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PlayStation Move: Event Special

  Playstation 3 

Sony hat mit dem Move gewinkt und die Journalisten eilten herbei, um das neue Spielzeug mit kritischem Blick zu begutachten. Bereits im Vorfeld musste sich der Move wie auch Microsofts Kinect die Kritik gefallen lassen, lediglich die Bewegungssteuerung von Nintendos Wii zu kopieren, anstatt neue Wege zu gehen. So einfach ist die Sache am Ende aber doch nicht, denn Sonys Konzept ist trotz vieler Ähnlichkeiten zumindest in technischer Hinsicht als Fortschritt zu werten.

So muss vorab gesagt sein, dass die Hardware als solche einen sehr soliden Eindruck macht, gut in der Hand liegt und hervorragend funktioniert. Die integrierten Sensoren scheinen hochwertig zu sein und die Verarbeitung des beachtlichen Datenstroms, den die Controller mittels Bluetooth kontinuierlich an die Konsole senden, gut zu funktionieren, denn die Steuerung hat keine spürbare Verzögerung, kann sehr direkt sein und ist in einigen der bald erhältlichen Spiele verblüffend präzise. In anderen allerdings weniger bis gar nicht, und das ist ein zentraler Punkt, den es zu bedenken gilt: Sony stellt mit dem Move ein Steuerungskonzept beziehungsweise -system zur Verfügung, das von Entwicklern genutzt und in ihren Spielen implementiert werden kann. Der Erfolg der Bewegungssteuerung liegt deshalb nur bedingt in Sonys Händen, denn es kommt vor allem darauf an, was die Entwickler aus der Technologie herauskitzeln können. Schaut man sich die Titel an, die uns an diesem Tag vorgesetzt wurden, kann man eine grosse qualitative Bandbreite erkennen.

PlayStation Move Bild
Auf der einen Seite des Spektrums findet man Spiele wie EyePet, die das Beste aus der Technologie machen. Die Interaktion mit den virtuellen Kuscheltieren geht flott und intuitiv von der Hand. Die Umgebung und die Spieler, die von der Kamera gefilmt werden, werden als Hintergrund verwendet, der mit den EyePets überlagert wird, die sich darin bewegen, als wären sie real. Selbst der Move-Controller wird in Echtzeit mit verschiedenen Grafiken überlagert, so dass man einmal einen Scanner in der Hand hält und ein andermal ein Spielzeug. Der Effekt ist sehr gelungen und zeigt, wozu der Move in der Lage ist.

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Sports Champion dagegen ist ein klassisches Beispiel dafür, wie gut der Move funktionieren kann, wenn er es denn tut. Das Bogenschiessen zum Beispiel wurde spielerisch sehr gut umgesetzt und liess Wettkampfstimmung aufkommen. Leider schien die Kamera alle paar Minuten die exakte Position des einen oder des anderen Spielers zu verlieren, was immer wieder Kalibrierungen nötig machte. Unklar war zunächst, ob es sich dabei um eine Schwäche der Software handelte oder ob wir im Abstand von rund drei Metern (!) von der Kamera zu nahe dran waren, damit diese die zwei Spieler erfassen konnte, die nebeneinander davorstanden. Schon nach wenigen Runden erwies sich die Prozedur als dermassen zermürbend, dass wir uns anderen Spielen zuwandten.

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Luca Cannellotto

Tags:
Move
Arc

 
Luca Cannellotto am 06 Sep 2010 @ 20:19
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