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Game of the Year: PlayStation 3 Special 2009

  Playstation 3 

2009 wurde der PlayStation 3 so einiges zugemutet. Um den hohen Fettanteil am Gehäuse loszuwerden, wurde sie in ein Fitnessstudio geschickt. Ziel: Eine Gewichtsabnahme um satte 36%. Mit der Hilfe von zehn hier in diesem Special näher bezeichneten Schwergewichten hat sie das auch geschafft und lief im September des vergangenen Jahres sämtlichen Topmodels den Rang ab. Doch das Ende der Fahnenstange ist natürlich noch nicht erreicht, was der Ausblick auf das Jahr 2010 auch deutlich zeigt. Spiele grösserer Masse wie God of War III oder Gran Turismo 5 warten nämlich noch darauf, gestämmt zu werden.

Angesichts der hochkarätigen Neuerscheinungen des Jahres 2009 ist es nicht weiter verwunderlich, dass, wie schon 2008, ein Grossteil der besten zehn Spiele stark actionlastig sind. Ob unsere Redakteure nun mit Nathan Drake längst vergessene Dschungelgebiete durchforstet haben, in der Rolle von Chris Redfield einem untoten Mob in Afrika die Hölle heiss machten oder mit der anzüglichsten Hexe überhaupt auf Engelsjagd gegangen sind - die ansonsten sonnigen Wetterzustände wurden immer wieder durch heftige Bleigewitter unterbrochen.

2009 bot allerdings nicht nur bleihaltige Luft, sondern sorgte auch mit diversen Kontroversen rund um das Thema Gewalt in Videospielen immer wieder für massig Gesprächsstoff, was sich in der Veröffentlichung von Call of Duty: Modern Warfare 2 eindrucksvoll gipfelte. Über den umstrittenen Flughafen-Level zanken sich noch heute Videospieler und Politiker aus allen Teilen der Welt. Ist ein virtuelles Massaker an unschuldigen Zivilisten ethisch vertretbar? Dienen solche Darstellungen der Abschreckung? Ist Zensur in Videospielen wirklich nötig? Fragen, über deren Beantwortung nach wie vor Uneinigkeit herrscht. Fest steht in dieser Hinsicht nur eines: Modern Warfare 2 ist eine Achterbahn des Action-Genres: Mitreissend und atemberaubend.

Weit nach vorne haben es aber nicht nur die üblichen Verdächtigen geschafft, sondern auch einer der Superhelden schlechthin: Batman, der endlich mit einer entsprechenden Versoftung gewürdigt wurde. Arkham Asylum entführte die Spieler in der Haut der menschlichen Fledermaus in eine von Oberbösewicht Joker kontrollierten Irrenanstalt - und wurde dafür von der GBase-Redaktion mit Lob nur so überschüttet.

Kommen wir nun also zu einer detaillierten Ansicht der Sieger des Jahres 2009!

 

Uncharted 2: Unter Dieben

 

GBase-Score


9.5">


9.5



Von Wille Felix Zante

Noch bombiger, noch fetziger, noch mehr hiervon, noch mehr davon - und alles so wahnsinnig bunt und detailliert! Die erste Hälfte des Spiels lässt euch vor lauter Abwechslung, Explosionen und witzigen Dialogen kaum zum Atmen kommen, und auch danach wird es nicht langweilig, man hat sich nur an das Brachiale der Erzählung gewöhnt. Das Gute ist: Selbst wenn ich einen Abschnitt vergeigt hatte, habe ich allein wegen der butterweichen Animationen und der nie identisch ablaufenden Schiessereien sofort Lust gehabt, gleich noch einen weiteren Anlauf zu starten, zumal es keine bis sehr kurze Ladezeiten gab, wenn Drake mal seinen verfrühten Bildschirmtod fand. Und ab und zu läuft man in bester Crash Bandicoot-Manier einfach mal weg, mit passend verstellter Kamera. Dazu noch der Mehrspielermodus - selbst mit depperten Kollegen, die alle paar Minuten abgeknallt wurden, machte es Spass, konnte man doch immer mal wieder stilvoll durchs Kampffeld hechten und die Idioten wiederbeleben - und dafür gibt's auch noch Punkte.

Uncharted 2 - Spass pur! So hätte der Untertitel auch lauten können, die einzigen Mankos waren tatsächlich die etwas langwierigen Bossfights und die Tatsache, dass Victor Sullivan nur so eine kleine Rolle spielte. Auch werden die Kämpfe später richtig schwer - oder eher herausfordernd.

Publisher:

Sony
 

Entwickler:

Naughty Dog
 

Genre:

Action-Adventure
 
  

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- offizielle Website 
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Resident Evil 5

 

GBase-Score


9.0">


9.0



Von Christian Breitbach

Lange hat mich kein Spiel mehr so lange an den Fernseher gefesselt wie Resident Evil 5. Das liegt einfach daran, dass hier fast alles stimmt und an den Rand der Perfektion getrieben wurde. Bereits früh im Spiel wird klar, dass sich der fünfte Teil nahtlos an den vierten anschliesst. In der Rolle von Chris Redfield, bekannt aus Resident Evil 1 und 2, geht es auf Monsterjagd. Das Kapitel Untote wurde ja im Vorgänger schon abgeschlossen und ein neuer Abschnitt mit den menschenähnlichen Monstern eingeleitet. Hierbei gibt es weniger Rätsel und Gruselmomente, dafür aber jede Menge Action!Diese wird quasi das ganze Spiel über auf einem sehr hohen Niveau durchgezogen. Mal werdet ihr von Monstermassen durch die afrikanischen Dörfer gejagt, ein anderes Mal geht es durch dunkle Minenschächte und ehe ihr euch verseht, erwischt ihr euch beim Abschlachten zahlreicher Gegner mit dem vollautomatischen Standgeschütz. Ergänzt wird das wilde Treiben durch die interessanten Bosskämpfe an verschiedenen Schauplätzen.

Besonders überrascht hat mich auch die technische Seite. Zwar müsst ihr vor dem Erststart erst mal eine zehnminütige Festplatteninstallation über euch ergehen lassen, dafür kommt das Spiel aber gänzlich ohne Ladezeiten aus. Das ist gerade deshalb beeindruckend, weil euch eine atemberaubende Grafik mit einer konstanten Framerate präsentiert wird. Nach Herstellerangaben ist eine Framerate um die 60 angestrebt. Ob der Wert letztlich auf der Konsole erreicht wird, kann ich nicht sagen, aber es läuft jedenfalls ohne Ruckler oder Slowdowns. Neben der tollen Optik sind vor allem die filmreif inszenierten Zwischensequenzen ein Hingucker. Abgerundet wird die technische Sektion mit einer dramaturgischen Musikuntermalung und einer guten Synchronisation.
Mängel lassen sich in Resident Evil 5 nur auf hohem Niveau finden. Zu bemängeln wären die wenigen echten Gruselmomente, das etwas umständliche Inventar, die unheimlich grosse Waffenvielfalt, die euch jede Übersicht raubt, und die teils unfairen Quick-Time-Events.

Man könnte auch noch monieren, dass vom Resident Evil-Ursprung wenig übriggeblieben ist und der ganz grosse Wow-Effekt, Anspielung auf das Zitat "Eine neue Generation von Angst", ausbleibt. Die Spieldauer könnte auch etwas länger sein, denn nach zehn Stunden ist der Story-Modus schon durchgespielt. Aber das sind meines Erachtens Nebensächlichkeiten, die den Titel auf eine Neuner-Wertung herunterdrücken. Den Award bekommt es trotzdem noch verpasst. Und jetzt entschuldigt mich, ich muss weiter auf Monsterjagd gehen. Apropos: Ich spreche natürlich eine Kaufempfehlung aus.

Publisher:

Capcom
 

Entwickler:

Capcom
 

Genre:

Action-Adventure
 
  

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Andy Wyss

 
Andy Wyss am 15 Jan 2010 @ 07:53
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