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Tom Clancy's EndWar: Review

  Playstation Portable 

Einfluss nehmen könnt ihr an dieser Stelle auf das Geschehen natürlich nicht mehr, hier bleibt euch nur noch, zuzuschauen und zu hoffen, dass sich mehr gegnerische als eigene Einheiten in einen kleinen Feuerball verwandeln und zerstört werden. Spezielle Spielzüge oder Formationen stehen euch aufgrund der spielerischen Natur des Titels im Prinzip nicht zur Verfügung. Ihr habt lediglich die Möglichkeit, eine gegnerische Einheit mit zwei eigenen Einheiten festzusetzen, im Spielvokabular "klemmen", um damit die Wirkung eurer Angriffe zu verstärken.

Insgesamt wartet EndWar in der tragbaren Version mit drei umfangreichen Kampagnen auf, von denen die russische Kampagne erst freigespielt werden muss. Die Hintergrundgeschichte, die auf den grossen Konsolen sehr zum Tragen kommt, wird aber auf den Handhelds eher zum Nebendarsteller degradiert. Unlogisch wirkt auch, dass alle drei Parteien, nämlich Europa, Russland und die Vereinigten Staaten, nahezu über dieselben Einheiten verfügen. Etwas mehr Vielfalt hätte da gut getan, und wenn es nur in grafischer Hinsicht gewesen wäre. Denn so unterscheiden sich die Parteien lediglich farblich. Zwischen den einzelnen Spielphasen blendet das Programm im Übrigen immer wieder den selben kurzen Videoclip ein, der darstellen soll, dass eure Befehle nun via Satellit zum Kampfgeschehen übertragen werden. Denn die PlayStation Portable dient ja nur als Planungs-Einheit, welche die Manöver simuliert. So wird es uns zumindest im Tutorial erzählt. Zugegeben, ein recht pfiffiger Einfall der Entwickler. Das ändert jedoch nichts daran, dass die kurzen Videoclips auf die Dauer nerven. Eine Sprachausgabe gibt es im Spiel nicht und auch die übrige Soundkulisse kommt nicht über ein passables Mittelmass hinaus.

Immerhin lässt sich die Rundenstrategie auf der PlayStation Portable mit den üblichen Buttons recht komfortabel steuern. Da das Spiel stets rundenbasiert abläuft, kommt auch keine allzu grosse Hektik auf, in der man sich mit der Steuerung verzetteln könnte.

Gleich und gleich gesellt sich gern

Besitzt ein menschlicher Mitspieler ebenfalls die EndWar-UMD, so könnt ihr euch im Mehrspieler-Modus zu zweit ins Schlachtengetümmel stürzen. Wem die vorgefertigten Karten auf dem Modul nicht ausreichen, der darf sich im Editor eigene Landschaften und Szenarien basteln. Das funktioniert relativ simpel und hält den Spielspass auch über das Kampagnenende hinaus im gehobenen Bereich. Kritisieren kann man bei EndWar, abgesehen von der krümeligen Retro-Grafik, eigentlich nur die fehlende Komplexität. Das aber macht die Handheld-Version des Clancy-Strategicals auch für Einsteiger und Strategiemuffel recht spielenswert. Insofern: alles richtig gemacht, liebe Entwickler.

Tom Clancy's EndWar
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Tobias Kuehnlein am 16 Feb 2009 @ 12:27
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