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Beaterator: Special

  Playstation Portable 

Die PSP als mobile Musikschmiede? Entwickler Rockstar Games macht es möglich. Mit Beaterator kommt das Musikstudio für unterwegs. Ob man damit wirklich Hits produzieren kann, haben wir in einem Selbstversuch herausgefunden.


Timbaland in tha House

Bei den Jungs und Mädels von Rockstar Games tummeln sich so einige Musikfans. Die Idee mit Beaterator wurde geboren, als ein paar Entwickler als Nebenprojekt ein Musik-Tool auf Flash-Basis programmiert haben und dieses gratis auf der Website zum Download anboten. Das Ganze schien auf sehr viel Anklang unter Musik- und GTA-Fans gestossen zu sein und die Entwickler überlegten sich, solch ein Programm kommerziell zu produzieren. Heraus kam Beaterator, dem Musikmach- und Mischstudio für den Spielehandheld PSP. Diese kleine Anekdote erzählte uns Jochen von Rockstar Deutschland zum Einstieg in die Vorabpräsentation auf der diesjährigen gamescom in Köln. Mit dem RnB- und HipHop-Produzenten Timberland gewann Rockstar sogar noch prominente Unterstützung vom Fach für sein Projekt. Was dabei heraus kam, kann sich durchaus sehen lassen.

Mobiler DJ

Das Musikprogramm teilt sich in zwei untereinander verknüpfte Modi: dem Studio und dem Live-Play. Zum Kennenlernen wollen wir uns erst einmal den Live-Modus genauer ansehen. Zu jedem Schritt, den man in Beaterator macht, bekommt man die Möglichkeit, Tutorialvideos zu schauen, die recht gut die Funktionen beschreiben. Wer lieber liest, der kann im etwas dickeren Handbuch nachschlagen oder die Dokumentation auf der UMD lesen. Aber zurück zum Live-Play. Hier finden wir eine poppig animierte Oberfläche, in der ein comichafter DJ vor seinen virtuellen Pulten steht. Passend zur erzeugten Musik wird sich dieser bewegen. Als optischer Anheizer durchaus nett. Auf dem Bildschirm haben wir in jeder Ecke Kreise, die wir per Steuerkreuz auswählen können. Tippt man zweimal nach rechts, so eröffnet sich noch ein weiterer Bildschirm mit noch mal vier Kreisen. Jeder dieser Kreise steht für eine Tonspur. Je nach Template, das man geladen hat, sind die Kreise zum Beispiel für Drums, Beats, Lead oder andere Tönen zuständig. Wählt man einen Kreis aus, so erscheinen die vier Symboltasten der PSP, auf deren Druck der jeweilig zugeordnete Ton-Loop abgespielt wird.

Beaterator Bild
Wir fassen zusammen: Es gibt acht Tonspuren mit jeweils vier unterschiedlichen Loops, die man gleichzeitig abspielen kann. Vorinstalliert sind zehn Templates, die verschiedene Tonspuren und Loops einer gewissen Musikrichtung parat halten. Fleissige Musiker werden aber schnell eigene Templates auf den Memorystick geladen oder generiert haben. Zum Generieren kommen wir aber später. Mit den beschriebenen Kreisen können wir also sofort loslegen und quasi live wie ein richtiger DJ elektronische Tanzmusik erzeugen. Besonders Spass macht dies, wenn man die PSP zu Hause an die Anlage angeschlossen hat, und rein theoretisch kann man seine Wohnungsparty damit unterhalten, falls man den ganzen Abend als PSP-DJ in einer Ecke stehen möchte. Aber auch unterwegs kann man so ziemlich schnell coole Musik fabrizieren. Wer von seiner Komposition begeistert ist, kann diese per Schultertastenmenü aufnehmen und eben wieder live die unterschiedlichen Tonspuren zusammenmixen. Das Programm achtet bei der Aufnahme darauf, dass alles im Takt bleibt, und man muss keine Taktunfälle befürchten. Hat man so seine erste Livesession als Datei gespeichert, kann man auch ganz schnell in den Studiomodus wechseln, wo dann das eigentliche Herz von Beaterator schlägt.

Das Studio

Im ziemlich umfangreichen Studiomodus kann man nun seinen aufgenommenen Track feintunen. Wer allerdings seine eigene Vorstellung hat und von Grund auf neu beginnen will, der kann dieses natürlich auch im Studio machen. Man hat auch jederzeit die Möglichkeit, vom Studio direkt in das Live-Play zu wechseln, um mit dem aktuell bearbeiteten Track dort weiter herumzuprobieren. Im Studio hat man verschiedene Oberflächen. Anfangs befindet man sich noch im simplen Studio, wo man Loops für das Live-Play zuordnen kann. Mit Druck auf SELECT kommen wir zum Song-Crafter. Hier sehen wir die acht verschiedenen Spuren in der Zeitleiste. Per Cursor können wir hier diverse Töne und Loops in der gewünschten Position platzieren. Per Stick können wir auch auf diverse Regler am unteren Bildschirmrand zugreifen, wo wir Lautstärke, Beats Per Minute, Swing und vieles mehr regeln können. Das Regeln geht ziemlich einfach von der Hand: Regler mit dem Stick auswählen, X gedrückthalten und mit dem Stick den Regler in die gewünschte Position bringen.

Beaterator Bild

Beaterator
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Stefan Vogel


 
Stefan Vogel am 01 Nov 2009 @ 13:34
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