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A.O.T. 2: Review

  Nintendo Switch 

Attack-on-Titan-Fans bekommen in diesem Jahr wieder allerhand vor die Flinte, um ihrer Sucht nach actionreichen Titanenkämpfen zu frönen. Mit dabei ist auch die Videospielumsetzung A.O.T. 2, die sich als die zweite virtuelle Umsetzung präsentiert. Nachdem der Erstling durchaus solide Arbeit geleistet hat, wollten wir das neueste Projekt von Koei Tecmo natürlich nicht verpassen.

Alter Wein in neuen Schläuchen

Die Menschheit ist am Ende. Zumindest ist das die Ansicht von Eren Jäger, dem Protagonisten des Mangas beziehungsweise Animes. So ganz Unrecht hat er sicherlich nicht, denn immerhin befinden sich die letzten verbliebenen Menschen in einem Gefängnis aus Stein, zusammengepfercht wie Vieh. Außerhalb der drei großen Mauern, die die Menschen schützen sollen, treiben Titanen ihr Unwesen. Diese haben bis auf das menschenähnliche Aussehen kaum noch etwas gemein mit den Leuten, die hinter den Mauern ausharren. Die Titanen scheinen kein Gewissen zu haben. Sie reden nicht, sie fühlen offenbar keinen Schmerz. Doch aus unerklärlichen Gründen lechzen sie nach Menschenfleisch.

So viel zur Ausgangssituation, die einen im Universum von Attack on Titan erwartet. Charaktere wie der erwähnte Eren Jäger oder etwa Mikasa Ackermann haben sich nach schlimmen Erlebnissen dem aktiven Kampf gegen die Titanen angeschlossen. Nach einer erlebnisreichen ersten Animestaffel kam im vergangenen Jahr wie bereits erwähnt ein passendes Videospiel in die Händlerregale, das die bewegten Bilder auch auf virtueller Ebene aufgearbeitet hat. Nachdem inzwischen eine zweite Staffel über die Bildschirme gelaufen ist, hat man natürlich erwartet, dass sich A.O.T. 2 mit den entsprechenden Inhalten beschäftigt.

A.O.T. 2 Screenshot

Doch das ist zumindest zu Beginn nicht der Fall, was vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass man dieses Mal nicht mit einem aus der Vorlage bekannten Recken antritt. Bevor man sich ins Getümmel der Schlacht wirft, darf man einen gänzlich eigenen Charakter erstellen und ihn durch die Ausbildung führen, die gleichzeitig als Einführung in die Steuerung und Spielmechanik dient. Doch auch danach erlebt man viele Geschehnisse aus der ersten Staffel, und so dauert es einige Stunden, bis man endlich zum aktuellen Stoff kommt. Das ist doch ein wenig schade, da Anhänger des Erstlings hier schnell gelangweilt werden.

Ohnehin will der eigene Charakter kaum Sympathie aufbauen. Zwar haben die Macher versucht, die eigens erstelle Figur aktiv in die Handlung einzubinden, doch gelingt das eben nur bedingt und wirkt in den meisten Fällen einfach nur aufgesetzt. So gibt es im Laufe der Handlung zahllose Dialoge zwischen den Charakteren, bei denen man oft unterschiedliche Antwortmöglichkeiten hat. Die generischen Optionen bauen aber einfach keine passende Stimmung auf. Das gilt auch für das integrierte Freundschaftssystem. Zwischen den Missionen kehrt der Spieler immer mal wieder in die Kaserne zurück, wo man mit anderen Charakteren interagieren kann. Durch positive Gespräche oder kleinere Nebenaufgaben steigt nach und nach der Freundschaftslevel. Das hat zwar den Vorteil, dass man neue Fähigkeiten oder verbesserte Charakterattribute spendiert bekommt, aber eben den Preis, dass man den Nebenfiguren ständig Honig ums Maul schmiert. Da verzichtet man doch gern auf das eine oder andere Talent.

A.O.T. 2
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Daniel Dyba

Daniel Dyba am 20 Apr 2018 @ 16:35
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