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Lord of Arcana: Preview

Playstation Portable 
Hersteller: Square Enix
Publisher: Square Enix
Genre: Adventure und Rollenspiel: Rollenspiel
Wenn eine Spielschmiede einen internationalen Hit landet, verdient sie sich in der Regel eine goldene Nase. Kein Wunder also, dass auch andere Entwickler dem Beispiel folgen und sich an Genregrössen orientieren. Am meistverkauften Action-Adventure zum Beispiel. Demnach klaut Square Enix fleissig beim grossen Vorbild Monster Hunter Freedom, ohne jedoch dessen Klasse zu erreichen.



Okay, es mag ja Leute geben, die mit buntem Kies ihren Gartenpfad verschönern. Für die meisten sind Steine jedoch so aufregend wie ein Sandkasten in der Sahara. Aber in Lord of Arcana haben wir es schliesslich nicht mit einem gewöhnlichen Kiesel zu tun, sondern just mit dem Stück Fels, der die Ordnung der Welt zusammenhält. Und bei solch einer grossen Aufgabe muss das schon ein ganz schön wichtiger Klunker sein. Das ist auch der Grund, warum sich waghalsige Krieger durch Heere von Monstern schlagen, um letztlich von der Macht der Arcana zu kosten und mit unsagbaren Kräften gesegnet zu werden. Doch ebenjenes Schicksal gebührt nur dem, der auch dazu bestimmt ist. Wer das wohl sein mag?

Die Suche nach dem Sinn

Auch wenn man dem Spiel zugutehalten muss, dass es überhaupt einen geschichtlichen Hintergrund besitzt, kommt die Story allenfalls im Schneckentempo mit angezogener Handbremse in Fahrt. So wird die Erzählung nach satten vier Stunden nur vage angerissen; um was es wirklich geht, wer wir sind und was unsere Motivation ausmacht wissen wir nicht. Der Prolog, der eigentlich als Handlungseinstieg dienen sollte, lässt uns im Tutorial nur konfuse Abschnitte mit einem bereits hochstufigen Charakter durchstreifen. Klar, so bekommen wir schon zu Beginn ein Gefühl für fortgeschrittene Magie- und Schwertattacken und treten sogar unserem ersten Bossviech gegenüber. Was das allerdings mit unserem eigentlichen Recken zu tun hat, bleibt uns das Spiel schuldig. Eine tiefgründige Charakterzeichnung sieht definitiv anders aus.

Lord of Arcana Bild

Die erzählerischen Lücken füllt das Spiel deshalb mit Monstern - und von denen gibt es eine ganze Menge. Ganz nach der erfolgreichen Vorlage Monster Hunter Freedom ziehen wir wilden Kreaturen einen Scheitel, erhalten Erfahrungspunkte und steigen im Level auf. Das wiederum führt zu neuen Fähigkeiten, mächtigen Schlagkombinationen und einer pralleren Lebensleiste. Fans von Actionrollenspielen kennen das. Dennoch will die Monsterhatz nicht so richtig motivieren. Denn neue Waffen und Kluften werden nicht von Kontrahenten hinterlassen, sondern können ausschliesslich vom Schmied hergestellt werden. Dazu braucht es freilich diverse Materialien, über die wir im Spielverlauf stolpern oder nach erfolgreichen Kämpfen ergattern. Stoffe, Lederfetzen, Hörner, Schmierfett, Kristalle, Wasser und so weiter - die Liste der möglichen Zutaten ist lang, ganz im Gegensatz zur Grösse des Inventars. So müssen wir immer wieder Ressourcen ins Lager verfrachten und uns eine Tasche freihalten. Das klappt zwar reibungslos und intuitiv, führt aber gelegentlich zu Frustmomenten. Wer einen kostbaren Gegenstand aufgrund des Platzmangels liegen lassen muss, weiss, wie schmerzvoll ein Biss in den eigenen Finger sein kann.


Lord of Arcana
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Mirco Kaempfer


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Mirco Kaempfer am 28 Jan 2011 @ 11:11
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