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de Blob: Preview

Wii 
Hersteller: THQ
Publisher: THQ
Genre: Sonstige: Puzzle
De Blob wurde ursprünglich von Studenten der Utrecht School of the Arts in den Niederlanden entwickelt und hat dort für so viel Aufsehen gesorgt, dass die Stadt Utrecht die beliebte Figur de Blob mittlerweile sogar zu ihrem Maskottchen erhoben hat. Ob das Spiel auf der Wii schon jetzt gefallen kann, lest ihr bei uns.

Alles, nur nicht grau

Eigentlich handelt es sich bei de Blob um eine Mischung aus Puzzle, Geschicklichkeit und familientauglicher Unterhaltung. Die Wiimote wird damit sozusagen zu einem Farbpinsel, der reichlich allergisch auf das graue Allerlei des Stadtlebens reagiert. Die Metropole Chroma steht nämlich ganz unter der Regentschaft des Konzerns Monochromatic I.N.K.T. Das bedeutet harte Zeiten für die Einwohner, die schon lange keine Farbenpracht mehr zu Gesicht bekommen haben. Irgendwie scheint die Firma ganz gewaltig etwas gegen Kolorierungen und Abwechslung zu haben, da jeder Versuch, Variationen abseits von grau ins urbane Bild zu bringen, vereitelt wird.

Dass diese triste Färbung aufs Gemüt schlägt, kann man sich an seinen fünf Fingern abzählen. Zudem passen die hiesigen Behörden auf wie Schiesshunde, dass alles weiterhin grau in grau bleibt. Grimmig dreinblickende, knubbelige Polizisten verfolgen jeden Anflug von Farbfrische mit der vollen Härte des Gesetzes - wer mag da noch ein sonniges Gemüt behalten? Glücklicherweise ist aber noch nicht alles verloren. Die Stadt findet in de Blob einen Helden, der nicht klischeehaft für Courage und Gerechtigkeit eintritt, sondern vielmehr die Veränderung des Stadtbildes im Sinn hat. Der kleine Geselle in Gestalt eines wabbelnden Kleckses kann auf dem Weg zu seiner etwas anarchisch angehauchten Mission Farbdosen einsammeln, um dann so richtig loszulegen.

Revolution in Bunt

Hat de Blob genug Farbdosen gefunden, beginnt er auch gleich, die Gebäude umzufärben. Indem er Wände anspringt oder über Strassen flitzt, verschüttet er seine bunte Fracht über die gesamte Fläche. Da bleibt kaum noch Raum für monochrome Blässe. Unterstützt von seiner bunten Bande wird Fläche für Fläche wieder prächtig andersfarbig. So erstrahlt Chroma schon bald wieder in einem sympathischen Licht. Das sorgt natürlich für Konflikt mit dem Gesetz. Man muss also aufpassen, dass man nicht den Häschern des Konzerns in die kurzen Arme hüpft, denn die kennen mit Anarchisten wie de Blob kein Pardon und setzen dem bunten Treiben ein jähes Ende.

Neben einem unverbrauchten Gameplay hat de Blob aber auch technisch allerhand auf der Pfanne. Dass ein Spiel, das mit Farben um sich wirft, auch ein gutes Aussehen benötigt, wissen scheinbar auch die Entwickler. So wurde wohl darauf geachtet, dass Licht und Schatten an den richtigen Stellen sitzen und die Farbeimer optisch reizvoll gegen die Wände klatschen. Physikalisch natürlich völlig korrekt, versteht sich. Auch die Kameraführung macht einen flüssigen Anschein. Eventuelle Ruckler waren bei der Präsentation Fehlanzeige. Das schindet nicht nur Eindruck, sondern lässt auch die sonst so mauligen Kritiker vorerst verstummen. Schlechte Laune liess die Präsentation auch schon durch den Soundtrack kaum aufkommen. Der wirkte schon reichlich funky und zog die Mundwinkel der Gamer in die Höhe.

de Blob Bild
Scheinbar sind sich die Entwickler auch über den Wiederspielwert im Klaren gewesen. Deshalb haben sie gleich einen Multiplayer-Modus mit eingebaut, in dem sich zwei Spieler gegeneinander durch die Stadt pinseln können. Beide versuchen dann, Chroma einen Anstrich in der eigenen Couleur zu geben. Wer am Ende die meisten Häuserblöcke koloriert hat, gewinnt. Gemeinerweise kann man auch die Areale wieder retuschieren, die der Gegner bereits eingefärbt hat. Damit klaut man Punkte und reisst tiefe Schneisen in die Farbabstimmung des Stadtbildes. Jedenfalls so, wie es sich der Kontrahent vorgestellt hat.

de Blob
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Martin Weber



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Martin Weber am 11 Apr 2008 @ 18:14
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