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Beaterator: Special

  Playstation Portable 

Für penible DJs

Bislang haben wir die recht einfache und schnell erlernte Oberfläche von Beaterator kennen gelernt. Wer noch mehr ins Detail gehen will, und das wollen bestimmt viele Nutzer, der kann die jeweiligen Tonspuren und Loops noch mal selbst editieren. Und genau da wird dann das Programm so langsam komplexer und komplizierter. Es bleibt aber dennoch alles auch für den Anfänger recht einfach zu bedienen, und wenn man sich erst einmal in alles eingearbeitet hat, wird man bald blind in den Menüs hin- und herwechseln. Jede einzelne Tonspur lässt sich noch mal separat in sogenannten Craftern editieren. Genauso editierbar sind auch die ganzen Loops. Hier kann man je nach Tonart die Drums festlegen, die Melodie anpassen oder die Effekte bearbeiten. Um nochmals tiefer in die Materie einzudringen, kann man auch selbst Töne erzeugen, mit den von einem DJ-Pult bekannten Reglern und Schiebern. Alles hier genauestens zu beschreiben, würde aber wohl den Rahmen des Artikels sprengen. Aber so viel sei gesagt: Fast alles ist möglich, angefangen von Beats über Melodien bis hin zu Effekten kann hier vieles individuell erstellt werden.

Beaterator Bild

PSP kontra PC

Das Hauptaugenmerk ist bei einem Musikprogramm aber wohl die Bedienbarkeit. Und gerade da muss man bei der PSP Abstriche machen. Viele Hobby- und auch professionellere Soundbastler werden hauptsächlich an einem PC oder Mac arbeiten wollen oder machen dies bereits. Hier kann Beaterator nicht mithalten. Viel zu lang sind die Wege per Steuerkreuz und Stick durch die ganzen Menüs, was das Erstellen eines Tracks sehr in die Länge zieht. Will man per optischen Reglern selbst einen Loop erzeugen, muss man also erst alle Regler durchgehen, um von links nach rechts zu kommen, was eben dauert. Beim PC oder Mac kann man das schnell per Maus machen. Genauso wird man sich auch bei den Menüs doch immer wieder nach einer Maussteuerung sehnen.
Negativ beim Rockstar-Programm sind auch manche Ladezeiten. Will man beispielsweise im Drum Crafter, also dem Editor der Drum-Spur, einen anderen Ton laden, so kann das doch mehrere Sekunden dauern, und das für einen Ton, der gerade mal eine Sekunde lang ist. Man kann sich vorstellen, wie lang man für diese eine Sekunde Ton braucht, wenn man die diversen Beat-Arten durchhört, bevor man sie setzt.

Beaterator ist also kein Ersatz für eine Computersoftware wie zum Beispiel GarageBand für den Mac. Für den Einstieg in die Welt der Musikerzeugung ist Beaterator aber durchaus geeignet, da man sich mit damit recht schnell zurechtfinden wird, im Gegensatz zu manch einer Computersoftware. Auch für unterwegs ist es recht nützlich, wenn einem kreativen Kopf eine neue Idee vorschwebt, sodass man das erste Gerüst schon parat hat, wenn man dann wieder nach Hause kommt. Dank der Exportfunktion von Beaterator kann man dann zu Hause einfach den Track im MIDI- oder WAV-Format auf den Computer übertragen, um dort weiter zu arbeiten.

Beaterator Bild

Fazit von Stefan Vogel

Ich bin zwar Konsument von elektronischer Tanzmusik, aber mit der Herstellung dieser Musik habe ich so gut wie nie Kontakt gehabt. Beaterator war hier sozusagen mein erster Gehversuch mit eigenen Ideen. Und ich muss sagen, das Programm kann begeistern, aber auch nerven. Zum einen wird jeder, der sich nicht allzu dumm anstellt, im Live-Play schnell einen einigermassen guten Sound hinbekommen. Wer dann tiefer in die Materie möchte und seine Musik feintunen will, der muss sich ordentlich einlesen oder mit Videos einlernen lassen, aber das muss man wohl bei jedem komplexen Musikprogramm. Und auch hier gilt das Motto: Probieren geht über Studieren.

Die Möglichkeiten von Beaterator sind erstaunlich gross und vielfältig. Angefangen beim sekundengenauen Setzen von Loops innerhalb eines Tracks, über die Feineinstellung eines einzelnen Loops, bis hin zum Integrieren von eigenen Tönen sind hier einiges an Funktion und Umfang enthalten. Aber wie erwähnt ist Beaterator auch nicht das schnellste Tool und manche werden hier Software am PC oder Mac vorziehen. Somit bleibt Rockstars PSP-Software eher etwas für Anfänger, die so ihre ersten Schritte versuchen können, oder für User, welche die besten Ideen unterwegs bekommen. Auf jeden Fall hat Rockstar hier ein durchaus gutes Programm für die PSP geschaffen, das sich aber leider durch die PSP-Steuerung und -Performance selbst in Sachen Handhabung einschränkt.

Beaterator
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Stefan Vogel am 01 Nov 2009 @ 13:34
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