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The Bard`s Tale: Review

  Playstation 2 


Rollenspiel-Light

Ebenfalls die Charaktergestaltung besitzt einige Unterschiede zu anderen Spielen. Während man am Anfang des Spiels noch bestimmte Charakterpunkte für Stärke, Ausdauer etc. vergeben kann, schalten die Entwickler während des Spiels auf Sparbetrieb um. Zwar kann man nach einem Level-up immer noch neue Charakterpunkte verteilen, und auch die Möglichkeit andere Eigenschaften, wie Zweihändigkeit für Waffen, kann man erlernen, doch möchte man seinen Helden mit bestimmten Waffen oder Rüstungen ausrüsten, schaut man zunächst in die Röhre, denn diese Funktion ist nicht vorhanden. Ferner tauscht der Barde stets seine Rüstung oder seine Waffe automatisch, sobald er eine bessere findet. Ebenfalls das Einsammeln von Gegenständen wurde wesentlich vereinfacht, allerdings nicht immer zum Positiven. Zwar ist es ganz angenehm, dass man von Gegnern fallen gelassene Gegenstände automatisch einsammelt, sobald man über diese hinweg läuft, doch wirft man danach einen Blick in sein Inventar, herrscht gähnende Leere. Warum? Ganz einfach, alle eingesammelten Gegenstände werden automatisch zu Gold umgewandelt. Dieses kann schliesslich bei Händlern in neue Waffen oder Rüstungen umgetauscht werden. Somit fallen auch Heiltränke leider dem Geldbeutel zum Opfer. Dafür kann der Spieler sich kostenlos heilen lassen, wenn er eine Kirche aufsucht. Des Weiteren kann er im Spiel Kristalle, so genannte Natternsteine, finden, mit denen er per Zauberspruch sich heilen kann. Die dritte Möglichkeit ist einfach Abzuwarten, bis sich die Lebensenergie wieder von selbst aufgefüllt hat, diese Methode dauert allerdings ziemlich lange.

Zwischen den einzelnen Levelabschnitten trifft der Barde gelegentlich zufällig auf Monster, die er erst besiegen muss, um weiterreisen zu können. Nicht ganz einverstanden sind wir allerdings mit der Minimap. Zwar zeigt sie immer zuverlässig den Punkt an, wo wir uns gerade befinden, doch als Hack`n Slay Spieler möchte ich stets den Weg wissen, wo ich als nächstens hingehen muss, um die aktuelle Aufgabe zu lösen. Zwar zeigt mir die Karte mit einem kaum sichtbaren Pfeil die Richtung zum Ziel an, allerdings nur wenn ich mich schon in dem betreffenden Zielgebiet befinde. Bin ich noch in einem anderen Levelabschnitt, sehe ich den Pfeil nicht und laufe orientierungslos durch die Gegend. Hier hätte man sicherlich noch einiges verbessern können. Des Weiteren sind wir nicht immer zufrieden mit der Kameraposition. Da diese praktisch aus der Vogelperspektive auf den Barden hinunterschaut, kann man nur sehr wenig von der Umgebung sehen, das ist nicht weiter tragisch. Gefährlich wird es nur, wenn sich ein Gegner hinter einem Baum versteckt und ich ihn erste sehe, wenn ich die Kamera gedreht habe. Eine automatische Kameraführung, die die Kamera stets hinter meinem Charakter platzieren würde, wäre hierbei wesentlich hilfreicher gewesen. Auch das Kampfsystem mag nicht immer überzeugen. So dauert es viel zu lange, wenn man den Angriffsbutton drückt, bis der der Schlag dann tatsächlich im Spiel ausgeführt wird.

Technik

Grafisch präsentiert sich uns The Bard`s Tale auf der PS2 gerade noch aktuell. Zwar müssen die Spieler auf besondere Effekte verzichten, dafür gibt`s schön animierte Charaktere. Leider wirken die Landschaften allesamt recht trist und einfallslos, oftmals ähneln sich die Levels doch sehr, sodass man meint sich im Kreis zu bewegen.

Professionelle Sprecher sorgen für eine erstklassige Audiobewertung. Ubisoft hat es geschafft den Witz der englischen Originalversion auch bei der deutschen Fassung beizubehalten. Zynische und witzige Kommentare sorgen dafür, dass der Spieler aus dem Lachen nicht mehr herauskommt. Ständig nimmt das Spiel andere Rollenspiele auf die Schippe, doch auch der Spieler selbst bleibt davor nicht verschont, so verarschen auch die NPCs den Barden öfters und schicken ihn auf völlig unnütze Abenteuer. Zwar wird das Spiel nach ein paar Stunden voraussehbar, da fast jeder Satz auf Witz aus ist, doch darüber kann man getrost hinwegsehen. Besonders gut gefallen haben mir übrigens die witzigen Wortgefechte zwischen dem Barden und dem Geschichtenerzähler.

The Bard`s Tale
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Alexander Boedeker am 11 Apr 2005 @ 07:24
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