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Octopath Traveler: Review

  Nintendo Switch 

Mit Octopath Traveler hat Square Enix sein nächstes großes Rollenspiel auf der Switch veröffentlicht. Die Fußstapfen, in die das Spiel nach dem Erfolg der Bravely-Reihe treten muss, sind groß. Ob sich Octopath Traveler behaupten kann und ein Ausflug in die neue Welt Orsterra lohnt, lest ihr im Test.

Acht Geschichten

In Octopath Traveler werden acht einzelne Geschichten erzählt, die jeweils einen der angebotenen Helden in den Mittelpunkt stellen. Alle acht Charaktere haben einen eigenen Hintergrund samt individueller Motivation, in die weite Welt von Orsterra aufzubrechen. Zu Beginn müsst ihr euch für einen der Protagonisten entscheiden, den ihr dann für den restlichen Spielverlauf begleitet. Dann dürft ihr erstmals die Grafik genießen, die Octopath Traveler zu etwas Besonderem macht. Hier kommen angesichts der tollen 8-Bit-Darstellungen nicht nur Retrofans ins Schwärmen. Trotz der geringen Auflösung überzeugen die Emotionen der verschiedenen Charaktere. Die Licht- und Wassereffekte sind ein wahrer Augenschmaus. Auch diejenigen unter euch, die keine große Begeisterung für Retrografik verspüren, sollten dem Titel eine Chance geben. Es lohnt sich.

Octopath Traveler Screenshot

Die Geschichten jedes Charakters sind in einzelne, kurze Kapitel unterteilt, die in den verschiedenen Ortschaften der Welt Orsterra spielen. Wo ihr hinmüsst, um ein neues Kapitel zu beginnen, wird euch auf der Ingame-Karte angezeigt. Nachdem ihr das erste Kapitel eures Starthelden durchgespielt habt, bekommt ihr die Möglichkeit, auch andere Charaktere in eure Gruppe aufzunehmen und so in einem einzigen Spieldurchlauf alle Handlungsstränge zu erleben. In eure aktive Party könnt ihr jeweils vier Helden aufnehmen, euer Startcharakter ist gesetzt und kann nicht ausgetauscht werden.

Alle acht Geschichten zu verfolgen, lohnt sich. Zum einen sind die Handlungsstränge sehr gut geschrieben und interessant gestaltet. Hier ist für jeden etwas dabei. Es gibt locker-leichte Storys wie beispielsweise die von der Klerikerin Ophelia oder dem Apotheker Alfyn. Und eher ernste Pfade wie den Primrose, der von menschlichen Abgründen erzählt, bei denen es euch kalt den Rücken herunterlaufen wird. Die Schlüsselszenen haben eine gut gelungene englische Vertonung verpasst bekommen, abgesehen davon müsst ihr euch mit wenigen vertonten Satzfetzen begnügen. Alle Bildschirmtexte sind auf Deutsch. Falls euch eine der Geschichten nicht zusagt, müsst ihr sie nicht weiterverfolgen. Allerdings solltet ihr euch das gut überlegen.

Octopath Traveler Screenshot

Auf der Ingame-Karte wird euch nicht nur angezeigt, wohin ihr für das nächste Kapitel der Geschichte jedes Helden gehen müsst, sondern auch die empfohlene Stufe, die eure Helden zum Bestehen des Kapitels haben sollten. Und diese Empfehlung solltet ihr ernst nehmen, denn selbst wenn ihr ein paar Stufen höher seid, sind die Bosskämpfe stets knackig und anspruchsvoll. Der Stufenunterschied, den ihr zwischen den einzelnen Kapiteln zu überwinden habt, ist ziemlich hoch. Da bietet es sich an, die Kapitel der anderen Protagonisten zum Trainieren und Hochleveln zu nutzen. Auf diese Weise artet das Grinden in Octopath Traveler nicht aus. Im Spielverlauf bauen die einzelnen Protagonisten im Rahmen von optionalen Gruppengesprächen eine Beziehung zueinander auf. Zusätzlich zu den acht bekannten Charakterklassen könnt ihr noch vier versteckte freispielen, zu den wir euch aber nichts weiter verraten wollen. Außerdem sind in Orsterra Schreine verborgen, mit denen ihr die einzelnen Klassen als Zweitjob für eure Helden freischalten könnt. Es gibt also viele Gründe, die ganze Karte ausführlich zu erkunden.

Octopath Traveler
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Wiebke Tischler

Wiebke Tischler am 12 Jul 2018 @ 15:03
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