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Pokemon Schwert und Schild: Review

  Nintendo Switch 

Open World-Gefühl in der Naturzone?

Die zweite große Neuerung in Schwert und Schild ist die Naturzone, ein großer, offener Bereich, in dem ihr euch und erstmals auch die Kamera frei bewegen könnt und in der Pokemon herumstreifen, die euch mit ihrem Level zu Beginn haushoch überlegen sind. Zur Naturzone bekommt ihr schon früh im Spiel zum ersten Mal Zugang. Hier könnt ihr nach Herzenslust wilde Pokemon fangen, Beeren ernten und herumliegende Items aufsammeln. Grade zu Beginn solltet ihr euch aber vor den Taschenmonstern in Acht nehmen, die ein besonders hohes Level haben. Erfahrene Spieler erkennen diese sofort daran, dass es sich um Weiterentwicklungen handelt. Wenn ihr unvorbereitet einen solchen Pokemon in die Arme lauft, kann es schnell kurzen Prozess mit eurem gesamten Team machen. Achtet also darauf, genügend Pokepuppen dabeizuhaben. Je mehr Orden ihr euch erkämpft, desto besser könnt ihr die Naturzone erkunden und desto mehr Pokemon könnt ihr fangen, denn das erlaubte Fanglevel steigt mit jedem Orden. Auch das Fahrrad und seine Erweiterung, das Wasserfahrrad, ermöglichen euch noch tiefgehendere Erkundungen.

Ein weiteres neues Feature in der Naturzone, aber auch auf gewöhnlichen Routen ist das Poke-Camping. Dabei sitzt ihr vor eurem Zelt, während euer Team um euch herumläuft. Nun könnt ihr mit euren Pokemon spielen, indem ihr einen Pokewedel herumwedelt oder ihnen Bälle zuwerft. Das steigert die Bindung zu euren Pokemon. Außerdem könnt ihr ein leckeres Curry kochen, um eure Taschenmonster zu heilen und sie zutraulicher zu machen. Dazu gilt es, passende Beeren auszusuchen und ein simples Minispiel zu absolvieren. Es gibt eine ganze Menge verschiedener möglicher Currys, die in eurem Currydex verzeichnet werden, sobald ihr sie das erste Mal zubereitet habt. Das Poke-Camping ersetzt damit die Möglichkeit, euer Pokemon zu streicheln und mit Beeren oder Süßigkeiten zu füttern. Wir finden es zwar schade, dass die Streicheleinheiten wegfallen, trotzdem macht das Camping Spaß und bietet eine nette Abwechslung.

Pokemon Schwert und Schild Screenshot


Eine Besonderheit der Naturzone sind die überall verstreuten Pokemon-Nester. Aus diesen könnt ihr Watt erhalten, mit denen ihr wiederum spezielle Attacken und Bälle von verstreuten Verkäufern hier erwerben könnt. Kommt eine Lichtsäule aus einem Pokemonnest, erwartet euch darin ein Dyna-Raid. Diese Kämpfe lassen euch mit drei Freunden oder drei KI-Trainern gegen ein dynamaximiertes Pokemon antreten. Die Besonderheit: Ihr dürft nur ein einziges Pokemon verwenden, das ihr im Vorfeld auswählt, und nur einer der vier Trainer darf eine Dynamaximierung vornehmen. Hier ist taktisches Vorgehen gefragt, denn das gegnerische Pokemon bleibt den gesamten Kampf über dynamaximiert und baut außerdem in regelmäßigen Abständen einen schützenden Schild um sich herum auf, der es für eine Weile vor euren Attacken schützt. Habt ihr euren Gegner in die Knie gezwungen, bekommt ihre eine einzige Chance, das Taschenmonster zu fangen. Aber auch wenn das mal nicht gelingt, lohnt sich der Kampf, denn zur Belohnung erhaltet ihr EP-Bonbons und weitere Items, mit denen ihr euer Team verbessern könnt. Somit ist es in Schwert und Schild dank der Raid-Kämpfe deutlich leichter, ein schwaches Pokemon schnell auf das Level eures restlichen Teams zu heben.

Während es wirklich Spaß macht, mit dem Rad durch die Naturzone zu fahren und die Pokemon in der freien Wildbahn zu beobachten, fällt auf, wie leer sie trotz allem wirkt. Hier gibt es quasi keine anderen Trainer oder NSCs abgesehen von einigen Verkäufern. Außerdem ist es schade, dass die Naturzone weitgehend optional bleibt. Nur zwei Mal müsst ihr sie wirklich durchqueren, um andere Orte zu erreichen, alle anderen Städte sind durch die klassischen linearen Routen miteinander verbunden. Warum Gamefreak hier nicht den letzten Schritt gegangen ist und alle Städte in der Naturzone platziert hat, ist uns unverständlich. So fühlt es sich an wie ein halbgares Konzept, da auch nur halbherzig umgesetzt wurde. Open-World-Gefühl? Fehlanzeige. Auch, weil die Naturzone dafür letztlich einfach zu klein geraten ist, obwohl die Karte der Galar-Region eigentlich viel Platz geboten hätte, hätte man die Routen abgeschafft.

Die Online-Funktionen von Pokemon Schwert und Schild könnt ihr nur nutzen, wenn ihr eine kostenpflichtige Switch-Online-Mitgliedschaft habt. Dann könnt ihr über das Internet Pokemon tauschen und Kämpfe ausfechten. Die GTS gibt es übrigens nicht mehr, stattdessen könnt ihr lediglich per Zaubertausch Pokemon rein zufallsbasiert mit anderen tauschen.

Pokemon Schwert und Schild
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Wiebke Tischler am 26 Dez 2019 @ 17:23
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