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Nintendo Switch: Test Special

  Nintendo Switch 

Der Kampf um die Vorherrschaft auf dem Konsolenmarkt ist sicherlich kein leichter. Auch wenn Nintendo seinerzeit mit der Wii ordentlich Geld erwirtschaften konnte, ließ sich der Erfolg mit der Nachfolgekonsole nicht reproduzieren. Nun soll es die Nintendo Switch richten. Das System verspricht ungeahnte Möglichkeiten, seine Lieblingsspiele sowohl am heimischen TV als auch unterwegs zu genießen. Nach langer Geheimniskrämerei ist das frische Gerät nun endlich in die Regale der Händler gekommen. Passend dazu haben wir uns die Peripherie etwas näher angeschaut und sagen euch, ob ein Kauf derzeit schon lohnt.

Ausgepackt!

Der Start einer Konsole ist immer ein besonderes Erlebnis, vor allem in Zeiten, in denen die Gerätezyklen immer länger werden. Doch während sich Sony und Microsoft mit neuen Systemen sehr zurückhaltend zeigen und ihre Geräte weiterhin verkaufen wollen, hat Nintendo die Wii U vergleichsweise schnell aufgegeben und die Produktion bereits eingestellt. Dieser Werdegang war abzusehen, schließlich wollte die Wii U einfach nicht an den kommerziellen Erfolg der Wii anknüpfen. Spiele und Abnehmer fehlten letztlich gleichermaßen, und so wurde das System, dessen Fähigkeiten eigentlich nie so richtig ausgenutzt wurden, zu Grabe getragen.

Die Switch soll alles anders machen, und so gab es lange Zeit die wildesten Gerüchte über mögliche Konzepte. Dabei erschien fast alles plausibel, denn Nintendo versuchte in den vergangenen Jahren vor allem eines: ein möglichst innovatives Gerät hervorzubringen, das sich von der Konkurrenz abhebt. Seit März sind die wichtigsten Fakten auf dem Tisch, und selbst wenn die genauen Spezifikationen der Hardware weiterhin nur in der Gerüchterubrik zu finden sind, hat die Nintendo Switch Marktreife erreicht und kann für ca. 330 Euro erstanden werden. Ein stolzer Preis für eine Konsole, die zumindest in Sachen grafischer Möglichkeiten bereits jetzt hinter Xbox One und PlayStation 4 zu liegen scheint. Die Switch will jedoch abermals zum einen mit den typischen Nintendo-Spielen punkten und zum anderen mit der Freiheit, die Titel dort zu spielen, wo man es gerade möchte. Doch eins nach dem anderen.

Zunächst einmal geht es ans Auspacken des frischen Systems. Mit dabei sind neben dem Tablet-System die zwei Joy-Con-Controller und eine Art Brücke, mit denen beide Controller zu einem normalen zusammengefügt werden. Mit im Paket sind zudem die TV-Station, ein Netzkabel und zwei Aufsätze für die Joy-Con-Controller mit Handschlaufe für Bewegungsspiele. Damit ist die Hardware nicht nur recht schnell ausgepackt, sondern auch mehr als flott angeschlossen.

Nintendo Switch Bild
Die TV-Station ist überraschend leicht und zeigt damit, dass sämtliche Hardware eben im Tablet-Modul steckt. Ob man gleich im Handheld-Modus oder am TV loslegt, bleibt einem im Prinzip selbst überlassen. Die Einrichtung des Systems geht sehr schnell, und bei Bedarf kann gleich der Day-1-Patch geladen werden, der einige Fehler beheben soll. Im Menü der Nintendo Switch angekommen, wirkt alles überaus aufgeräumt. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass es hier noch an Content und Funktionen fehlt. Das Interface orientiert sich an den beiden letzten Konsolen des japanischen Herstellers. Das sieht zwar nicht schlecht aus, doch hat man es irgendwie verpasst, ein wenig moderner daherzukommen.

Typische Systemeinstellungen können vorgenommen werden, ein Profil für das Online-Gaming kann erstellt und Freundeslisten können verwaltet werden. Außerdem hat man die Möglichkeit, per Knopfdruck gespeicherte Screenshots aus den Spielen anzuschauen, was in Zeiten hochauflösender Videoaufnahmen und Live-Übertragungen bei der Konkurrenz aber ein wenig antiquiert wirkt. Zu guter Letzt ist da natürlich noch der eShop, der aber mangels Spieleangebot ebenfalls ziemlich leer erscheint. Es ist zwar normal, dass zum Start einer Konsole nur recht wenige Titel erscheinen, doch fehlen abgesehen von Zelda echte Systemseller, die einen irgendwie locken könnten. Zudem sind für die nahe Zukunft nur wenige Videospiele angekündigt, die von Interesse sein könnten. Was darüber hinaus fehlt, sind zusätzliche Angebote. Wieso gibt es keine Streaming-App für einen Videoanbieter? Da hat man schon ein mobiles System in Zeiten von unzähligen Multimedia- und Smartphone-Anwendungen und bestückt es lediglich mit der Möglichkeit, Videospiele zu spielen. Das könnte durchaus abschreckend wirken, geht der Trend doch dahin, mit einem Gerät immer mehr Möglichkeiten zu vereinen, und niemand nimmt gerne eine Vielzahl an Systemen mit auf den Weg in die Schule oder zur Arbeit.

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Daniel Dyba


 
Daniel Dyba am 14 Mrz 2017 @ 17:18
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