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Heavy Rain: Review

  Playstation 3 

Shenmue hat damals einen ersten Schritt gemacht, dem herkömmlichen Level-Design den Rücken zu kehren. Mit der frei begehbaren Welt, dem Tag-Nacht-Rhythmus und besonders mit der Tatsache, dass bestimmte Entscheidungen oder missratene Aktionen direkten Einfluss auf den Verlauf der restlichen Geschichte haben, lieferte Shenmue ein realitätsnahes Gameplay. Quantic Dreams hat jenes Spielerlebnis gestrafft. Man verzichtet auf das Herumlungern und den selbstbestimmten Tagesablauf und versetzt den Spieler in einzelne Szenen, die aneinander gehängt ein cineastisches Spielerlebnis offenbaren. Der Spieler wird immer wieder mit Situationen konfrontiert, in denen er Entscheidungen mit Tragweite treffen muss. Zudem hat man die Frequenz von Quick-Time-Events, bei denen man sofort die richtige Taste drücken muss, erhöht. In Fahrenheit angetestet, bringt man es in Heavy Rain nun zur Vollendung und bewegt sich damit nicht auf der Hangseite von Videospielen, sondern orientiert sich im Ablauf deutlich am Film.

Heavy Rain als emotionaler Trip

Vier Personen gehen mit unterschiedlicher Motivation einer Mordserie an der Ostküste der USA nach. Alles beginnt ruhig und mit einem Rückblick auf das perfekte Leben des Ethan Mars, was gleichzeitig als Einführung in das Steuerungskonzept fungiert. Von Sonnenstrahlen geweckt, zwingt man die Figur zum Aufsitzen, indem man den Joystick in die von einem Icon angezeigte Richtung bewegt. Ein Schritt ans Fenster lässt erneut ein Icon erscheinen, mit dem man die Türe zum Balkon aufschieben kann. Wer mag, kann hinaus treten und seine Figur über das Geländer blicken lassen. Mit einem Tastendruck werden die Gedanken der Figur angezeigt, die je nach Situation ruhig oder zitternd um den Kopf kreisen. Jedem Gedanken ist eine Taste zugewiesen und lässt den Spieler so die vollständige Einschätzung der Lage abrufen, wobei die Schrift teilweise etwas klein geraten ist. Auf die gleiche Weise werden in Dialogen Antwortmöglichkeiten eingeblendet.

Ethan Mars möchte am Morgen erst einmal eine Dusche nehmen und sich anziehen. Die Vorwärtsbewegung der Figur erfolgt mit der R2-Taste, während der linke Analogstick für die Kopfrichtung zuständig ist. Mit dem rechten Stick werden ausschliesslich Aktionen ausgeführt. Während man durch das Zimmer geht, entdeckt man ein Blatt Papier am Boden. Ein Icon mit einem Pfeil nach unten zeigt an, dass man das Objekt aufnehmen und lesen kann. Auch die Türe muss anschliessend mit einer Joystickbewegung geöffnet werden. Nach der erfolgten Dusche kann man sich die Zähne putzen und den Bart rasieren (- muss es aber nicht). Mit langsamen Bewegungen folgt der Rasierapparat den angezeigten Pfeilrichtungen. Kompliziert wird es in der Ausführung nie. Oben, Unten, Rechts, Links und Kreis- oder Viertelkreisbewegungen dominieren.

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Severin Auer am 08 Feb 2010 @ 02:07
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