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Bubble Bobble Evolution: Review

  Playstation Portable 

Bubble Bobble ist den etwas älteren Semestern unter uns schon seit zwanzig Jahren ein Begriff. Anno 1986 brachte Taito das Plattformspiel in die Spielhallen, in den Jahren danach wurde es für beinahe alle verfügbaren Plattformen mehr oder minder erfolgreich portiert. Ziel dieser Urfassung des Games war es, mit den zwei blasenspeienden Drachen Bub und Bob deren Freundinnen aus den Klauen des ach so bösen Graf Blubber zu befreien. Die Story des soeben lancierten Neuaufgusses, den uns Publisher Rising Star Games schmackhaft machen will, ist da nicht einfallsreicher: Nun sind Bub und Bob zwei Jungs im London des 18. Jahrhunderts, die sich beim Spiel an der Themse plötzlich aus heiterem Himmel in einen grünen und einen blauen Drachen verwandelt sehen. Dann wird jeder in einen Turm entführt und nun sollen sie sehen, wie sie da wieder rauskommen. Das grosse Gähnen. So steht's im Booklet und so ähnlich wird's auch im lächerlich schlecht gemachten Intro erzählt.

Gameplay

Während des Spiels kann man zwischen den beiden Drachen hin und her schalten. Bub befindet sich in einem Turm, Bob im anderen, und beide müssen jeweils die oberste Etage erreichen, um dort den Grund für ihre Verwandlung zu finden. Jedes Stockwerk hat eine kreisrunde Grundfläche und setzt sich, Kuchenstücken gleich, aus drei Abschnitten zusammen, die der Spieler durch Türen und Röhren mehrheitlich frei betreten kann. Zuweilen muss vorher noch ein Schalter betätigt werden, um die Durchgänge zu öffnen. Jeder in Pseudo-3D-Grafik dargestellte Abschnitt besteht aus einigen Plattformen sowie den vorgenannten Türen und Schaltern. Plus ein paar Gegner natürlich, sonst wäre das Ganze ja zu langweilig. Oder zu schnell vorbei. Oder beides. Sobald jedenfalls eine Etage fertig gespielt worden ist, öffnet sich der Aufzug zur nächsten.

Nun spucken die beiden Drachenjungs aber kein Feuer, sondern pusten nach wie vor, das heisst gleich wie in der Urfassung, Blasen. Was auch immer man von solchen Einfällen halten mag, auf uns machen sie den Eindruck, als würden gewisse Spieledesigner bisweilen Substanzen zu sich nehmen, die der psychischen Gesundheit nicht gerade zuträglich sind. Zumindest nicht bei langfristigem oder zu häufigem Gebrauch. Wie dem auch sei. Mit den Blasen werden Gegner eingeschlossen und - bringt man sie mit dem gezackten Drachenrücken zum Platzen - vernichtet. Auch andere Gegenstände (dazu später mehr) können mit Blasen umhüllt und dergestalt transportiert werden - die Dinger fliegen nämlich durch die Levels, egal, was drinsteckt. Zudem werden Schalter dadurch betätigt, dass in ihrer Nähe eine Blase zum Platzen gebracht wird.

So viel zum Spielaufbau und zum Blasen - ähem, na ja, der musste kommen, nicht wahr? Wer musste kommen? Fertig jetzt, wir reden hier ja über ein komplett jugendfreies Spiel! Also weiter im Text: Was tut man denn nun eigentlich so genau in Bubble Bobble Evolution? Jede Etage beherbergt ein Rätsel, das es zu lösen gilt, um den Aufzug zum nächsten Stockwerk zu öffnen. So muss man beispielsweise im ersten Abschnitt eine gefrorene Laterne "einblasen", diese fliegt durch eine Öffnung zum nächsten Abschnitt, wo sie auftaut. Damit kann nun eine Feuerblase gemacht werden, um mit dieser wiederum im dritten Abschnitt ein gefrorenes Hindernis aus dem Weg zu räumen, das den Weg zum Aufzug versperrt. Und weil die Rätsel so schön simpel sind, braucht's halt in jedem Abschnitt ein paar Gegner, um den Spieler gehörig zu nerven.


Und das soll Spass machen?

Nein, tut es definitiv nicht - der Autor dieser Zeilen verflucht den Tag, an dem er sich für die Review dieses Spiels eingetragen hat! Was hätte er doch Besseres mit seiner Zeit anstellen können. Einige Stunden dumpf lächelnd in der Nase bohren zum Beispiel. Oder über das Sexualleben der Kieselsteine im 16. Jahrhundert philosophieren. So Sachen halt. Egal jetzt, wir schweifen ab. Man muss demnach schon ein Hardcore-Bubble Bobble-Fan sein, um an einem solchen Quark Gefallen zu finden. Oder ein durchschnittlich begabtes Vorschulkind, das nach einer halbwegs fordernden Rätselaufgabe sucht. Bubble Bobble Evolution macht nämlich so ziemlich alles dafür, dass man es nur ganz schnell wieder weglegen möchte. Es weckt in etwa die gleiche Begeisterung, die ein grosser gelber Nasenpickel hervorruft, wenn er auf dem Weg zur angebeteten Herzensdame seine volle eklige Pracht und Reife entfaltet.

Bubble Bobble Evolution
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Valentin Haller

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Valentin Haller am 25 Okt 2006 @ 08:55
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