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Game of Thrones - A Telltale Games Series: Special

  Playstation 4 

Episode 3: The Sword in the Darkness

Die ersten beiden Episoden von Telltales Game-of-Thrones-Epos wussten mit zahlreichen Wendungen zu überraschen und ließen uns immer tiefer in das schwere Schicksal des Hauses Forrester abtauchen. Vor allem nach der starken zweiten Episode war es fraglich, ob Telltale es schafft, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Zum Glück hatten wir kaum Zeit, über diesen Gedanken auch nur die Stirn zu runzeln, denn in Episode 3 geht es von der ersten Spielminute an – im wahrsten Sinne des Wortes – heiß her.

Abermals schlüpfen wir in die Rollen der verschiedenen Mitglieder des Hauses Forrester und kämpfen an vielen Fronten, egal, ob mit Waffe oder Wort, gegen den drohenden Niedergang der sympathischen und loyalen Familie. So kommen wir in der Rolle des verlorenen Sohnes Asher gleich in mehrere brenzlige Situationen, an deren Ende uns jedoch eine ganz besondere Audienz mit einer der wohl beliebtesten Figuren der Serienvorlage erwartet. Mit Mira verstricken wir uns immer tiefer in das intrigante Ränkespiel in King's Landing, bei welchem wir auch bitter feststellen müssen, dass bei Hofe ein einziges falsches Wort reicht, um Freund-Feind-Verhältnisse signifikant und kaum vorhersehbar zu verschieben. Am interessantesten sind jedoch wohl die Handlungsstränge, die sich um Rodrik und Gared entfalten.

Game of Thrones - A Telltale Games Series Bild
So bringen wir mit Rodrik essenzielle Informationen in Erfahrung. Doch gerade deshalb sehen wir uns in dieser Episode regelrecht dazu gezwungen, unser Empfinden von Recht und Unrecht komplett hinten anzustellen. Und bei dem Versuch, möglichst langfristig zu denken, haben wir herbe Demütigungen in Kauf zu nehmen. Wir erinnern uns kaum an Momente in Videospielen, in welchen man so stark gegen seine eigenen Affekte mit Logik und Vernunft anzureden hatte, um zu unterbinden, sich richtig verhalten zu wollen – und damit auf lange Sicht vielleicht genau das Gegenteil zu bewirken. Chapeau.

Vor allem Gareds Handlungsstrang, der ja bisher mehr oder weniger ereignisreich vor sich hinkleckerte, nimmt an Fahrt auf. Zwar hat er das Schwarz angelegt und sich zu lebenslangem Dienst an der Mauer verpflichtet, doch natürlich bietet sich auch ihm eine einzigartige Möglichkeit, aus seinem sozialen Exil heraus eventuell einen entscheidenden Schritt zu tun, um dem Haus Forrester einen großen Vorteil im Kampf gegen die ungerechtfertigte Unterdrückung zu verschaffen – jedoch nicht ohne weitreichende, wenn nicht gar verheerende persönliche Konsequenzen.

Fazit von Jessica Rehse (Xbox One)
Telltale beweist abermals, dass man Geschichten erzählen kann. Episode 3 knüpft nahtlos an die spannende Atmosphäre der vorherigen Folgen an und hat inhaltlich wieder einiges zu bieten. Da stört es kaum, dass die Figurenanimationen mitunter etwas hölzern anmuten und vor allem die Umgebungstexturen grosse Kontrastschwächen aufweisen, denn wir kleben den Protagonisten eh nur an den Lippen und verfolgen die herausragend geschriebenen und vertonten Dialoge, und versuchen, die liebgewonnenen Charaktere mit möglichst heiler Haut durch ihre Erlebnisse zu begleiten – was uns leider nicht immer so gut gelingt. Wir sind gespannt, was für Erschwernisse in Episode 4 auf uns und das Haus Forrester warten.

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Patrick Recknagel am 30 Dez 2015 @ 20:12
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