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Madden NFL 06: Review

  Playstation Portable 

Als im September letzten Jahres die Playstation Portable ihren Einzug in Europa feierte, war eigentlich schon klar, dass Electronic Arts auch für ein neues, mobiles Madden sorgen würde. Inzwischen ist schon etwas Zeit vergangen, seit die Versionen für PC und Konsolen erschienen sind, doch nun können auch mobile Zocker die Schulterpolster bereithalten.

Madden NFL 06

für die Playstation Portable ist da.


Kleine Disc ganz gross

Zunächst mal eines direkt vorweg: Es ist erstaunlich, wie viel Inhalt EA von der Konsolenfassung auf die Handheldversion mitgebracht hat. Die Madden-Fans unter euch werden sich auf alle Fälle direkt heimisch fühlen. Schon das Menü sieht so aus, wie ihr es gewohnt seid und passt perfekt auf den schicken Bildschirm. Allerdings werdet ihr schnell feststellen, dass es in den Menüs gelegentlich zu kleinen Wartezeiten von etwa einer Sekunde kommt. Wenn wirklich noch Daten vom Memory Stick geladen werden müssen, verlängert sich das Warten natürlich dementsprechend noch mehr.

Wer endlich auf der PSP ein Footballspiel zocken möchte, der hangelt sich ohnehin direkt zu den Spielmodi. Das Highlight ist hier eindeutig der Franchise-Modus, welcher nahezu in vollem Umfang vertreten ist. Dazu gesellen sich zum Beispiel schnelle Spiele und auch das Trainingscamp mit den vielen Minispielen ist vertreten. Es kommt sogar noch besser, denn die Anzahl der Minispiele wurde auf der PSP deutlich in die Höhe geschraubt.

Ein Spiel für Geduldige

Das wohl grösste Problem bei Madden NFL 06 für die Playstation Portable lässt sich mit einem Wort beschreiben: Ladezeiten. Vor allem wenn man bedenkt, dass die PSP eigentlich ein mobiles Spielgerät ist und daher auch gerne in Bus und Bahn eingesetzt werden möchte. Falls ihr beispielsweise während einer kurzen Zugfahrt schnell ein paar der kleinen Trainingsspiele zocken wollt, dann könnte das ein durchaus längeres Unterfangen werden. Um zum eigentlichen Spiel zu kommen benötigt das Spiel schon rund fünfzehn Sekunden. Wenn ihr dann ein Minispiel gewählt habt, das vielleicht vier oder fünf Sekunden dauert, ist das ziemlich ärgerlich, besonders da die Ladezeit zurück zum Menü auch mit immerhin gut 10 Sekunden zu Buche schlägt. Insgesamt verbringt ihr also deutlich mehr Zeit mit dem Ladeschirm als mit den eigentlichen Trainingsspielen.

Bei einem richtigen Spiel stört die Laderei zum Glück nicht so sehr, denn immerhin habt ihr dann einige Minuten auf dem Rasen vor euch. Eigentlich also kein Problem, wären da nicht die kurzen Ruckler und Aussetzer beim Menü für die Spielzüge. Sobald der Ball den Boden berührt hat, bleibt das Spiel für etwa eine halbe bis eine ganze Sekunde stehen, bis dann endlich das Playcalling-Menü auftaucht. Nach der Auswahl eines Spielzugs kommt dasselbe Problem dann erneut. Das macht ein Spiel zwar nicht unbedingt kaputt, stört aber doch spürbar den Spielfluss und fängt auf Dauer an, zu nerven.

Leider werden die Ladezeiten im Franchise-Menü nicht wirklich kürzer. Das Simulieren des aktuellen Tages bis hin zu eurem Spiel kann gut und gerne mal dreissig Sekunden dauern. Wer die gesamte Pre-Season simuliert, kann sich nebenbei gemütlich einen Kaffee besorgen. Auch beim Stöbern nach Free Agents müsst ihr euch irgendwie wach halten, zumal oftmals gar keine anständigen Angebote vorliegen und der Versuch nichts gebracht hat, ausser verlorener Zeit natürlich. In diesem Bereich hätte das Spiel deutlich besser auf die Hardware der PSP zugeschnitten werden müssen.

Madden NFL 06
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Benjamin Boerner

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Benjamin Boerner am 12 Jan 2006 @ 14:18
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