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Splatoon 2: Review

  Nintendo Switch 

Spaß für Solisten?

Ein großer Kritikpunkt des Vorgängers war die maue Kampagne mit geringem Umfang. Für den zweiten Teil wurde der Solomodus gehörig aufgebohrt. Feine Zwischensequenzen und abwechslungsreiche Levels mit einem Mix aus bewährter Splatoon-Ballerei sowie Hüpf-, Rätsel- und Geschicklichkeitseinlagen bieten jetzt mehr als das XXL-Tutorial des Vorgängers. Wieder müssen Elektrowelse gefunden werden, die neue Levels freischalten. Statt aber die Welt zu retten, seid ihr im Auftrag der Ex-Splatoon-Moderatorin Limone unterwegs, die ihre Partnerin sucht. Den Umfang einer Vollpreiskampagne erreicht der Solistenmodus nicht. Etwa sechs Stunden seid ihr dennoch beschäftigt, auch weil der Schwierigkeitsgrad oft überraschend anzieht.

Eine bunte Farborgie, welche die Switch ausreizt

Splatoon war vor wenigen Jahren ein technischer Vorzeigetitel für die schwachbrüstige Wii U. Auf Switch wird die zusätzliche Konsolen-Power genutzt, um den ohnehin brillanten, eigenständigen Look weiter aufzupolieren. Nehmen wir die Farbe: Dank neuer Glanz- und Partikeleffekte wirkt sie noch plastischer und schmieriger. Und aufgrund eines neuen Beleuchtungssystems strahlen die Arenen viel heller und bunter, die Umgebungen wurden mit mehr Details ausstaffiert. Wären die Gefechte nicht so schnell und hitzig, könnte man stundenlang Bauklötze staunen angesichts des liebevollen Designs der abwechslungsreichen Arenen und des zentralen Welten-Hubs Inkopolis. Im Dockmodus passt Splatoon das Bild dynamisch ans Geschehen an. Digital Foundry berichtete, dass die Zeilenauflösung zwischen 864p und 1.080p pendelt; im Handheld-Modus werden zwischen 648p und 720p ausgegeben. Bevor nun die Ersten schreien, dass die Switch doch viel zu schwachbrüstig sei: Die dynamische Auflösung fällt kaum auf, und ebenso unauffällig zeigen sich die 60 fps, unter die das Spiel nie fällt.

Die Klangkulisse mit Fantasiegebrabbel der Moderatoren, rockigen Ohrwürmern und wuchtigen Waffengeräuschen ist über Kopfhörer beeindruckend – die Soundausgabe über den Fernseher geht okay, die vielen Feinheiten im Klangdesign werden dann allerdings verwässert.
King im Ring ist die Steuerung. Beim Vorgänger monierten wir ja noch, dass das Zielen mit dem Pro-Controller als auch dem sperrigen Tablet-Controller eine Zumutung sei. Schon das Debüt war darauf ausgelegt, dass ihr mit dem rechten Stick die Kamera nur horizontal bewegt, das Zielen nach oben und unten dafür über die Bewegungssensoren vornehmt und kleinere Justierungen der Waagerechten ebenfalls hierüber verrichtet. Fühlte sich das anno dazumal geradezu "falsch" an, sind die Neigungsspielereien in Splatoon 2 dank der Joy-Cons und des Pro-Controllers nach kurzer Eingewöhnung kaum noch wegzudenken. An die Präzision von Maus und Tastatur in PC-Shootern kommt auch dieses Steuerungsschema nicht heran, dank der kleinteiligen Kalibrierung scheint sie auf Konsolen aber das Beste zu sein, was möglich ist. Achtung aber hier: Gerade weil die Neigungssteuerung für Splatoon 2 essenziell ist, sind Drittanbieter-Controller wie jener von Hori nicht zu empfehlen. Ihnen fehlen schlicht die Gyroskopen.

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Daniel Wendorf am 31 Jul 2017 @ 17:42
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