GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Captain Toad - Treasure Tracker: Review

  Nintendo Wii U 

Endlich bekommt der knuffige Toad sein eigenes Abenteuer spendiert. In Captain Toad: Treasure Tracker stürzt sich der lustige Pilz aus dem Super-Mario-Bros.-Universum in zahlreiche Gefahren. Das ist nett, spassig, aber auch nicht der grosse Wurf.

Mit Schal und Grubenlampe

Eine besonders spektakuläre, epische oder zumindest interessante Geschichte sparte sich Nintendo. Und so ist es die Aufgabe von Kapitän Toad, in über 70 Abschnitten Schätze aufzuspüren, Dinge zu sammeln , Verstecke ausfindig zu machen und Toadette mit der rosafarbenen Kopfbedeckung (eigentlich der Schirm des Pilzes) zu befreien. Zwar sollen Toads laut Aussagen der Produzenten gar kein Geschlecht besitzen, Toad und Toadette geben dennoch ein witziges Paar ab, die mehr oder weniger gemeinsam Herausforderungen überstehen und so die dünne Handlung rund um den Powerstern, den der gierige Riesenvogel Wingo geklaut hat, etwas vorantreiben. Immerhin.

Schade ist nur, dass es zwar zwei Stars in Captain Toad: Treasure Tracker gibt, diese jedoch keine individuellen Fähigkeiten besitzen. Ob nun rote oder rosafarbene Kappe - es ist letztlich egal. Beide erhalten eine an den Kopf gebundene Lampe, die bei Bedarf leuchtet. Und Toads Schal ist ausschliesslich ein modisches Accessoire. Nun ja. Aber was muss man überhaupt tun?

Einfaches Spielkonzept

Auf den ersten Blick erinnert das Spiel an die Toad-Levels aus Super Mario 3D World, doch recht schnell wird klar: Hier stehen Geschicklichkeit und simple Puzzles im Fokus. Vorrangig findet man sich auf einem dreidimensionalen Spielfeld wieder, auf dem man Toad direkt kontrolliert. Allerdings kann die Kamera in gewünschte Richtungen gedreht werden, was im besten Fall dazu führt, dass man geheime Schätze entdeckt oder neue Wege zum Ziel findet. Stets gilt es, den goldenen Stern zu erreichen, zwischenzeitlich sammelt man andere Belohnungen ein und erhöht so die Bestenliste in der persönlichen Übersicht, die zugleich der Levelauswahl entspricht.

Abgesehen von einer oder zwei fiesen Passagen ist der Schwierigkeitsgrad von Captain Toad: Treasure Tracker erstaunlich niedrig angesetzt. Das erste Kapitel mit 15 Abschnitten plus Endgegner hat man nach rund eineinhalb Stunden erledigt, danach zieht der Grad der Herausforderung dezent an. Was man den Machern aber lassen muss: In Windeseile offenbaren sich einige wirklich neckische Ideen. So besitzt Toad im Grunde keine Fähigkeiten. Er darf nicht springen oder Waffen verwenden. Also kann er die typischen Mario-Gegner höchstens mit Rüben bewerfen oder sich mit etwas Glück von einer höheren Plattform auf einen Feind fallen lassen. Zudem kommt sporadisch seine Lampe zum Einsatz, er kann sich klonen oder manchmal auch mit einer Lore durch unterirdische Landschaften tuckern. Endbosse werden eher indirekt beziehungsweise mit besagten Rüben bezwungen, epische Schlachten sind hier Fehlanzeige. Doch das ist nicht negativ zu sehen, zählen hier doch mehr Taktik, Geduld und etwas Fingerspitzengefühl. Schön ist ausserdem, dass der Wii-U-Controller sinnvoll genutzt wird: So pustet man ins Mikrofon, um Ebenen anzuheben, oder tippt auf Objekte, um sie zu bewegen und Hindernisse wegzuräumen. Das im Gesamten fühlt sich logisch, intuitiv und rund an. Passt.

Captain Toad - Treasure Tracker
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Sven Wernicke

Captain-Toad---Treasure-Tracker


Captain-Toad---Treasure-Tracker


Captain-Toad---Treasure-Tracker


Captain-Toad---Treasure-Tracker


Sven Wernicke am 01 Dez 2014 @ 19:08
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen