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Killzone 3: Review

  Playstation 3 

Visuelle Meisterleistung

Ein Grund dafür, dass die verschiedenen Schauplätze in Killzone 3 dermassen gut zur Geltung kommen, ist die grafische Leistung des Titels, welche wie schon beim Vorgänger eindrücklich daher kommt. Auch der dritte Teil spielt optisch in einer Liga, zu der man im Konsolenbereich ansonsten nur Titel wie Uncharted 2 oder God of War 3 zählen kann. Dabei sind die Vorzüge der erprobten Engine so eingesetzt worden, dass sie den jeweiligen Locations eine äusserst authentische und packende Atmosphäre verleihen. Mal ist die Luft mit feinen Aschepartikeln angereichert, dann sorgen landende Transportschiffe für ein verblüffend realistisch wirkendes Schneegestöber und wiederum anderorts tragen fliegende Zeitungsfetzen und nebliger Dunst zur schummrigen und heruntergekommenen Stimmung bei. Dass das Spielgeschehen dabei, bis auf gelegentlich auftretende und insgesamt nicht sonderlich störende Nachladeruckler, flüssig vonstatten geht, ist besonders lobenswert. Lediglich die Zwischensequenzen sind stellenweise etwas unsorgfältig und ruppig geschnitten und hinken der restlichen Präsentation damit hinterher.

Killzone 3 Bild
Begleitet wird die brillante Optik des Titels von einem epischen orchestralen Soundtrack aus der Feder des Holländers Joris de Man. Während des eigentlichen Spiels dürft ihr mit hektischen, adrenalinfördernden Rhythmen rechnen - allerdings überrascht der Komponist erst in den Zwischensequenzen mit wirklich ausgefeilten und eindrücklichen Kompositionen. Insgesamt fügen sich Soundkulisse und Edeloptik nahtlos aneinander und bringen das actionlastige Spielgeschehen stets bestens zur Geltung.

Ab ins Online-Getümmel

Angesichts der kurzen Kampagne sind wir auch diesmal wieder froh über den umfangreich geratenen Mehrspielerpart des Titels, der direkt auf dem Angebot des Vorgängers aufbaut. Der von uns schon damals gelobte Warzone-Modus ist wieder zurück und lässt euch ohne grössere Wartezeiten diverse klassische Multiplayer-Disziplinen am Stück durchlaufen. Die interessanteste Neuerung kommt aber in Form der neuen Variation Operations daher. Auch hier tritt ein Team der ISA jeweils gegen eine Gruppe von Helghast an, wobei sich aber eine Art Mini-Kampagne samt kurzen Zwischensequenzen abspielt. So muss die ISA etwa erst den äusseren Verteidigungsring einer Basis sprengen, während die Helghast in der Defensive bleiben. Gelingt der Durchbruch, geht es in die nächste Spielphase, wo beide Gruppen ein neues Missionsziel erledigen müssen. Das Fortschrittsgefühl, das sich während dieser Variante einstellt, ist äusserst motivierend und entsprechend würde es uns kaum überraschen, derartige Missionen künftig vermehrt auch in anderen Shootern anzutreffen. Schade ist lediglich, dass der Operations-Modus bislang gerade einmal drei verschiedenen Karten zur Auswahl bietet.

Das Rückgrat des Mehrspielerparts bildet nach wie vor das auf Erfahrungspunkten basierende Fortschrittssystem. So dürft ihr gewisse Waffen zwar erst nach und nach freischalten - allerdings sind auch die Grundklassen von Anfang an stark genug, um im Getümmel mitmischen zu können. Wer vor dem Antreten gegen andere Spieler etwas üben will, kann dies im Bot-Modus gegen computergesteuerte Gegner tun. Insgesamt dürfte euch der Multiplayer-Part des Titels noch lange Zeit nach Beendigung des Einzelspielermodus beschäftigen. Trotzdem bleibt angesichts der immer noch fehlenden online spielbaren Koop-Kampagne ein etwas bitterer Nachgeschmack.

Killzone 3
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Ettore Trento am 08 Mrz 2011 @ 19:47
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