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Taito Legends 2: Review

  Playstation 2 

Geschick und Logik

Obwohl die Schiess- und Rennspiele definitiv die Mehrzahl darstellen, lassen sich bei "Taito Legends 2" auch noch andere Treffer finden. Der Titel "Alpine Ski" aus dem Jahre 1982 folgt eigentlich gar keiner schlechten Idee: Auf Skiern dürft ihr einen Berg herunterrasen und dabei Bäumen und anderen Skifahrern ausweichen sowie Punkte sammeln. Die Steuerung ist sehr gewöhnungsbedürftig, doch nach einer gewissen Übungszeit hat man den Dreh raus. Leider ist das Spiel bis dahin langweilig geworden. Ein weiteres Sportspiel ist "Football Champ". Im Gegensatz zu "Alpine Ski" ist dieser Titel um einiges gelungener: Die Steuerung ist zweckgemäss, ein einfacher Einstieg ist gewährleistet und die künstliche Intelligenz des gegnerischen Teams derart beschränkt, dass es schon beinahe wieder lustig ist.

Ein weiteres bekanntes Spiel ist "Qix", welches bestimmt einige von euch bereits in anderen Formen gespielt haben. Ihr müsst Kästchen von einem Punkt zum anderen ziehen, um den Bildschirm auszufüllen. Dabei treten euch verschiedene Hindernisse in den Weg: Am Rand sausen blinkende Punkte hin und her, welche euch bei Berührung ein Leben abziehen. In der Mitte befindet sich der so genannte Qix, ein Monster, welches sich mit wabbelnden Bewegungen vergrössert und wieder verkleinert und euch bei Kontakt mit einer noch nicht abgeschlossenen Klötzchenreihe sofort tötet. Ausgedehnter Spielspass garantiert!

Auch von den einfachen Schlägerspielen gibt es eine Menge. "Kuri Kinton", ein etwas bieder geratener "Kung Fu Master"-Klon, der leider nichts bietet, ausser eine komische Aufmachung. Der Held schlägt wild um sich und versucht seine Gegner mit Fusstritten zu überwältigen. Bei wildem Herumgehämmere auf dem Controller kommt ihr vielleicht sogar einmal in den Genuss eines Specialmoves. Die Kampfschreie könnt ihr nicht hören, dafür umso besser sehen: In Form gezackter Comicblasen, welche über dem Kämpfenden auftauchen. Ein weiterer Vertreter der Prügelspiele ist "Violence Fight", welcher etwas enttäuscht. Die Animationen lassen zu wünschen übrig, die Steuerung ist langsam und gewöhnungsbedürftig und die Hintergründe sind langweilig.

Geschicklichkeitsspiele wie "Crazy Ballon" oder "Puchi Carat" runden das Angebot ab. In "Crazy Balloon" steuert ihr einen Ballon durch ein Labyrinth mit stacheligen Wänden, welche eure Kugel beim kleinsten Kontakt zerplatzen lassen. Da die Steuerung es nicht möglich macht, den Ballon mit ruhiger Hand auf seiner Bahn zu halten, sondern dieser immer leicht hin und her schwankt, ist dieses Spiel nur etwas für die ganz Ruhigen unter euch. ?Puchi Karat? ist ungleich anspruchsvoller und komplexer aufgebaut, macht aber dementsprechend auch mehr Spass. Ausgestattet mit einem Duellmodus, wo ihr gegen menschliche Mitspieler oder den Computer antreten könnt, sorgt dieser Titel für einen immensen Spielspass.

Grafik, Sound und Menü

Wer noch die ersten Titel auf der PlayStation 1 gespielt hat, sollte kein Problem mit der Grafik haben, alle anderen dürfen sich auf einen kleinen Schock vorbereiten. Die Spiele wurden eins-zu-eins von den beinahe schon antiken Arcade-Spielautomaten übernommen. Dies ist Taito überraschend gut gelungen. Es tauchen selten Fehler auf, und wenn, dann hatte das Original bereits damit zu kämpfen. Oft stellen einige Pixelhaufen einen Gegner dar, der mit sehr viel Fantasie auch als solcher erkannt werden kann. Nach originial japanischer Manier sind die Levels durch die Bank bunt und fröhlich gestaltet, bei den jüngeren Titeln kann man sogar sagen, die Grafik ist gelungen. So zum Beispiel beim 3D-Ballerspiel "G-Darius", welches PlayStation 1-Besitzer sogar noch aus früheren Zeiten kennen dürften. Das Menü ist passend zu den Spielen karg und funktionell aufgebaut. Im Hauptmenü werden die Spiele gewählt und im jeweiligen Spielemenü können dazu noch weitere Einstellungen vorgenommen werden. Die meisten Einstellungen sind jedoch ziemlich überflüssig. Wieso sollte man unendlich viele Leben haben, wenn man nach dem Ableben nur wieder per Schultertaste beliebig viele Münzen einwerfen kann, um an derselben Stelle weiterzumachen? Dadurch verlieren die meisten, teils auch anspruchsvollen Spiele immens an Frustpotential.

Die Musik ist ebenfalls ein Schock für Ohren, welche Soundtracks höchster Qualität untermalt mit authentischen Soundeffekten gewohnt sind. Doch die quietschigen Spielautomaten-Stücke unterstützen die Retro-Atmosphäre ebenso wie die Grafik und das Menü. Der Spieler wird voll und ganz in eine Spielhalle der späten Siebziger katapultiert.

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Judith Maag am 15 Jun 2006 @ 23:52
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