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Nintendo Labo: Test Special

  Nintendo Switch 

Kurzweiliger Minispiel-Spaß

Es ist ziemlich interessant, wie das Konzept von Nintendo Labo funktioniert. Immerhin werden stets nur die beiden Joy-Con-Controller in die Papp-Erzeugnisse gesteckt. Mittels Bewegungssensor, Vibration und Infrarotsensor lassen sich aber immer wieder neue Ideen verwirklichen. Selbst herumexperimentieren kann man übrigens auch in der Kreativwerkstatt, etwa alle Funktionsweisen ergründen und eigene Konzepte erstellen. Da braucht es schon ein wenig Einarbeitung, und während die Möglichkeiten letztlich doch etwas begrenzt sind, ist es definitiv eine nette Dreingabe. Zusätzliche Wege, mit den Toy-Cons zu spielen, lassen sich in einem separaten Menü ebenfalls entdecken.

Nintendo Labo Screenshot

Wichtiger sind jedoch die Hauptspiele, die für alle Toy-Cons geboten werden. Während es mit dem RC-Auto quasi nur möglich ist, mittels Vibration über den Boden zu gleiten, kommen die etwas ausgefeilteren Papp-Controller in Anbetracht der Spiele schon umfangreicher daher. Mit der Angel geht es erwartungsgemäß darum, Fische zu fangen, während es mit dem Klavier musikalisch zur Sache geht. Hier kann man nicht nur die Oktaven einstellen und auf den Tasten herumklimpern, sondern auch eigene Kompositionen aufnehmen. Etwas anspruchsvoller gestaltet sich das Motorradspiel, bei dem man sich auf der Strecke sogar in die Kurven lehnen muss. Da der Papp-Controller dabei allerdings gegen den Bauch gedrückt werden muss, ist die Handhabung schon ein wenig gewöhnungsbedürftig. Einige der Varianten verfügen über einen Mehrspielerpart, doch wird es vermutlich schwer sein, jemanden zu finden, der ebenfalls über Nintendo Labo verfügt und bereit ist, seine Toy-Cons mitzubringen.

So lustig die einzelnen Minispiele auch sein mögen, die meisten sind doch recht simpel und verfügen über zu wenig Spieltiefe, um über einen längeren Zeitraum motivieren zu können. Das ist schade, fehlt es doch an Alternativen. Als relativ enttäuschend stellt sich zudem das Roboterspiel heraus. Zwar ist es ein wenig umfangreicher als die Titel des Toy-Con-Sets, doch fehlt es hier ebenfalls an Tiefgang. Zudem stellt sich die Handhabung als relativ schwierig heraus. Trotzdem muss man zugeben, dass es besonders anfangs ziemlich spaßig ist, mit dem großen Anzug umherzulaufen und in der Stadt möglichst viele Punkte durch Zerstörung zu erzielen. Durch spezielle Gesten verwandelt man sich in ein Auto oder kann fliegen. Durch Prüfungen erlernt man zusätzliche Fähigkeiten, und auch hier steht ein Zwei-Spieler-Part bereit. Doch weder die Grafik des Titels noch die Langzeitmotivation können überzeugen.

Nintendo Labo
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Daniel Dyba am 23 Jun 2018 @ 20:57
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