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Medal of Honor - Heroes 2: Review

  Playstation Portable 

Sonys Handheld, die PlayStation Portable, hatte von ihrer ersten Stunde an in Sachen Ego-Shooter ein Problem: ihr fehlt ein zweiter Analogstick. Dieses Fehlen mussten schon zahlreiche Spiele am eigenen Leib erfahren. So gut sich die Entwickler auch anstrengten, es kam einfach zu selten das Gefühl zum Vorschein, dass man stets Herr der Lage sei. Klar, Electronic Arts kann dieses auch nicht aus dem Hut zaubern, doch sie haben es geschafft, aus Medal of Honor: Heroes 2 einen gelungenen Genre-Vertreter zu machen. Wir haben uns den Weltkriegs-Shooter genauer angesehen und verraten euch, ob sich die Anschaffung lohnt. Fire in the hole!

Viele werden jetzt sicherlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und laut aufschreien: Schon wieder ein Weltkriegs-Shooter. Es gibt doch schon so viele Vertreter davon, egal ob auf den heimischen Konsolen oder im Handheld-Bereich. Ja, ihr habt recht und wir können euch auch sagen, dass der zweite Teil der Medal of Honor-Reihe für die PlayStation Portable das Rad nicht neu erfindet. Doch fangen wir einmal beim Anfang an. Dieses Mal schlüpft ihr in die Rolle eines Elitesoldaten und müsst euch, meist alleine, ab und an mit Unterstützung, durch feindliche Gegnerreihen schlagen. Der Feind ist, wie schon so oft, wieder einmal der deutsche Nationalsozialist. Denn wie aus geheimen Akten hervorgeht, basteln finstere Wissenschaftler an einer neuen Waffe, die den Krieg vielleicht zu Gunsten der Nazis wenden könnte.

Etwas Tiefsinnigeres dürft ihr nicht erwarten, doch immerhin bekommt ihr gut gerenderte, wenn auch uninspirierte Zwischensequenzen auf den hoch auflösenden PSP-Schirm serviert. Während euch die Story irgendwie schon bekannt sein dürfte - immerhin ähneln sich die Geschichten der Weltkriegs-Shooter doch sehr - so werdet ihr auch die Einsatzorte sicherlich schon kennen. So schicken euch die Diplomaten an Sandstrände, die mit vielen Bunkeranlagen verziert sind, ihr erkundet Städte, die unter starken Bombenhagel gelitten haben und durchforstet unterirdische Forschungseinrichtungen. Dass sich hier viele feindliche Soldaten eingenistet haben, ist selbsterklärend.

Wie üblich sind die Level sehr linear ausgefallen, bieten euch aber abwechslungsreiche Szenarien. Was jedoch etwas negativ auffällt, ist die Spielzeit. Für jeden Abschnitt werdet ihr um die dreissig Minuten benötigen. Nach Adam Riese ergibt sich daraus bei zehn Abschnitten eine Gesamtspielzeit von zirka fünf Stunden. Auch wenn mehrere Schwierigkeitsstufen, Sekundärmissionen und Auszeichnungen zum Wiederspielen anregen, werdet ihr dennoch etwas enttäuscht von der Spielzeit sein. Dank der zahlreichen Kontrollpunkte, eignet sich der Titel also perfekt für ein Spielchen während einer längeren Busfahrt.

Die Aufgaben, die auf euch warten, werden Fans des Genres bereits im Schlaf beherrschen. So müsst ihr in den recht unoriginell gestalteten Missionen strategische Ziele hochgehen lassen oder stellt geheime Forschungspapiere sicher. Während ihr euch von Ziel zu Ziel vorarbeitet, werdet ihr immer wieder auf feindlichen Widerstand treffen. Diese recht doof geratenen Soldaten lassen sich allerdings ohne Probleme ausschalten. Wenn euch einmal der Kugelhagel zu viel wird, könnt ihr euch hinter den zahlreichen Schutzwällen, welche alle paar Meter auf euch warten, verschanzen. So hechtet ihr von Deckung zu Deckung und nehmt unvorsichtige Gegner aufs Korn. Was euch schnell auffallen und genauso schnell auf die Nerven gehen wird, ist folgender Umstand: Wenn ihr Gegner ausschaltet, erscheinen binnen weniger Sekunden wieder neue und dies wiederholt sich einige Male, bis ihr den Unruheherd völlig ausgerottet habt.

Medal of Honor - Heroes 2
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Daniel Hanin


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Daniel Hanin am 26 Dez 2007 @ 17:37
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