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Final Fantasy VII: Review

  Nintendo Switch 

Um uns die Wartezeit bis zum sehnlichst erwarteten Remake von Final Fantasy VII zu verkürzen, veröffentlichte Square Enix einen der beliebtesten Teile der Rollenspielreihe nun für die Nintendo Switch. Ob uns der Port gefallen hat, zeigen wir euch hier.

Überarbeitete Texturen in gewohnter Umgebung

Wenn man sich bei Final-Fantasy-Fans umhört, wird bei der Frage nach dem Favoriten sehr häufig der siebte Teil genannt. Square Enix ist sich dem offenbar bewusst und bringt kurz nach FF IX nun auch FF VII auf Nintendos Hybridkonsole. Ob der Titel auch im Jahr 2019 noch funktioniert? Schon in der Introsequenz, die früher noch für offene Münder sorgte, wird klar, dass es die alten PlayStation-Spiele deutlich schwerer haben als ihre NES- oder SNES-Kollegen, die auch heute noch ihren vollen Charme ausspielen können. Dies wurde auch schon beim Release der PlayStation Classic im vergangenen Jahr deutlich. An den klobigen 3D-Texturen lässt sich aus heutiger Sicht natürlich wenig schönreden. Spiele mit klassischer 2D-Optik kommen dabei schon merklich besser weg, was auch Erfolge von neu entwickelten Titeln wie Stardew Valley zeigen. Im direkten Vergleich zur PlayStation-1-Version hat sich aber grafisch definitiv etwas getan. So sind die Texturen der Figuren bei der Switch-Version gestochen scharf, wohingegen sie im Original mehr oder weniger nur Pixelhaufen waren. Dies hat aber nicht nur einen positiven Effekt, sondern hebt die Figuren optisch stark von der nach wie vor recht unscharfen Umgebung ab, wodurch sie etwas fehlplatziert aussehen.

Alte Stärken und neue Schwächen

Spielerisch lässt sich sagen, dass die rundenbasierten Kämpfe mit Hauptfigur Cloud und seinen Mitstreitern nach wie vor wirklich Spaß machen. Neben regulären Angriffen mit Waffen unterschiedlicher Art stehen uns dort auch magische Fähigkeiten sowie mächtige Spezialattacken zur Wahl. Später sind wir außerdem in der Lage, imposante Ungeheuer zu beschwören. Die Steuerung geht an der Switch gut von der Hand und ist in vielerlei Hinsicht komfortabler als damals auf der PlayStation 1. So ist das Sprinten zum Beispiel durch Herunterdrücken des linken Sticks möglich – früher wurden hierfür zwei Tasten gleichzeitig benötigt.

Darüber hinaus wurde der Port mit zwei weiteren Funktionen ausgestattet, die das Spiel spürbar einfacher machen. Hierzu gehört zum Beispiel der automatische Kampf-Boost, der sich bei Bedarf einschalten lässt. Dieser sorgt dafür, dass uns unsere Spezialattacken in den Kämpfen durchgehend zur Verfügung stehen, und macht die Gefechte dadurch fast schon lächerlich einfach. Wer das Rollenspiel also ohne großen Aufwand durchzocken möchte, ist mit dieser Funktion gut bedient. Alle anderen sollten aber eher die Finger davon lassen. Darüber hinaus können die Zufallskämpfe ausgeschaltet werden. Dadurch können wir uns relativ ungestört durch die Spielwelt bewegen und müssen uns nur in storyrelevanten Kämpfen behaupten. Auch hier handelt es sich um eine Funktion, die für ein zügigeres Vorankommen sorgt. Ob dies bei einem Rollenspiel aber wirklich gewünscht ist, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

Zurück in die Kindheit

Was bei der Grafik, die heute einfach nicht mehr ihre volle Faszination ausspielen kann, nicht ganz gelingt, ist beim Sound aber definitiv noch gegeben. Die bekannten Synthesizerklänge und Pianomelodien und natürlich auch der berühmte Kampf-beendet-Jingle sorgen definitiv für Kindheitserinnerungen und entfalten auch 2019 noch ihre Wirkung. Schwächen offenbart Final Fantasy VII allerdings bei der deutschen Übersetzung der Dialoge. Hier klingen einige so, als wären sie vom Google-Algorithmus automatisch übersetzt worden, und sorgen so für den einen oder anderen Lacher.

Final Fantasy VII
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Daniel Walter

Tags:
FF 7

Daniel Walter am 18 Apr 2019 @ 11:27
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