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eCrossminton: Review

  Playstation 4 

Wenn Badminton, Squash und Tennis zu einer neuen Sportart verwoben werden, braucht man dafür einen schmissigen Namen. So entstand wohl folgerichtig die Sportart Crossminton, die auf allen möglichen Untergründen gespielt werden kann. Eine erste Umsetzung namens eCrossminton für die PlayStation 4 ließ nicht lange auf sich warten.

Eigentlich ist die Sportart, die man früher noch als Speedminton kannte, rasch erklärt. Das Spielfeld besteht aus zwei Quadraten, die mit einer Seitenlänge von knapp über 5 Metern versehen sind. Zwischen den beiden Feldern liegen fast 13 Meter. Ein Netz gibt es nicht. Die Dimensionen entsprechen dem Abstand auf einem Tennisspielfeld in halber Breite. Ziel ist es, 16 Punkte in einem Satz zu erzielen. Aufgeschlagen wird im Block mit drei Aufschlägen pro Spieler, wobei jeder gespielte Ballwechsel direkt punktet. Der Aufschlag wird von unten durchgeführt, analog dem Badminton. Punkte gibt es, sofern der Spielball - genannt Speeder - den Boden oder den Körper des Gegenspielers berührt.

Daydream Software wollte eine passable Umsetzung des schnellen Sports auf die Konsole bringen. Einen Low-Budget-Titel, der keine optischen Glanzlichter setzt und bei dem die Spielmechanik sowie die Spielmodi im Vordergrund stehen. Und so sieht man dem Titel das geringe Budget auch grafisch an. Zwar sind die Örtlichkeiten, egal ob Halle, Strand oder gar Urwald im Arcade-Modus, nett anzusehen,doch die Sportler wirken im Bewegungsablauf eher eckig, ja geradezu hölzern und wenig geschmeidig. Es gibt nur zwei nicht besonders übersichtliche Perspektiven, bei dem die Einschätzung der Flugkurven des Speeders nur anhand der Anzeige auf dem Boden, wo das Spielgerät wohl landen wird, zu erahnen ist. Eine Art Superschlag könnt ihr auslösen, wenn die Anzeige nach einigen Ballwechseln aufgeladen ist. Dann hämmert ihr das Spielgerät direkt auf den Körper des Kontrahenten oder platziert ihn perfekt auf den Boden und punktet. Aber Vorsicht:Auch solche Bälle kann man ins Aus spielen.

Neue Plätze und Spieler müsst ihr umständlich und vor allem langfristig freispielen, eine Unart der modernen Sportspiele wurde hier übernommen. Es ist doch besonders dann unglücklich, wenn man in einem Low-Budget-Titel nicht mehrere Stunden verbringen möchte, um alle Spielorte mal gesehen zu haben. Das Gameplay wirkt außerdem nicht ausgereift, die Geschwindigkeit und Wendigkeit im Spiel nicht imposant. Fast fühlt man sich unweigerlich eher an ein gemütliches Federballspiel erinnert, denn an eine so rasante Sportart, bei der eigentlich blitzschnelle Reaktionen gefragt sind. Ja, es gibt Spieler, die schnellere Schläge draufhaben, doch rasante Ballwechsel kommen kaum zustande, selbst wenn man es bewusst darauf anlegt. Ballwechsel über mehr als zehn Stationen gibt es nur selten zu erleben. So ist der Titel für Fans des Sports interessant, bedarf aber noch ein paar Verbesserungen. Immerhin: Die Entwickler arbeiten offenbar intensiv daran, denn der erste Patch mit deutlichen grafischen Verbesserungen erschien sehr schnell.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 07 Mai 2019 @ 19:26
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