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Splatoon 2: Review

  Nintendo Switch 

Perfekt? Mitnichten!

So weit, so gut. Technisch ist Splatoon 2 sauber, das Spielkonzept noch nicht erschöpft. Alles tutti? Leider nein, denn Nintendos rückständiges Verständnis hinsichtlich eines vollkommen runden Mehrspieler-Shooters drängt sich ständig auf. Beginnen wir mit einem ganz normalen Spiel in Splatoon 2: Nachdem der Startbildschirm aufblitzte und ihr diesen verlassen habt, werden euch erst einmal die Karten für die aktuelle Rotation vorgestellt. Alle 60 Minuten werden zwei aus den mitgelieferten acht Maps bereitgestellt. Standard- und Rangkämpfe als auch die Untermodi werden einzeln von Nintendo versorgt. Eine simple Textauflistung oder Grafik gibt es darüber nicht, stattdessen quatschen euch die zwei neuen Moderatorinnen voll und klauben an die eineinhalb Minuten Spielzeit, ehe ihr durch den Spiele-Hub latschen dürft. Bewegt ihr euch auf den zentralen Turm zu, werdet ihr in die Lobby verfrachtet. Ja, was hättet ihr denn gerne? Einen Rangkampf, eine Standardschlacht oder vielleicht doch lieber ein privates Spiel? Die Auswahl ist schnell getroffen, die Spielerliste füllt sich schnell. Sodann steht ihr schon in der Arena und kämpft um jeden Farbklecks.

Der Netcode? Super, keine Frage. Der Rest eher nicht. Die Teams werden nach jeder Partie neu zusammengestellt und folgen keiner nachvollziehbaren Logik. Es kann durchaus vorkommen, dass Noobs unter sich bleiben und es mit einem Squad erfahrener Spieler zu tun bekommen – dann kippt die Partie in vorhersehbare Abläufe. Wollt ihr euch miteinander absprechen, klappt genau dies nicht, weil die Switch kein Mikrofon besitzt und der 3,5-mm-Audiojack auf der Oberseite nur den Klang an Kopfhörer weitergibt, jedoch keine Audiosignale einspeist. Es hilft hier nur der umständliche Weg über eine Smartphone-App und spezielle Headsets und Adapterkabel, um miteinander zu brabbeln. Es geht nicht umständlicher? Oh doch, denn eine Filterung aller Spieler weltweit wird nicht angeboten – ihr könnt eine Lobby nicht einfach wieder verlassen und dürft auch keine Ausrüstungs-Sets definieren, zwischen denen ihr wechselt, ohne wieder nach Inkopolis zurückzureisen. Und wieso Salmon Run nur zu vorgegebenen Zeiten gespielt werden kann und nicht rund um die Uhr, das wird wohl auf lange Zeit Nintendos Geheimnis bleiben.
Schwer wiegt auch, dass die acht Karten faktisch nur recyceltes Material sind – wirklich neue Maps sollen in Zukunft nachgereicht werden. Ob gegen Bezahlung oder als Gratis-DLC, steht noch in den Sternen. Die Hand hält Nintendo trotzdem schon mal auf und gewährt gegen Bares temporäre XP- und Geld-Booster. Spielrelevante Vorteile können nur über die im Handel erhältlichen Amiibo gekauft werden. Von einem Pay-to-win-Konzept ist das Spiel glücklicherweise weit entfernt.

Splatoon 2
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Daniel Wendorf am 31 Jul 2017 @ 17:42
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