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B-Boy: Review

  Playstation Portable 

Die Hip-Hop Kultur ist schon länger hoch im Kurs. Das merken nicht nur die Fans, sondern auch die Industrie. Egal ob Musik-, Film- oder Spielindustrie, alle wittern das grosse Geld. Rapstars kriegen nicht nur eigene Filme, sondern auch zunehmend Auftritte in digitaler Form. Sony will sich ebenfalls ein Stück des Kuchens abschneiden, allerdings erwartet euch hier kein Baller- oder Rennspiel. Nein, zusammen mit FreeStyleGames präsentiert uns Sony ein Tanzspiel für die hauseigene Konsole. Obwohl in letzter Zeit die Tanzstile Krumping und Clowning von sich reden machten, geht man bei Sony zu den Wurzeln zurück - Breakdance.

Bevor ihr aber eure Karriere startet und euch einen Namen in der Szene macht, müsst ihr erstmal euer Äusseres festlegen. Statur, Frisur, Gesicht, Bartschnitt und verschiedene Outfits und Kopfbedeckungen lassen kreativen Naturen viele Möglichkeiten, ihr virtuelles Ich zu gestalten. Das Aussehen eures Tänzers kann auch später im Spiel immer wieder verändert werden. Habt ihr das erledigt, landet ihr in eurer Unterkunft. Diese dient als interaktives Menü, wenn man so will. Vier Optionen stehen euch offen. Ihr könnt, wie oben erwähnt, euren Charakter äusserlich bearbeiten, eure Moves trainieren und damit verbessern, in euren Laptop reinschauen oder neue Schritte in euer Move-Buch setzen. Aber alles der Reihe nach. Der wichtigste Gegenstand ist euer Laptop. Hier erhaltet ihr Einladungen, Forderungen und Nachrichten von Freunden und Konkurrenten. Ihr könnt ausserdem sehen, wie viel Respekt ihr von anderen Tänzern bekommt und wo ihr in der Rangliste steht. In der Rubrik Ablaufplan sind alle Ereignisse schön übersichtlich sortiert. Mit nur wenigen Klicks akzeptiert ihr eine Forderung oder nehmt an einem Turnier teil.

Doch davor solltet ihr erst ein kleines Training absolvieren. Auch hierfür findet ihr im Laptop nützliche Mails. Ein Tutorial macht euch mit der Steuerung vertraut und kleine Videos erklären euch die wichtigen Dinge, auf die es beim Breakdance ankommt. Bei den unzähligen Turnieren und Battles mit mehr als vierzig B-Boys und B-Girls muss man schon etwas auf dem Kasten haben. Die Wettbewerbe finden auf einundzwanzig abwechslungsreichen Schauplätzen statt. Auf dem Weg zum besten Tänzer der Szene trefft ihr auf reale Tänzer und Legenden wie zum Beispiel Crazy Legs von der Rock Steady Crew oder Kamel, Ivan "The Urban Action Figure", Crumbs, Hong10, Lillou und Mouse und formt sogar eure eigene Crew.

Kommen wir zur Spielmechanik und damit auch zur Steuerung selbiger. Anders als vermutet und von anderen Tanzspielen bekannt, müsst ihr nicht einfach eine Tastenreihenfolge, die euch auf dem Display gezeigt wird, nachtippen, sondern selber die Moves auf Knopfdruck ausführen. Dieses Unterfangen ist gut umgesetzt worden. Mit den Richtungstasten bewegt ihr euch auf der Tanzfläche und führt mit den Spieltasten dann die Basis-Moves Top Rock, Six Step, Windmill und Baby Freeze aus. Aus diesen lassen sich dann über achthundert weitere Moves einleiten und zu Kombinationen verbinden. Hellicopter, Three Step, Headstand, Backspin, Sals Front, Crazy Rock sind nur einige davon.

Die Herausforderung bei B-Boy ist es, verschiedene Moves flüssig miteinander zu verbinden und das, wenn möglich, ohne Fehler. Dafür benötigt ihr schon reichlich Übung. Wie oben erwähnt, könnt ihr durch einmaliges Drücken der Spieltasten die Basis-Moves ausführen. Sobald ihr den ersten Move macht, erscheint um euch das Beat-Rad. Das Rad zeigt durch farbliche Markierungen unter anderem den Takt zur Musik an. Um eure Moves dem Takt anzupassen und diese länger auszuführen, müsst ihr bei den weissen Markierungen entweder die L- oder R-Taste drücken. Je mehr Markierungen ihr trefft, desto länger könnt ihr einen Move ausführen. Richtig beeindrucken könnt ihr aber nur, wenn ihr mehrere Moves miteinander verbindet. Auch hier kommt das Beat-Rad zum Einsatz, denn neben den weissen werden auch blaue Markierungen angezeigt. Baut ihr bei einer blauen Markierung einen Übergang ein, erhöht sich eure Wertung deutlich. Es geht aber nicht immer nur um richtiges Timing. Bei Freeze-Moves, etwa einem Hand- oder Kopfstand, müsst ihr euer Gleichgewicht halten. Das Ganze funktioniert ähnlich wie bei der Tony Hawk-Serie. Führt ihr einen Freezer aus, erscheint auf dem Display ein Bogen, der das Gleichgewicht anzeigt. Ihr müsst nun versuchen, mit den L- und R-Tasten einen Balken in der Mitte des Bogens zu halten. Je länger ihr ihn dort halten könnt, desto besser. Passt aber auf, sonst kippt ihr zur Seite, was sich schlecht auf eure Tanzwertung auswirkt. Wollt ihr euren Freeze pushen, führt ihr ihn aus, sobald innerhalb des Beat-Rads eine gelbe Schleife erscheint.

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Carlos Mancebo

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Carlos Mancebo am 07 Sep 2006 @ 13:21
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