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E3 Expo 2006: Reportage zur Sony Pressekonferenz

  Playstation 3 

Interessantes von EA

Neben einigen neuen Spielen und kleinen Spielereien gab es jedoch auch ein paar technische Details, die letztes Jahr durch einige Techdemos abgedeckt wurden. Dieses Jahr geht die Innovation allerdings von Electronic Arts aus. Denn anstatt einfach immer bessere Texturen und mehr Details in die Stadien der Sportspiele zu packen, besinnt man sich stattdessen auf realistischere Bewegungen und Emotionen der Charaktere. Als Vorführobjekt musste dazu NBA Live 07 herhalten, das im direkten Vergleich zu seinen PS2-Vorgängern gestellt wird.

Als erster Punkt ist dabei

Procedural Awareness

zu nennen. Hierbei handelt es sich vor allen Dingen um realistische Reaktionen der Spieler auf die Ereignisse in ihrer Umgebung. Deutlich gemacht wird das durch ein Kreuz, welches zum Beispiel den Ball darstellen könnte. Sofort fällt auf, dass der Spieler mit dem Kopf und seinen Augen das Objekt verfolgt, anstatt einfach geradeaus zu schauen. Ein zweites Kreuz wird hinzugefügt, welches einen anderen Spieler repräsentieren könnte. Das Objekt wird direkt am Spieler vorbei bewegt, welcher daraufhin eine Schulter zurück wirft und sich nach hinten umschaut, was denn dort überhaupt los ist. Wie gross der Unterschied zu früher ist, zeigt der Vergleich mit den PS2-Vorgängern. Wieder werden die Objekte in die Umgebung gebracht, doch der Spieler starrt einfach geradeaus vor sich hin. Ganz gleich, wie sehr mit dem Objekt herumgefuchtelt wird. Erst der zweite Gegenstand sorgt für eine Reaktion, doch anstatt lediglich Kopf und Schulter zu bewegen, macht die Figur eine Drehung um mehr als 180 Grad. Gelächter schallt durch das Publikum.

Ebenfalls sehr schön gelungen ist das

Footplanting

. Man betrachte einfach folgende Aufgabe: Ein Spieler soll sich einmal um 360 Grad im Kreis drehen. Eigentlich ganz leicht, oder? Genau, man macht ein paar extrem kleine Schritte und schon ist alles erledigt. Mit Footplanting ist dies nun auch in Spielen möglich. Jeder notwendige Schritt wird durch Aufsetzen eines Fusses beendet. Eine ganz normale Sache, die jeder von uns täglich, ohne darüber nachzudenken, erledigt. Ein Blick auf die alten Basketballspiele zeigt jedoch, was bisher der Fall war. Anstatt tatsächlich die Füsse zu bewegen, wurde einfach der komplette Körper ohne jede Muskelbewegung um 360 Grad rotiert. Ganz so, als stünde die Person auf einer leicht drehbaren Platte.

E3 Expo 2006 Bild
Als letzter Punkt hält

Responsiveness

her. Hier wird deutlich gemacht, dass sich der Spieler vollkommen frei im Raum bewegen kann. Ob es nun in einem Winkel von fünf, fünfzehn oder fünfundzwanzig Grad ist, ganz egal, es gibt keinerlei Beschränkungen. Das lässt natürlich auch spielerisch wesentlich mehr Möglichkeiten zu, da die Laufwege deutlich präziser gestaltet werden können. Ein Blick zurück zur PS2 zeigt, dass damals lediglich Richtungswechsel in Schritten von 45 Grad möglich waren. Eine Live-Demonstration des Spiels im Trainingsraum zeigt all diese Bewegungen in Aktion und macht deutlich, dass gerade die akkuraten Bewegungen für viel Realismus sorgen.

Nach NBA Live 07 schwenkt EA direkt herüber zu Tiger Woods, mit der wohl anspruchsvollsten Darstellung eines Menschen in Echtzeit der gesamten Präsentation. Tiger Woods sieht umwerfend realistisch aus. Die Beleuchtung, die Gesichtstexturen und der Ausdruck im Gesicht sind kaum von denen eines echten Menschen zu unterscheiden. Lediglich einige der Übergänge zwischen den Animationen wirken noch etwas hölzern. Bleibt nur zu hoffen, dass Spielfiguren später immer so grandios aussehen werden.

Natürlich darf zum Abschluss keine Werbung für das EA-eigene Portfolio fehlen und so gibt es noch ein paar weitere kurze Videos:
  • Madden NFL 07
  • NBA Live 07
  • Tiger Woods PGA Tour 07
  • Need for Speed Carbon
  • Army of Two
  • Medal of Honor - Airborne


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Benjamin Boerner am 13 Mai 2006 @ 20:54
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