegt allerdings in Windeseile. Wirklich gefährlich wirken die unterschiedlichen Wetterformen nämlich nicht. Zwar kann ein Blitz natürlich auch mal das Leben kosten, aber sonst haben die Wetterschauspiele kaum Auswirkung auf das Gameplay. Viel gefährlicher sind die normalen Gegner, die stets in großer Überzahl antreten und teilweise eher für Überforderung und Frustmomente sorgen. Abseits der Hauptaufgaben bekommt man die Naturgewalten so gut wie gar nicht zu Gesicht. Somit relativiert sich das vermeintliche Killer-Feature schnell und bleibt weit hinter dem Potenzial, das diese Prämisse bietet, zurück.

Rasante Action

Dass es in Just Cause rasant zur Sache geht, ist man bereits von den Vorgängern gewohnt. Open-World-typisch kann man sich in der Welt frei bewegen und allerhand Fahrzeuge verwenden. Gerade die Bodenfahrzeuge kommen mit einer derartig schwammigen Steuerung daher, dass einige Missionsabschnitte wirklich nur mit viel Glück zu bewältigen sind. Helikopter und Flugzeuge steuern sich immerhin etwas eleganter. Per Nachschublieferung darf man sich immer noch Waffen und Fahrzeuge vorbeifliegen lassen und hat eigentlich stets einen passenden Untersatz zur Stelle. Zumeist ist man aber mit dem Gleitschirm und Wingsuit unterwegs.

Just Cause 4 Screenshot

Ein stets wichtiges Instrument ist dabei abermals der Greifhaken, der genauso der Fortbewegung dient, aber auch als Waffe eingesetzt werden kann. Im neuesten Serienteil wurde der Haken nochmals um einige Funktionen erweitert. Damit verfügt man über die Fähigkeit, Ballons mit dem Haken zu platzieren und so Feinde oder Gegenstände in die Luft zu befördern. Mit dem Zugmotor können etwa schwere Türe geöffnet werden, während man mit der Schubrakete zum Beispiel Fahrzeuge beschleunigen kann. Die unterschiedlichen Attribute können in zahlreichen Nebenaufgaben durch Modifikationen verbessert werden. In der Praxis wird einem der Einsatz jedoch viel zu selten wirklich abverlangt. Ein wenig konsequenter hätten die Macher mit ihren Neuerungen durchaus umgehen können, wobei auch die verwirrende Konfiguration der Greifhaken-Erweiterung negativ zu Buche schlägt.

Die Technik scheint aber ohnehin nicht der beste Freund von Just Cause 4 zu sein. Das wird schon beim ersten Blick in die Spielwelt klar. Die Gestaltung der Umgebungen kann sich zwar durchaus sehen lassen, doch einen wirklichen Fortschritt im Vergleich zum Vorgänger erkennt man nicht. Es kommt noch schlimmer: Kantenflimmern und ein permanentes Hintergrundrauschen begleiten einen die ganze Spieldauer über und sorgen dafür, dass die Texturen einfach nur unscharf wirken. Ruckler und gelegentliche Bild- sowie Spielfehler sind da fast schon das kleinere Übel, wobei auch diese qualitativen Fehlleistungen keine Seltenheit sind.

Just Cause 4
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Daniel Dyba am 07 Jan 2019 @ 04:26
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