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PoPoLoCrois: Review

  Playstation Portable 

Wenn es eine jährliche Auszeichnung für den dämlichsten Namen eines Spieles geben würde, hätte PoPoLoCrois wohl echte Siegchancen. Dabei kennen zumindest asiatische PlayStation-Besitzer das Spiel bereits aus den neunziger Jahren. Nun erscheint das knuddelige Rollenspiel auch hierzulande für die PlayStation Portable.

Im Alter von süssen zehn Jahren machen sich die meisten Kinder keine Gedanken darüber, wie sie die Welt retten könnten. Ganz anders jedoch Prinz Pietro, der sich aufmacht, um die Seele seiner Mutter aus der World of Darkness zu erlösen. Ihr übernehmt die Kontrolle über den kleinen Prinzen und führt ihn zunächst nach Bryonia, wo ihr herausfinden müsst, wie ihr überhaupt in die andere Welt gelangen könnt. Doch auch das Königreich Popolocrois ist in Gefahr, denn ein mächtiger Eisdämon will in die menschliche Welt eindringen. Die Abenteuer und die Aufgaben des jungen Prinzen sind sehr vielfältig, die Geschichte mit Wendungen versehen und unterhaltsam. Kein episches Meisterwerk, aber für Kinder anspruchsvoll und spannend, da im Laufe der Geschichte beide Elternteile vor dem Bösen gerettet werden müssen. Schade jedoch, dass die Geschichte nicht genügend Tiefe besitzt, um das Spiel mehrmals durchspielen zu wollen. Nach einem Durchlauf habt ihr bereits alles gesehen, der Anreiz zum erneuten Spielen ist sehr gering.

Kindgerechte Fantasy-Welt

Ein Blick auf die Screenshots jedoch lässt erwachsene Spieler rasch zurückschrecken, denn die knuddelige Optik der schön gezeichneten Charaktere und die detaillierten 2D-Umgebungen lassen Kinderherzen zwar höher schlagen, sind aber für die meisten erwachsenen Spieler deutlich zu kindlich ausgefallen, es sei denn, ihr steht generell auf Anime und Pokémon. Doch wer sich auf den Look des Spiels einlässt, wird mit Freude feststellen, wie stimmig die Spielwelt sich darstellt. Tiere und Menschen beleben die Umgebungen und mehrere Zwischensequenzen erfreuen das Auge im Spielgeschehen.

Der spielerische Anspruch bleibt trotz drei verschiedener Schwierigkeitsgrade auf geringem, jederzeit kindgerechtem Niveau. Kommt es zu einem Kampf, schaltet das Programm in einen rundenbasierten Modus. Hier könnt ihr dann euren Gegner attackieren, einen Zauberspruch auf ihn loslassen oder gar flüchten. Doch Letzteres ist aufgrund der mächtigen Zauber überhaupt nicht notwendig. Selbst gegen mehrere Widersacher reicht eine einzige magische Attacke und ihr setzt euren Weg unbeirrt fort. Ganz faule Spieler können die Kämpfe sogar noch automatisieren und schauen ihrem Helden lediglich gemütlich zu. Erst im späteren Spielverlauf begegnen euch härtere Feinde, doch die Balance zwischen Kämpfen und Zaubern bleibt unausgewogen, mit euren Zaubern plättet ihr jedes Monster problemlos auch in späteren Spielumgebungen.

PoPoLoCrois
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 28 Jun 2006 @ 18:44
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