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Nintendo Labo: VR-Set: Review

  Nintendo Switch 

Lange ist es nun schon her, seit Nintendo mit dem ersten Ankündigungstrailer von Nintendo Labo von sich reden machte. „Alle tauchen in die Welt des VR ein, nur Nintendo verkauft Pappschablonen“ hieß es da von manchen. Nintendo hat sich davon nicht beirren lassen und mit weiteren Labo-Sets der Kritik getrotzt. Nun hat das Unternehmen mit etwas Verspätung ebenfalls VR für sich entdeckt – in Form von Pappschablonen mit dem Nintendo Labo: VR-Set, dem insgesamt vierten Teil der Labo-Reihe. Wir haben für euch fleißig gebastelt und das VR-Erlebnis auf Herz und Nieren getestet.

Schaffe, schaffe, Toy-Cons baue

Bevor man sich an der VR-Erfahrung versuchen kann, gilt es zunächst, sich die Grundlagen des Toy-Con-Bauens anzueignen. Toy-Con heißen hier die Papp-Konstruktionen, in die man zum Spielen dann die Joy-Cons der Switch hineinsteckt, um das zugehörige Minispiel zu erleben.

Die Pappen, aus denen die verschiedenen Konstrukte zusammengebastelt werden, sind ordentlich vorgestanzt und farblich codiert. So ist sofort ersichtlich, welcher Papp-Bogen zu welchem Toy-Con gehört. Der Zusammenbau gestaltet sich, wie schon bei den vorigen Sets, etwas langwierig, aber nicht allzu schwer. Auf dem Switch-Bildschirm wird eine sehr, seeehr ausführliche Anleitung zur Verfügung gestellt, die jeden Schritt detailliert und aus allen Winkeln zeigt. Die Geschwindigkeit der Animationen kann direkt kontrolliert werden, sodass es für niemanden zu schnell gehen sollte. Und falls ihr doch einen Schritt verpasst oder nicht verstanden habt, könnt ihr jederzeit zurückspulen.

Nintendo Labo: VR-Set Screenshot


Die Bauanleitungen sind klar auf Kinder ausgelegt. Sie sind einfach zu verstehen und gehen sehr kleinschrittig vor. Mit netten kleinen Animationen und Zwischenzielen wird dazu beigetragen, den Nachwuchs bei Laune zu halten. Für Erwachsene ist es an einigen Stellen zu ausführlich. Es kann bei aufwändigeren Projekten schnell nerven, wenn jeder nötige Knick der Pappe im Detail vorgeführt wird und nicht übersprungen werden kann. Trotzdem macht das Bauen durchaus Spaß und wir fanden es sehr befriedigend, nach getaner Arbeit den fertigen Toy-Con in den Händen zu halten. Sie verfügen über eine tolle Haptik und fühlen sich alle hochwertig und stabil an. Wir waren begeistert von dem authentischen Gefühl beim Nachladen und Abschießen des Blasters und auch von netten Spielereien wie dem leisen Klacken beim Drehen der Kameralinse. Dadurch wird das VR-Erlebnis wunderbar unterstützt und es verleiht ihm noch mehr Tiefe.

Das Labo VR-Set gibt es in zwei Varianten. Im günstigeren Basispaket sind nur die Materialien für die VR-Brille selbst und den Toy-Con-Blaster enthalten. Das ermöglicht es, das grundsätzliche VR-Erlebnis zu testen und mit dem Blaster auch einige Minispiele zu spielen. Wer die volle Packung Labo VR haben möchte, sollte dagegen zu dem teureren Set greifen, das zusätzlich noch eine Menge weitere Toy-Cons bietet wie den Vogel, den Elefanten, die Kamera oder das Windpedal. Die Pappbögen für diese Konstruktionen können aber von Käufern des günstigen Sets auch separat nachträglich erworben werden.

Nintendo Labo: VR-Set
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Wiebke Tischler

Wiebke Tischler am 24 Sep 2019 @ 16:54
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