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Brothers In Arms - Double Time: Review

  Wii 

Krieg nervt. Uninspirierte Kriegsspiele nerven noch mehr. Letzteres werden sich wohl die Leute von Gearbox gedacht haben, als sie 2005 Brothers in Arms für die Xbox auf den Markt brachten. Die Idee, wirklich taktisch vorzugehen und Befehle auszuteilen, sollte das müde Genre des Weltkriegsballerspiels etwas auflockern. Der Erfolg gab dem Prinzip Recht, und jetzt, drei Jahre später, kommt die Portierung für die Wii. Warum von den drei Jahren jede Minute zu spät ist, erfahrt ihr in unserem Testbericht.


Die üblichen Verdächtigen

Weltkriegs-Shooter gibt es vor allen Dingen in den Geschmacksrichtungen Medal of Honor und Call of Duty, zwei relativ lineare Spielserien, bei denen sich letztere Reihe eher als innovativ erwiesen hat. Das grundlegende Spielprinzip ist aber das gleiche: Irgendwo langlaufen und Gegner abschiessen, wobei die Kameraden strikt dem Entwicklerskript folgen. 2005 wollte Gearbox da was anders machen und brachte Brothers in Arms: Road to Hill 30 für die Xbox heraus.

Lange Rede, kurzer Sinn: Hier konnte man endlich die Squad-Kollegen direkt steuern, feindliche Stellungen unter Druck setzen und flankieren. Realistischeres taktisches Vorgehen war an der Tagesordnung und offensichtlich erfolgreich, denn schnell kam ein zweiter Teil heraus, auch für die Xbox: Earned in Blood. Portierungen auf die PlayStation 2 fanden statt, und 2008, also jetzt, erschien Hell's Highway mit deutlich aufgemotzter Grafik und KI für Xbox 360, PC sowie PlayStation 3. Zeitgleich wurde das Spiel endlich für die Wii portiert.

Reinen Portwein einschenken

Double Time, so wurde die neue Schöpfung getauft, ist allerdings kein Port der aktuellen Version, Hell's Highway, sondern vielmehr eine Neuauflage der ersten beiden Teile, hübsch im Pappschuber als zwei unabhängige Spiele dargereicht, aber zum Preis eines Vollpreisspiels. Selbst das sollte niemanden abschrecken, erzielten doch Portierungen aus der letzten Konsolengeneration für die Wii, etwa Resident Evil 4 und Okami, immer wieder Höchstwertungen. Nun, hier kommt die schlechte Nachricht: Statt der grafisch noch recht appetitlichen Xbox-Version wurde die deutlich miesere PlayStation 2-Fassung umgesetzt. Schade.

Hölzerne Grafik

Wie erwartet, sieht man dem Spiel das Alter auf den ersten Blick an. Matschige Texturen, kantige Umgebungen, zuckende Animationen und häufige Ladezeiten sind nur wenige Beispiele dafür, wo es an der Oberfläche hakt. Zudem spielt sich das Ganze unglaublich träge, zu Beginn stolpert man durch nahezu unidentifizierbare Umgebungen und alle paar Meter in eine Zwischensequenz, welche die offensichtlich bei Band of Brothers abgeguckte Handlung forttreibt.

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Wille Zante

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Wille Zante am 27 Okt 2008 @ 19:36
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