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Metal Gear Solid - Digital Graphic Novel: Review

  Playstation Portable 

Als 1998 Metal Gear Solid auf der PlayStation erschien, sorgte der Titel als klassisches Action-Adventure für Furore. Solid Snake wurde nach Shadow Moses in Alaska geschickt, um dort Geiseln zu befreien und die Terroreinheit FOXHOUND unschädlich zu machen. Sechs Jahre später, im Jahr 2004, wurde die Geschichte erneut aufgerollt: Metal Gear Solid - The Twin Snakes erschien für den GameCube. Hideo Kojima und Konami starten nun einen weiteren Versuch, der Geschichte um das Projekt Metal Gear Rex und Solid Snake neues Leben einzuhauchen, diesmal mit einem faszinierenden neuen Ansatz. Ob ihnen dies gelungen ist, könnt ihr auf den folgenden Seiten lesen.


VR-Simulationsmodus

Digital Graphic Novel ist kein Spiel im herkömmlichen Sinne. Vielmehr werden die Ereignisse auf Shadow Moses in einem zweistündigen comicartigen Film erzählt, dem VR-Simulationsmodus. Dabei könnt ihr in den einzelnen Bildern nach Erinnerungen suchen und diese dann im Simulationsmodus für Erinnerungsbildung miteinander verbinden.

Kaum wurde die UMD geladen, startet der VR-Simulationsmodus auch schon. Gezeichnet wurde der Comic von Ashley Wood, einem australischen Künstler, welcher auch schon früher für die Metal Gear Solid-Reihe gezeichnet hat: Seit Jahren verdanken wir ihm den offiziellen Comic zu den Spielen. Die expressionistischen und bedeutungsstarken Bilder gliedern sich in zwei verschiedenen Arten auf: Die normalen Bilder, welche in einem Comic als Seiten präsentiert werden könnten, bilden den Umriss der Geschichte. Oft werden verschiedene Impressionen in einem schnellen Wechsel gezeigt, Figuren werden auf eine einfache Weise animiert, oder Schriftzüge wie "Baaaaaaaang" oder "Aaaarrghh" unterstreichen das Geschehen. Damit haucht Ashley Wood besonders intensiven, dramatischen oder spannenden Szenen neues Leben ein und bringt eine gehörige Portion Abwechslung in den ansonsten linear aufgebauten Comic.

Die Hintergrundmusik und Effekte werden eher auf einem spärlichen Niveau gehalten: Der Soundtrack dient nur dazu, stimmungsvolle Bilder musikalisch zu untermalen, was ihm auch erstaunlich gut gelingt. Den Komponisten ist hier kein musikalisches Meisterwerk, dafür ein grosser Beitrag zur Atmosphäre der Digital Graphic Novel gelungen. Soundeffekte finden sich auch nicht in jeder Szene. Geredet wird nie, dafür sind die Sprechblasen und unterschiedlichen Schriften als Ausdruck für Wut, Verzweiflung oder Schmerz zuständig. Die einzigen Geräusche, welche neben der Hintergrundmusik zu hören sind, beschränken sich auf Gelächter, Schüsse und das knirschende Kratzen von Schuhen auf kaltem und halb zugeschneitem Boden.

Um euch nicht vollkommen im Dschungel von Shadow Moses zu verlieren, wird euch die Möglichkeit gegeben, bei jedem beliebigen Kapitel (es sind insgesamt zweihunderteinundsiebzig) wieder einzusteigen. Es gibt sogar ein Feature, welches euch erlaubt, eure eigenen Bookmarks zu setzen. Leider werden diese teils nach einem Neustart wieder gelöscht oder haben die falsche Stelle gespeichert. Ihr könnt auch wählen, ob die Simulation am Stück gespielt oder ob nach jeder Szene auf euren Befehl zum Fortfahren gewartet werden soll.

Erinnerungen suchen

Beinahe nach jedem Bild, spätestens aber nach jeder Szene steht es euch frei, in den Scanmodus zu wechseln, um dort ein Bild nach wichtigen Erinnerungen zu durchsuchen. Dafür steht euch ein Cursor zur Verfügung, der in der Mitte rot wird, sobald ihr auf etwas gestossen seid. Die Bilder können bis zu dreihundert Prozent vergrössert werden, was die Suche nach brauchbaren Fragmenten verlängert, euch dafür aber auch erlaubt, hinter Personen zu blicken. Diese werden transparent und verschwinden schliesslich ganz, wenn ihr zu nah an sie heranzoomt. So entdeckt ihr teils Dinge, welche im Storymodus nicht sichtbar sind.

Metal Gear Solid - Digital Graphic Novel
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Judith Maag

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Judith Maag am 22 Sep 2006 @ 14:03
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