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Phantasy Star Portable 2: Review

  Playstation Portable 

Der erste PSP-Ableger der Rollenspielserie Phantasy Star sorgte nicht gerade für Begeisterungsstürme in der Fangemeinde. Der Nachfolger soll jetzt vieles besser machen - was ihm auch teilweise gelingt.

Wollen wir an dieser Stelle mal den Mantel des Schweigens über den Vorgänger hüllen, der bereits im Jahr 2008 in Japan sein Debüt feierte. Es war kein wirklich schlechtes Spiel, hatte jedoch mit dermassen vielen kleineren Mängeln zu kämpfen, dass der Spielspass sichtlich darunter zu leiden hatte. Das soll sich jetzt - zumindest grösstenteils - ändern, denn der Entwickler Alfa System hat einiges am Spielsystem verändert.

Das Böse erwacht - erneut

Doch beginnen wir zunächst mit einem kurzen Blick auf die Handlung von Phantasy Star Portable 2. Diese beginnt zirka drei Jahre nach den Ereignissen von Phantasy Star Universe und somit nach der Vernichtung der SEED. Allerdings ist damit nicht plötzlich "Friede, Freude, Eierkuchen", denn es gibt ein neues Problem. Die Ressourcen von Gurhal schwinden rasend schnell dahin, so dass einige der Bewohner in die Weiten des Alls ziehen, um neue Welten zu besiedeln. Euer Charakter, den ihr zuvor aus einer von insgesamt vier Klassen und Rassen rauspickt, ist Teil einer Gruppe namens Little Wing, die plötzlich auf einige Gefahren stösst. Und sogar die SEED-Gefahr lebt wieder auf...

Wie immer wollen wir nicht zu viel von der Geschichte verraten. Zwei Dinge müssen wir jedoch an dieser Stelle anmerken. Zum Einen wird die Handlung insgesamt recht ansprechend präseniert. Ein Grossteil wird zwar in Form von extrem vielen Dialogen und Standbildern serviert, doch es gibt hin und wieder auch einige hübsche Rendersequenzen zu bewundern. Auch die (leider nur englische) Sprachausgabe trägt zur Atmosphäre des Spiels bei. Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Wer bisher kaum etwas mit Phantasy Star zu tun hatte, wird sich schwertun, alle Charaktere, Fraktionen und anderen Informationen richtig zu ordnen oder gar zu verstehen. Die eine oder andere Rückblende mit zusätzlichen Details wäre hierbei sicherlich hilfreich gewesen.

Phantasy Star Portable 2 Bild

Abenteuer so endlos wie der Weltraum

Okay, die Kapitelüberschrift ist etwas übertrieben, dennoch hat Phantasy Star Portable 2 einiges zu bieten. Für Solospieler ist vor allem der Story-Modus interessant. Bei diesem müsst ihr euch durch insgesamt 10 Kapitel kämpfen, die wiederum in zirka 20 Missionen unterteilt sind. Allerdings muss man der Fairness halber zugeben, dass die vergleichsweise lange Spielzeit zum grössten Teil von stupiden und repetitiven Aufgaben geprägt ist. Die meiste Zeit verbringt ihr damit, von Punkt A zu Punkt B zu gehen und auf dem Weg dorthin zahlreiche Monster zu bekämpfen. Es gibt aber durchaus etwas Abwechslung. So setzt ihr euch beispielsweise kurzzeitig hinter ein riesiges Geschütz oder müsst eine Eskorte führen. Hin und wieder gibt es sogar kleinere Rätsel, die jedoch nicht über das Niveau von Schalteraktivierungen oder das Finden von Schlüsseln hinausgehen. Auch locken euch diverse Nebenaufgaben, doch der Kern des Spiels gewinnt sicherlich keinen Preis für besondere Innovation. Dennoch wird mehr geboten als noch beim Vorgänger.

Phantasy Star Portable 2
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Alexander Boedeker

Alexander Boedeker am 05 Okt 2010 @ 15:19
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