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Naruto Shippuden - Kizuna Drive: Review

  Playstation Portable 

Naruto Uzumaki mimt ja gerne mal den törichten Tollpatsch. Dass der kleine Möchtegern-Ninja aber auch kräftig austeilen kann, hat er schon in zahlreichen Zeichentrickserien und Videospielen bewiesen. Und obwohl das PSP-Abenteuer Naruto Shippuden - Kizuna Drive endlich aus dem Handlungskäfig der Anime-Vorlage ausbricht, vermasselt es der Hosentaschenninja nicht nur in der Kampfschule.

Technisch keine Ninjaleistung

Naruto Shippuden - Kizuna Drive versucht sich erstmals daran, eine vom Story-Korsett abweichende Geschichte zu erzählen. Und scheitert bravourös. Ja, das hätte selbst der kühne Naruto nicht unterbieten können. Die Erzählung rund um das neunschwänzige Fuchsmonster, das in seiner vandalischen Wut das Dorf Yume-Gakures eingeebnet und somit eine ganze Kette unliebsamer Ereignisse losgetreten hat, mag an sich ganz interessant sein. Doch selbst eingefleischte Fans stören sich an den lustlos präsentierten Videosequenzen, in denen die Charaktere keine Miene verziehen und sich bewegen wie in einem Daumenkino, dem schon ein paar Seiten fehlen. Animationen sind quasi nicht vorhanden; ebenso fehlt eine deutsche Sprachausgabe, die wir alle aus dem Fernsehen kennen. Stattdessen lauschen wir den passablen englischen, oder originalen japanischen Krächzlauten des mitteilungsbedürftigen Blondschopfs.

Die allgemeine Präsentationstristesse zieht sich durchs gesamte Spiel. Auch in der 17 Kapitel umfassenden Kampagne prügeln wir uns von einer öden Kampfarena zur nächsten - zusammenhängende Areale gibt es nicht. Zudem versperren uns regelmässig alberne Blitztore den Weg, die uns erst nach vollständiger Gebietssäuberung passieren lassen. Nach wenigen Metern stellen wir uns dann in einen gelben Lichtkegel und werden zum nächsten Abschnitt gebeamt. Warum das Spiel durch diese eklatanten Einschnitte mit Rechenleistung knausert, ist uns schleierhaft. Denn auch die durchaus abwechslungsreichen Landschaften und die kantigen Figurenmodelle kranken an massiver Detailarmut. Im Zusammenspiel mit den grellen Farben, der grauenvollen Akustik und den kläglichen Spezialeffekten ist Naruto Shippuden - Kizuna Drive ein technisches Desaster und wird zu keiner Zeit dem infantil-charmanten Flair der TV-Serie gerecht.

Haben wir erst mal dieses steinharte Reisbällchen verdaut, dürfen wir unseren Frust in den serientypischen Gefechten ablassen. Diesmal schlüpfen wir nicht nur in die Haut der grossmäuligen Hauptperson, sondern ziehen mit drei Begleitern in die Schlacht, die wir auch selbst steuern dürfen. So mimt Sakura etwa den Heiler und verarztet hin und wieder etwaige Kratzer, während zwei andere Ninjas uns den Rücken freihalten. Ohne explizite Anweisungen bewegen sich die Rabauken aber nicht von der Stelle. Erst auf Knopfdruck entfährt den lustlosen Gestalten ein Jutsu, was aber nur im seltensten Fall den Gegner erwischt. Daraufhin sind unsere Gesellen ganz schön ausser Puste, weswegen sie ein virtuelles Nickerchen einlegen und somit nur für kurze Zeit zur Verfügung stehen. Folglich kloppen wir uns überwiegend allein durch die monotonen Scharmützel. Monoton deswegen, weil es nur eine einzige Angriffstaste gibt. Eine weitere ist unseren Spezialattacken vorbehalten, die wir mit ausreichend gefüllter Chakra-Leiste vom Stapel lassen. Banaler geht's kaum.


Naruto Shippuden - Kizuna Drive
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Mirco Kaempfer


Naruto-Shippuden---Kizuna-Drive


Mirco Kaempfer am 08 Apr 2011 @ 17:39
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