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Fight Night Round 3: Review

  Playstation Portable 

Es ist schon erstaunlich. Da sitzt man gemütlich in der Bahn und spielt ein Boxspiel auf der PlayStation Portable. Und nach dem Kampf schaut man kurz nach oben und blickt in die verwunderten, ja zum Teil sogar halb entsetzten Gesichter der anderen Fahrgäste. Was war passiert? Beim Spielen hat der Tester wohl schmerzverzerrt die Mimik eines waschechten Boxers nachvollzogen. Ein Zeichen für ein gelungenes Spielerlebnis?


Im Gegensatz zu den Konsolenversionen für die PlayStation 2 und die Xbox-Konsolen steht euch in der PSP-Version keine "Total Punch Control" zur Verfügung. Statt dessen erlaubt euch das Spiel, euren Boxer mit dem linken Analogstick im Ring zu bewegen und mit den Buttontasten zuzuschlagen. Die Schultertasten dienen euch dann zum Blocken und für die Oberkörperbewegungen, um Schlagserien auszuweichen oder um Körpertreffer zu landen beim Gegner.

Hau den Lukas!

Bedauerlich ist dabei, dass das Gameplay der PlayStation Portable Version nicht annähernd die Klasse der Konsolen-Spiele erreicht. Denn statt taktischer Vorgehensweise verkommt die Boxerei auf dem Handheld rasch zu unrealistischem Rocky-Gehabe. Woran liegt´s? Es ist viel zu einfach, eurem Gegner einen Haymaker ins Gesicht zu prügeln: Haymaker sind eigentlich eher wilde Schläge, bei denen ihr eure Deckung herunternehmt und von weit oben einen Treffer an den Kopf anvisiert. Im Spielgeschehen lehnt ihr euch einen Moment zurück, um Kraft für diesen wuchtigen Monsterschlag zu holen. Ein kurzes Aufleuchten eines Boxhandschuhs in der oberen Bildschirmecke zeigt euch den optimalen Zeitpunkt für diese Schlagvariante an. Dummerweise könnt ihr so gerade zu Beginn eurer Karriere Kämpfe nahezu komplett mit diesen wilden Schlägen führen, da sich die Anzeige allzu rasch wieder auffüllt.

Dennoch fühlt sich das Spiel genauso an wie die Fight Night-Serie, denn die Bewegungen eures Boxers unterscheiden sich letztlich von den grossen Brüdern keineswegs. Einzige Ausnahme sind die Spezialangriffe, die ihr mit dem digitalen Steuerkreuz ausführt. Denn nur so gelingt es euch, euer Gegenüber kurzzeitig zu klammern oder gar verbotene Kopfstösse oder Ellenbogenschläge auszuführen. Gerade die Verteidigung ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ein Druck auf die rechte Schultertaste lässt euren Kämpfer zwar die Hände heben, doch um speziell eine Seite zu schützen oder gar Körpertreffer zu vermeiden, müsst ihr weitere Knöpfe drücken. Dies ist nicht gerade einfach und stellt selbst gewiefte Fight Night-Veteranen anfänglich vor scheinbar unlösbare Probleme, so dass die Ausweichmanöver per linker Schultertaste viel häufiger genutzt werden, als sonst üblich: King Ali lässt schön grüssen!

Fight Night Round 3
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 14 Mrz 2006 @ 18:52
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