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Fire Emblem Warriors: Review

  Nintendo Switch 

Held um Held

Für Serienanhänger hält Nintendo aber auch noch ein kleines Leckerli bereit. So soll es bald möglich sein, die Mehrspielerfunktion, die die Switch nun einmal besitzt, auch zu nutzen. Mit dem Erscheinen der für Anfang 2018 angekündigten DLCs wie beispielsweise "Shadow Dragon" oder "Awakening" kann auch mit Freunden ins Gefecht gezogen werden. Diese bauen ebenfalls, wie die Titel schon verraten, auf vergangenen Teilen auf. Dass diese nicht nur durch die Helden miteinbezogen werden, sondern auch durch den "Historischen Modus", ist ein weiterer Leckerbissen für hartgesottene Fans. Denn finale Kämpfe vergangener Schlachten können nun im neuen Stil erneut gespielt werden.

Die Möglichkeit, die Schwierigkeit für jedes Kapitel neu auszuwählen, empfanden wir als gute Idee, wobei "Leicht" aber auch wirklich extrem simpel ist. Erfahrungsstufen und Fibeln (hier euer Skilltree) werden euch quasi geschenkt. Erstere kann man sich erkaufen und Letztere durch Materialien erarbeiten. Geld und Ressourcen sind unter "Leicht" massig vorhanden, und ein Grinden wird unnötig. Wenn man jedoch nicht auf dem geringsten Schwierigkeitsgrad spielt, kann es in Anbetracht der anspruchsvoller werdenden Schlachten auch schon einmal vorkommen, dass man von vorne beginnen muss, um den Sieg zu erringen.

https://www.youtube.com/watch?v=OHHgwxD2mrs

Und wie sieht's mit der Story aus? Die beiden neuen Protagonisten sind kindlich und wenig charakterstark. Ihr wählt zwischen Liana und Rowan, Geschwister und Anwärter auf den Thron des Reichs Aytolis. Obwohl sie sich wie alle Fire-Emblem-Helden durch zahlreiche Tugenden auszeichnen, fehlt es ihrem Persönlichkeitsprofil bedeutend an Tiefe. Nachdem Dimensionsmonster im Reich auftauchen und ihre Heimat bedrohen, müssen sie fliehen. An ihrer Seite ist Lord Darion, Prinz eines anderen Reichs, der zufällig zu Besuch ist.

Ohne blaues Blut geht in diesem Teil der Spielserie übrigens überhaupt nichts. Sie müssen notgedrungen ihre Mutter zurücklassen. Aber den wundersamen Flammenschild zur Errettung des Reichs kann sie ihren Kindern noch schnell mit auf den Weg geben. Dem Schild fehlen zum Entfalten seiner Macht jedoch wundersame Steine. Diese schlummern angeblich in Helden. Um nun ihr Reich zu erretten, muss dieses Schild funktionsfähig gemacht und Helden dafür gefunden werden. Praktisch, dass diese einem dann nacheinander über den Weg laufen. Humoristisch umgesetzt ist dabei, dass die besagten Heldenfiguren selbst nicht so genau wissen, was sie auf einmal in Aytolis machen. Manche von ihnen sind sogar nicht nur durch Raum, sondern auch durch die Zeit gereist. Es entsteht also ein bunter Haufen geliebter Protagonisten vergangener Spiele, die gar nicht wissen, wie ihnen geschah. Gemeinsam raufen sie sich jedoch zusammen und gehen das Geheimnis um das Flammenschild an. Die Geschichte ist also sehr geradlinig und dezent vorhersehbar. Das hört sich zunächst wenig verlockend an, doch wurde immerhin versucht, den alten Charme beizubehalten. Nicht mit Bravour, aber trotzdem mit Erfolg.

Der Preis von 59,99 € wirkt im ersten Moment sehr üppig, dafür bietet das Spiel einem viel über den Storymodus hinaus. Allein der historische Modus rechtfertigt diesen Preis. Mit knapp 25 Spielstunden fühlten wir uns im Gesamtpaket daher durchaus gut unterhalten. Wer dann noch versucht, alles mitzunehmen, was das Spiel bietet, darf gut und gerne fünf Stunden mehr investieren.

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Jessica Rehse am 16 Nov 2017 @ 20:13
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