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Call Of Duty - Black Ops Declassified: Review

  PlayStation Vita 

Als Call of Duty: Black Ops Declassified während der E3 2012-Pressekonferenz von Sony enthüllt wurde, durfte man frohlocken. Zusammen mit Assassin's Creed: Liberation würde es endlich aufwärts gehen mit der Vita. Was darf man aber wirklich vom Hosentaschen-Call of Duty erwarten? Eine packende Kampagne für Solozocker mit Bombastpräsentation? Umfangreiche Mehrspielermodi und das typische Call of Duty-Gefühl für unterwegs? Schafften die Entwickler von Nihilistic das Kunststück, eine Brücke zwischen den beiden bislang erschienenen Black Ops-Hauptteilen zu schlagen? Die Antwort auf sämtliche hier gestellten Fragen lautet leider Nein. Die Pille, die wir zu schlucken bekommen haben, war eine bittere.

Mikrowas? Mikromissionen?

Nihilistic hat viel versprochen, davon aber nur wenig gehalten. Was also genau ist passiert? Versprochen wurde, das bekannte Call of Duty-Gefühl auf die PlayStation Vita zu übertragen. Versprochen wurde ein intensiver Einzelspielermodus, der die Spieler geradezu animieren soll, die Missionen immer wieder zu absolvieren, um einen perfekten Lauf hinzulegen. Nun, im Klartext bedeutet das, dass eine klassische Kampagne, wie man sie vielleicht lieben gelernt hat, nicht mehr existiert. Stattdessen hechtet ihr mit Frank Woods und Alex Mason, den Helden aus dem ersten Black Ops-Teil, durch insgesamt zehn Mikromissionen, wovon jede einzelne keine fünf Minuten dauert. Diese absolviert ihr oft auch unter Zeitdruck und unter dem kompletten Verlust eures Nervenkostüms. Zwischen den Missionen gilt es, ein paar Dialoge wahrzunehmen, die so etwas wie eine spannende Geschichte erzählen wollen. Auch das will aber nicht so richtig klappen, und so verkommt die erzählerische Seite allerhöchstens zu schmuckem Beiwerk.



Harte Worte, die wir hier als Einstieg in den Test von Call of Duty: Black Ops Declassified gewählt haben. Aber es sind leider auch die einzig richtigen. Wie schon angesprochen, platzte uns nur allzu oft unser doch recht dehnbarer Geduldskragen. Beispiel Mission Nummer 2: In dieser macht ihr es euch zur Aufgabe, ein paar gefangen genommene Analytiker aus den Klauen der Bösewichte zu befreien. Ihr steht unter Zeitdruck, und wenn ihr die Geiseln nicht rechtzeitig befreit, war's das für sie. So weit, so gut. Die Befreiung der ersten Geiselgruppe klappt auch gut, da ihr hier dank Einsatz einer Zeitlupensequenz genügend Zeit habt, die Geiselnehmer mit gezielten Schüssen auszuschalten. Spätestens bei Gruppe Nummer 2, die sich gleich um die Ecke befindet, hat der Spass aber ein Ende. Die KI ärgert euch hier nämlich nach Strich und Faden, und selbst auf Zurufen des Spielcharakters, sie mögen doch bitte tunlichst ihre Köpfe unten (!) behalten, stehen sie auf und latschen mir nichts dir nichts in den von euch losgetretenen Kugelhagel oder alternativ auch in den des Feindes.

Und solltet ihr es nach unzähligen Versuchen und Missionswiederholungen - aufgrund des sehr knapp gehaltenen Missionumfangs gibt es keine Kontrollpunkte und ihr startet beim Ableben einer Geisel jedes Mal wieder von vorne - tatsächlich geschafft haben, keine der Geiseln durch eine Kugel auszuschalten, könnt ihr Gift darauf nehmen, dass durch eine Granate, ein explodierendes Fass, einen Reisnagel am Boden oder durch einen mies gelaunten Gott doch noch eine der Geiseln das Zeitliche segnet und ihr die Mission wieder von vorne starten dürft. Das müssen die Entwickler wohl mit "immer wieder spielen, bis sie den perfekten Lauf hinlegen" gemeint haben. So nicht, Nihilistic. So nicht!

Call Of Duty - Black Ops Declassified
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Andy Wyss


Call-Of-Duty---Black-Ops-Declassified


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Andy Wyss am 20 Nov 2012 @ 12:31
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