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Hitman: Special

  Playstation 4 

Die zweite Seite der Medaille

Es dürfte auf der Hand liegen, dass wir auf spielerischer Ebene absolut begeistert vom neuen Hitman-Abenteuer sind. Doch auch abseits der neuen Hauptepisoden hat sich viel im Spiel getan. So werden dem Spielmenü regelmäßig sogenannte schwer zu fassende Ziele hinzugefügt. Wem die Hauptmissionen noch nicht knifflig genug sind, der kann sich im Rahmen dieser Zusatzziele noch weiter ausprobieren. Denn ein solcher Auftrag ist nur zeitlich begrenzt verfügbar, und es gibt auch nur einen Versuch, diesen abzuschließen. Wer hier nicht perfekt plant, kann diesen Auftrag nicht zum Abschluss bringen, da das Ziel danach für immer verschwindet.

Zudem findet sich mittlerweile neben den dutzenden Eskalations-Aufträgen mit alternativen Zielen auch an jedem Schauplatz eine Zielperson der sogenannten "Sechs aus Sarajevo". Diese gut ausgebildeten ehemaligen Militärs sind verständlicherweise nicht minder anspruchsvoll zu eliminieren. Wem das alles noch nicht genug ist, der kann auch auf eine Fülle von Community-Aufträgen zugreifen oder im Rahmen eines eigenen Spiels einfach selbst welche erstellen und der Spielergemeinschaft zur Verfügung stellen. Wer sich also nicht daran stört, in den immer selben Arealen immer wieder andere Zielpersonen mit alternativen Verkleidungen und Methoden ins virtuelle Nirwana zu befördern, dürfte bei Hitman mit dem Spielen nicht fertig werden.

Hitman Bild
Auch technisch hat sich durchaus etwas getan. So sind die Ladezeiten merklich kürzer geworden, und in der Menüführung sowie dem Inventar wurde etwas aufgeräumt. Leider gibt es vor allem bei den Herausforderungen noch immer zahlreiche fehlerhafte Textstellen, durch welche man nicht angezeigt bekommt, was getan werden muss, um Herausforderung XY zu bestehen. Ganz kreative Naturen bestehen bestimmt auch ohne Hinweis die Herausforderung, beide Zielpersonen ungesehen mit einer Kokosnuss zu töten. Für die weniger Fantasievollen wäre es jedoch bestimmt erfreulich, die Voraussetzungen nachlesen zu können. Doch an dieser Stelle handelt es sich um Meckern auf hohem Niveau, da ein fehlerhafter Text dem Spielspaß absolut keinen Abbruch tut.

Was den Spielspaß jedoch durchaus negativ beeinflussen kann, ist die noch immer anhaltende Unterscheidung in Online- und Offline-Spielstände. Wer auf alle Features und Aufträge von Hitman zugreifen möchte, muss zwingend mit dem Internet verbunden sein. Bricht die Verbindung aus welchen Gründen auch immer einmal ab, ist der Spielfortschritt seit der letzten Speicherung verloren und das Spiel wechselt in den Offline-Modus. Das wäre auch nur halb so ärgerlich, wenn die Spielstände mittlerweile untereinander kompatibel wären. So konnten wir während der Testphase einmal nicht auf unsere Spielstände zugreifen, weil Wartungsarbeiten am Server eine Verbindung unmöglich machten. Wir mussten verärgert die Konsole wieder ausschalten, weil wir im Offline-Modus unsere angefangene Mission nicht weiterspielen konnten. Wenn man schon zu einer permanenten Breitbandanbindung gezwungen wird, sollte man sich solche Ärgernisse in unseren Augen eigentlich verbieten.

Zu guter Letzt gibt es noch eine Kleinigkeit, an der wir uns gestört haben: die Story. Dies ist in unseren Augen dem uns sowieso eher unliebsamen Episodenformat geschuldet. Denn zwischen den einzelnen Schauplätzen haben kurze und nur lose zusammenhängende Zwischensequenzen eine grobe Rahmenhandlung erzählt, die auch nach Abschluss der finalen Episode noch immer kein zusammenhängendes Bild ergeben. Indem man dann noch schnell ein "Staffel 1" in den Titel nachschob, könnte die unfertige Handlung vielleicht noch gerechtfertigt werden. Besonders kundenfreundlich finden wir das jedoch nicht, da dies zu Staffelbeginn noch anders kommuniziert wurde und man so eher das Gefühl hat, hier ein unfertiges Produkt erworben zu haben.

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Jessica Rehse am 11 Nov 2016 @ 21:31
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